Studie Fast jedes fünfte Kind lebt in Armut

Kinder sind laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung häufiger arm als der Durchschnittsbürger in Deutschland. Fast jedes fünfte Kind lebt in Armut. Doch nicht alle Bundesländer sind in gleichem Maße betroffen.
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Kinderarmut: Am höchsten ist der Anteil in Bremen (32,6 Prozent). Quelle: dpa

Kinderarmut: Am höchsten ist der Anteil in Bremen (32,6 Prozent).

(Foto: dpa)

Düsseldorf/BerlinFast jedes fünfte Kind in Deutschland lebt einer Studie zufolge in Armut: Laut einer am Mittwoch von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf veröffentlichten Untersuchung sind knapp 2,46 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von Armut betroffen. SPD und Sozialverbände forderten angesichts der Ergebnisse mehrerer Studien zum Thema mehr Einsatz im Kampf gegen Armut in Deutschland.

Kinder sind den Angaben zufolge sogar häufiger arm als die Durchschnittsbevölkerung: Die Armutsquote bei Kindern und Jugendlichen lag im vergangenen Jahr mit 18,9 Prozent 3,8 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung, wie aus der Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht.

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind sogar zu fast einem Drittel (30,3 Prozent) von Armut betroffen. Von den Kleinkindern unter drei Jahren lebt demnach jedes fünfte (20,5 Prozent) in einem Haushalt mit einem Einkommen unter der Armutsschwelle.

Die Kinder-Armutsquoten sind in den Bundesländern sehr unterschiedlich. Am höchsten ist der Anteil in Bremen (32,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (30,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (28,1 Prozent) und Berlin (27,1 Prozent). Die niedrigsten Quoten finden sich in Bayern (11,8 Prozent), Baden-Württemberg (13,2 Prozent) und Hessen (15,4 Prozent).

Die Armutsquote ist der Studie zufolge in den vergangenen Jahren kaum gesunken. Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des sogenannten bedarfsgewichteten mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Für ein Elternpaar mit einem Kind unter 14 Jahren liegt die Armutsschwelle nach Angaben der Böckler-Stiftung derzeit bei einem Haushaltseinkommen von 1526 Euro im Monat.

„Politischer Kurswechsel dringend notwendig“
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13 Kommentare zu "Studie: Fast jedes fünfte Kind lebt in Armut"

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  • @ Eddie

    So etwas gibt es durchaus. Man sollte es nur nicht verallgemeinern.

    Als steuer- und sozialversicherungs-zahlender Bürger überkommt mich der Zorn, wenn ich dann fast täglich damit berieselt werde, daß wir unbedingt mehr Kinder benötigen, damit die "unverschämt hohen Renten" an die "unverschämten Alten", die es einfach ablehnen sozialverträglich abzuleben, gezahlt werden können.

    Dazu ist folgenden zu sagen:
    Die von Ihnen angesprochene Bevölkerungsgruppe wird niemals etwas zum Volkseinkommen und der Versorgung von Rentnern beitragen.
    Hinzu kommt, daß diese Mütter auch noch Anspruch auf die neueste Wohltat die "Herdprämie" haben, weil sie ja untätig zu hause rumhocken. Außerdem werden sie später mit einer Rente versorgt, die allein nach der Anzahl in die Welt gesetzter Nichtsnutze berechnet wird.

    Zum anderen gibt es bei der heutigen Jugend den Trend nur nicht so schnell auf eigenen Beinen zu stehen. Man studiert mal hier jenes und mal da anderes. Außerdem hat man ja als Student Gelegenheit billige Auslandreisen in Anspruch zu nehmen, man zahlt keine Rundfunkgebühren, Theater-, Tierpark-, Museums-Besuche und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind stark verbilligt. Versuchen Sie mal als Rentner irgendwo eine Ermäßigung zu erhalten, Sie werden sich wahrscheinlich nicht wundern, die gibt es nämlich nicht.

    Ich möchte hier nicht die unglaublichen Antworten verbreiten, die junge und nicht mehr ganz junge Leute bei einer Befragung zu ihrer Zukunftsplanung gegeben haben. Fest steht jedenfalls, daß ein großer Teil viel zu spät in den Arbeitsprozess eintritt, ein nicht ganz kleiner Teil die Absicht hat, dieses Land nach der wie immer gearteten Ausbildung zu verlassen (was ich persönlich nachvollziehen kann) und ein weiterer Teil nicht die Absicht hat, sein auf unsere Kosten erworbenes Wissen volkswirtschaftlich gewinnbringend einzusetzen.

    Da nützt es auch nichts immer mehr Kinder immer mehr zu subventionieren. So wird sich jedenfalls nichts ändern!!

  • Ich bin arm! denn ich werde in 46 Jahren (dann bin ich 67) keine Rente mehr erhalten! Die Sicherungssysteme sind alle geplündert und an den ClubMed gegangen (EURO-Rettung).
    Aber veilleicht werde ich Eurokrat ...

  • Tja, wieder mal eine nette Sratistik, willkuerliche Zahlen, die willkuerlich interpretiert werden. Die Mehrzhal der Kinder, die in relativer Armut aufwachsen, duerften wohl dem "Sozialadel" zugerechnet werden werden. Da wird halt den ganzen Tag gesoffen, Fernseh geschaut und moeglichst viele Kinder produziert, weil es dann noch mehr H4 und andere staatliche "Hilfen" gibt. Diese Kinder wiederum lernen von ihren Eltern und Grosseltern wie es geht und werden es spaeter genauso machen, (Sonder-)Schule so schnell wie moeglich beenden bzw. abbrechen, keine Ausbildung absolvieren, zum Amt hatschen um Geld zu kassieren, so schnell wie moeglich Nachwuchs zeugen, um noch mehr zu kassieren... "Sozialadel", gezuechtet vom dt. "Sozialstaat" und finanziert vom dummen Michel (samt gezugehoerigen Beamten-Apparat und Sozial-Hanseln). Daneben gibt es auch zahlreiche Sozialschmarotzerinnen, "arme Alleinerziehende", Frauen, die einfach nicht heiraten, um den Staat abzukassieren.

  • Na und? Unsere Politiker wollen doch, dass jedes 2. Kind davon betroffen sind. Es sind ja nur deutsche Kinder umd die man sich nicht kümmern, sorgen muss. Würde es sich um Banker, Politiker und Ausländer handeln, dann wäre nur noch jeder 10.000.000 betroffen dank unserer Politiker.

  • Armutsvergleich :

    - ein armer Deutscher ist im Vergleich zu einem armen Griechen ein "Reicher" Mann

    - ein armer Grieche ist im Vergleich zu einem armen Chinesen ein "Reicher" Mann

    - ein armer Chinese ist im Vergleich zu einem armen Ägypter ein "Reicher" Mann

    - ein armer Ägypter ist im Vergleich zu einem Haitianer ein " Reicher " Mann

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    - ein armer Deutscher ist im Vergleich zu einem armen Holländer eine "arme Sau "

    - ein armer Deutscher ist im Vergleich zu einem armen Schweden eine "noch ärmlichere Sau"


    Mit wem will man sich den Vergleichen....?

    Ich meine , man sollte schon die Kirche im Dorf lassen und kostatieren, dass ein armer Deutscher eben ein armer Deutscher ist , und nicht parteipolitisch diese Menschen noch verhunzen ! Eine Schande für dieses Land !

  • tja, man muss sich seine Knechte und deren Kinder eben warm
    halten, nur so funktioniert Master und Servants.

    Adel verpflichtet

  • Zitat : „Die anhaltend hohe Armut von Millionen Menschen in Deutschland macht einen politischen Kurswechsel dringend notwendig“, erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Gunnar Winkler. Wenn mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Armut aufwachsen und rund 13 Millionen Menschen als armutsgefährdet gelten, „dann sind das Zeichen dafür, dass hierzulande etwas schief läuft“.

    Da widerspricht ja jemand gewaltig dem CDU-Klüngel unter "Führung" der FDJ-Aktivistin.....?
    Die haben uns doch noch vor kurzem erzählt, dass es uns am besten seit Kriegsende geht und wir die beste Regierung seit der Wiedervereinigung haben..?
    - und jetzt haben wir 2 Mio. Kinder in Armut und 13 Mio. arme Menschen im Land..?
    - und nach einem politischen Wechsel wird Ausschau gehalten ?
    wie kommt so etwas über Nacht....?

    Na, ihr versteckten Systemlinge, jetzt schlägt mal eure Stunde, hier zu widersprechen und Kritik zu üben.. und dann werden wir auch korinthenkackermäßig beim HB petzen ( oder denunzieren, wie es bei den Ossi-Staasis so üblich war, unter IM laufend ) und das Blatt bitten, eure Kommentare zu löschen.....

  • Also wenn ich höre was man hierzulande als Armut ansieht, wird mir einfach nur übel. In Deutschland existiert nur eine statistische Armut. Die wirkliche Armut ist woanders. Hier muss kein Mensch verhungern. Niemand stirbt, weil er keine medizienische Hilfe bekommt.

    Ob man mit 1536 Euro Haushaltseinkommen wirklich arm ist, hängt natürlich ab, welche Ausgaben dagegen stehen. Gerade die Frage, ob die Miete vom Amt bezahlt wird, ist hier nicht zu sehen. Dann zählt dies nicht als Haushaltseinkommen. Darüber hinaus fallen viele Ausgaben weg (z.B. Krankenversicherung, GEZ und Heizkosten). Ich sehe da nicht viel Armut.

    Solange die "Armut" in Abhängigkeit vom Durchschnittseinkommen gemessen wird, werde wir diese statistische Armut haben. Selbst wenn es nur Millonäre geben würde, gibt es dann arme Millionäre und diese wären dann statististisch von Armut betroffen. Lächerlich sich darauf zu beziehen. Aber die gewerkschaftsnahe Stiftung muss ja so argumentieren. Ist ja schließlich ihre Lebensaufgabe.

  • Kindergeld nur noch in Sachwerten auszahlen, und die Statistik wird sich in ein paar Jahren "normalisieren".

  • Schwachsinniger Kommentar. In einer Grossstadt kommt man mit € 1526 nicht weit. Eine 3-Zimmerwohnung selbst in nicht attraktiven Regionen kostet warm mindestens €800, damit bleibt zum Essen, Leben, Telefonieren, Transport, Schulmaterialien etc gerade noch€ 726. Wenn das nicht arm bzw. bedürftig ist, welcher Betrag ist es dann ?? Man kann unsere Situation nicht mit Entwicklungsländern vergleichen, wo 1 kg Reis 20 Cent kostet, man in Slums dahinvegitiert und weder eine Krankenkasse noch eine Schule hat. Fakt ist, dass in den letzten 20 Jahren massiv von unten nach oben umverteilt wurde. Die Top 5% haben Probleme ihr Geld gewinnbringend zu investieren und die das untere Drittel hat meist schon am 25. eines Monats kein Geld mehr im Portemonnaie. Wohlhabend vernünftig besteuern ( inkl. Vermögens-, Erbschafts- und einer höheren Kapitalertragssteuer. alles wie es unter dem konservativen Idol Helmut Kohl war), Mindestlöhne einführen und prekäre Beschäftigungen abschaffen, nur damit kann ich verhindern, dass immer noch mehr Menschen in die Armut abdriften.

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