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Streit in der AfD Vier-Augen-Gespräch zwischen Petry und Meuthen

Der AfD-Bundesvorsitzende Meuthen hat mit zwölf weiteren Abgeordneten die Fraktion im Stuttgarter Landtag verlassen. Hintergrund ist der Konflikt um den AfD-Politiker Gedeon. Jetzt schaltet sich auch Frauke Petry ein.

Petry: „Heutige Aufgabe ist, die Fraktion wieder zu vereinen“

Stuttgart Die beiden AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und Frauke Petry haben sich angesichts der Krise der baden-württembergischen Fraktion zum Gespräch getroffen. Sie zogen sich am Mittwoch in Stuttgart zu einem Vier-Augen-Gespräch in einem Raum im Landtagsgebäude zurück. Dort wollten sie die „verzwickte Situation“ klären, kündigte Petry an. Es sei wichtig, „emotionale Konflikte“ aufzuarbeiten.

Meuthen hatte die Fraktion am Dienstag zusammen mit zwölf weiteren Abgeordneten verlassen, weil die notwendige Zweidrittelmehrheit für einen Ausschluss des mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontierten Abgeordneten Wolfgang Gedeon nicht zustande gekommen war. Gedeon schied am Abend nach einem Gespräch mit der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry dann selbst aus der Fraktion aus. Damit besteht die bisherige AfD-Landtagsfraktion noch aus neun Abgeordneten.

Diese neun Mitglieder hätten mit Wolfgang Gedeon einen Antisemiten in ihren Reihen geduldet, sagte Meuthen am Mittwoch. Eine Rückkehr seiner Gruppe zur bisherigen Fraktion schloss er aus: „Ich halte den Rücktritt vom Rücktritt für überhaupt keine sinnvolle Option.“ Für ihn sei es keine Frage, wer sich AfD nennen dürfe: „Wir sind AfD, definitiv.“ Laut Landtagsverwaltung darf es keine zwei Fraktionen gleichen Namens im Parlament geben.

Der Ex-Fraktionschef will mit seinen Mitstreitern nun eine neue Fraktion im baden-württembergischen Landtag bilden. Er hoffe, dass sich aus den in der bisherigen Fraktion verbliebenen Abgeordneten einige seinem Lager anschlössen, sagte Meuthen am Mittwoch in Stuttgart. „Mein Ziel ist es, dass die AfD eine von Antisemitismus, Rassismus und Extremismus saubere Partei ist.“

  • dpa
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