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Studie Auch Manager haben Angst vor dem sozialen Abstieg

Fast jeder Zweite hat laut einer Studie Angst, seinen Lebensstandard langfristig nicht halten zu können. Selbst Gutverdiener sind davon betroffen.
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Die Hälfte der Personen, die monatlich weniger als 1500 Euro verdienen, fürchten den sozialen Abstieg. Quelle: dpa
Obdachloser in Düsseldorf

Die Hälfte der Personen, die monatlich weniger als 1500 Euro verdienen, fürchten den sozialen Abstieg.

(Foto: dpa)

Düsseldorf In Deutschland geht die Abstiegsangst um – zumindest, wenn man einer Studie der Uni Paderborn Glauben schenken mag. Demnach befürchtet fast jeder Zweite (47 Prozent), seinen Lebensstandard dauerhaft nicht halten zu können.

Die Ergebnisse der Untersuchung beruhen auf einer Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts Policy Matters von fast 5000 Personen ab 18 Jahren. Die Auswertung der Ergebnisse gab die Hans-Böckler-Stiftung bei der Uni Paderborn in Auftrag.

Die Angst davor, dass sich der individuelle soziale Status verschlechtert, ist der Untersuchung zufolge vor allem bei Geringverdienern stark ausgeprägt: Die Hälfte der Personen, die monatlich weniger als 1500 Euro verdienen, fürchten den sozialen Abstieg. Sie verorten sich auch selbst am unteren Rand der Gesellschaft.

Die Angst, seinen Lebensstandard langfristig aufgeben zu müssen, betrifft aber auch die Mittelschicht und Personen, deren Nettoeinkommen vermuten lässt, dass sie gar keinen Anlass haben, sich um ihre soziale Existenz zu sorgen. So hat von denjenigen Studienteilnehmern, die monatlich mehr als 4000 Euro netto verdienen, ein Drittel Abstiegsängste. Die Studienautoren begründen die existenzielle Sorge selbst bei Gutverdienern damit, dass sie sich aus dem Gefühl des „Ausgeliefertseins“ gegenüber äußeren Einflüssen speise.

Stark sind laut Studie neben der Sorge um den Lebensstandard auch die Ängste bezüglich der Alterssicherung innerhalb der Bevölkerung: Jeder Zweite schaut laut Studie mit Furcht auf die finanzielle Lage im Alter, jeder Fünfte geht davon aus, dass sich seine finanzielle Situation bereits in den nächsten drei bis fünf Jahren verschlechtern wird.

Zunutze machen sich diese Gefühle der sozialen Verunsicherung laut Forschern populistische Parteien wie die AfD. Die Wissenschaftler rufen die Politik deshalb dazu auf, vor allem Geringverdienern Angebote zu einer besseren sozialen Absicherung zu machen.

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