Stromnetz in Deutschland Bundesnetzagentur dringt auf zügigen Ausbau

Die Kosten für die Stabilisierung des Stromnetzes in Deutschland sind laut Bundesnetzagentur stark gestiegen. Das Netz solle deshalb zügig ausgebaut werden. Wird der Strompreis dadurch nun teurer?
Die Kosten zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität liegen laut Bundesnetzagentur in den ersten sechs Monaten dieses Jahres schon höher als im Gesamtjahr 2014. Quelle: dpa
Stromnetz

Die Kosten zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität liegen laut Bundesnetzagentur in den ersten sechs Monaten dieses Jahres schon höher als im Gesamtjahr 2014.

(Foto: dpa)

BonnDie Bundesnetzagentur warnt vor stark steigenden Kosten für die Sicherung eines stabilen deutschen Stromnetzes und dringt deshalb auf einen zügigen Netzausbau.

Die Kosten für das unvorhergesehene Abregeln etwa von Windkraftanlagen oder das Anfahren von Kraftwerken zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nach vorläufigen Schätzungen der Netzbetreiber auf 253 Millionen Euro gestiegen, berichtete die Regulierungsbehörde am Montag in Bonn.

Das Stromnetz der Zukunft
Mehr Strom aus erneuerbaren Energien
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Mittlerweile stammt bereits mehr als ein Viertel des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Diese produzieren allerdings je nach Tageszeit und Wetter unterschiedlich viel Energie. Das intelligente Stromnetz hat daher zukünftig die Aufgabe Erzeugung und -verbrauch effizient miteinander zu verknüpfen.

Das „Internet der Energie“
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In allen Bereichen, von der Erzeugung und Speicherung über die Übertragung und Verteilung von Energie bis hin zu den Verbrauchern, werden digitale Lösungen unser Energiesystem optimieren und Kosten reduzieren. Informations- und Kommunikationstechnik sowie Mess- und Netztechnologien müssen hierzu Hand in Hand gehen.

Intelligente Zähler sind der Schlüssel
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Dabei hilft ihnen auch ein neu entwickelter Stromzähler. Die sogenannten Smart Meter sind Teil eines intelligenten Messsystems: Sie machen den Stromverbrauch für Kunden transparenter und können genau aufzeigen, wann wie viel Strom verbraucht wurde. Die Verbrauchswerte werden dann automatisch an das Versorgungsunternehmen übermittelt.

Clevere Geräte erobern das Zuhause
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Sparsame Haushaltsgeräte können im Zusammenspiel mit intelligenten Stromnetzen künftig mögliche Leistungsschwankungen bei den erneuerbaren Energien ausgleichen und den Stromkunden dabei helfen Geld zu sparen. Diese cleveren Geräte schalten sich bei Stromknappheit und hohen Strompreisen ab sowie  bei einer hohen Einspeisung und niedrigen Strompreisen ein.

Reden hilft
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Im Smart Grid verbinden sich alle Akteure des Energiesystems über ein Kommunikationsnetzwerk miteinander. Erzeuger, Speicher, Netzbetreiber und Verbraucher tauschen im intelligenten Energienetz ständig Informationen aus und sorgen so für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung.

Intelligent steuern für eine sichere Energieversorgung
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Durch die Zunahme kleiner Stromerzeugungsanlagen werden Verbraucher immer häufiger gleichzeitig auch zu Stromerzeugern. Dadurch ändern sich die Stromflüsse in den Verteilnetzen und bringen neue Herausforderungen an einen sicheren und effektiven Netzbetrieb mit sich. In Kombination mit Smart Metern und anderen Mess- und Steuerungssystemen ermöglichen modernste Netzleitsystem wie das PowerOn Advantage von GE diese Herausforderungen zu meistern und Stromnetze in Echtzeit zu steuern.

Im gesamten Jahr 2014 hätten sie dagegen „nur“ bei 187 Millionen Euro gelegen. Auch für das Gesamtjahr 2015 sei nun mit einer „signifikanten Zunahme zu rechnen“. „Die Notwendigkeit eines zügigen Netzausbaus wird damit abermals unterstrichen“, betonte Behördenchef Jochen Homann. Die Kosten für die Eingriffe werden über eine Umlage auf den Strompreis finanziert.

  • dpa
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