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Studie Datenschutz belastet Unternehmen kräftig

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Laut Studie betragen die durchschnittlichen Kosten - entgangener Umsatz, Aufdeckung der Panne, Benachrichtigung der Betroffenen - pro Datensatz 112 Euro. Die Gesamtkosten betrugen pro Vorfall rund 2,4 Mio. Euro. Verlorene oder gestohlene Laptops machten rund 28 Prozent der Fälle aus. In 39 Prozent der Fälle waren die Firmen mehr als nur einmal betroffen. Zudem verlören die Unternehmen nach Datenpannen überproportional viele Kunden - gegenüber der normalen Fluktuation um 3,24 Prozent.

"Die Folgekosten können schnell in die Millionen gehen", sagt auch Berthold Stoppelkamp, Geschäftsführer der Arbeitgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft. Nach einem Datenverlust entstünden allein schon Kosten, um die Daten erneut zu sammeln - aber auch, wenn nach dem Verlust Aufträge verloren gehen. Zudem sei das Image des Unternehmens bei Geschäftspartnern und in der Branche beschädigt, wenn der Datenverlust bekannt wird. Repräsentative Erhebungen dazu gebe es bis auf die aktuelle Studie aber nicht.

Der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar, glaubt nicht daran, dass künftig mehr Datenpannen öffentlich werden. "Das Gesetz sieht etliche Hürden vor, bevor es überhaupt zur Veröffentlichung von Datenschutzpannen kommt", sagt er. Dazu zählt er unter anderem, dass die Betroffenen nur dann sofort informiert werden müssen, wenn ihnen "schwerwiegende Beeinträchtigungen" drohen. Dies eröffne Auslegungsspielräume. "Ich gehe davon aus, dass die Unternehmen die Ausnahmebestimmungen zu ihren Gunsten weit auslegen werden", sagt Schaar.

Die Datenschützer gehen davon aus, dass Fälle wie bei der Telekom oder der Berliner Bank, bei denen Kundendaten verloren gegangen sind, künftig veröffentlicht werden müssten. Schaar kritisiert dagegen, dass die Informationspflichten nur für private Unternehmen gelten sollen, nicht aber für öffentliche Stellen. "Das Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung - nicht mehr, aber auch nicht weniger."

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