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Studie Gesundheitsbranche Spitzenreiter bei Vorbereitung auf Digitalisierung

Durch die Digitalisierung wächst der Bedarf an Weiterbildungen – insbesondere im Gesundheitswesen. Die Branche ist deshalb aktiv wie keine andere, zeigt eine Studie.
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In 37 Prozent der Gesundheitsunternehmen sind bei der Belegschaft laut IW mobile digitale Geräte im Einsatz. Quelle: Blend Images/Getty Images
Digitale Gesundheit

In 37 Prozent der Gesundheitsunternehmen sind bei der Belegschaft laut IW mobile digitale Geräte im Einsatz.

(Foto: Blend Images/Getty Images)

Berlin Kaum ein Wirtschaftszweig wird von den Veränderungen durch die Digitalisierung ausgenommen. Entsprechend groß ist die Herausforderung für die Unternehmen, ihre Beschäftigten für den digitalen Wandel fit zu machen.

Ausgerechnet Gesundheitsunternehmen sind Spitzenreiter bei der Aktivität im Bereich von derartigen Weiterbildungen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), die dem Handelsblatt vorliegt.

Die Weiterbildungsaktivität im Gesundheitssektor liegt demnach bei 100 Prozent, während auf die Gesamtwirtschaft bezogen nur 85 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Qualifizierungsmaßnahme ermöglichen. Die Studie beruht auf einer Sonderauswertung der IW-Weiterbildungserhebung von 2017, die 181 Unternehmen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen umfasst.

In 88 Prozent der Gesundheitsunternehmen werden demnach digitale Weiterbildungsformen eingesetzt. Insbesondere firmeninterne kooperative Lernplattformen und Wissensbibliotheken sowie digitale Arbeitsmittel als Weiterbildungsmedium kommen dabei zum Einsatz. Derartige Angebote werden in der Gesamtwirtschaft nur zu 84 Prozent angeboten.

Was den zeitlichen Aufwand betrifft, haben Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialwesen jedoch das Nachsehen. Sie bilden sich im Durchschnitt 16,3 Stunden pro Jahr weiter. Das ist laut Studie etwas weniger als der Gesamtdurchschnitt aller Unternehmen in Deutschland mit 17,3 Stunden. Auch die Pro-Kopf-Kosten liegen mit 812 Euro deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt von 1067 Euro.

„Möglicherweise führt die Regulierung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu geringeren finanziellen Spielräumen für Weiterbildung“, schreibt Studienautorin Susanne Seyda vom IW. „Auch ist denkbar, dass Weiterbildungen im Gesundheits- und Sozialbereich kostengünstiger angeboten werden als in anderen Bereichen.“

Die Forscherin stellt außerdem fest, dass die Digitalisierung im Alltag der Gesundheitsbranche bereits zu einem größeren Teil angekommen ist. In 70 Prozent der Unternehmen nutzen alle Mitarbeiter stationäre digitale Geräte wie Computer, in 62 Prozent setzen sie auch auf digitale Infrastruktur wie das Internet oder interne Netzwerke und in 37 Prozent der Unternehmen sind bei der gesamten Belegschaft mobile digitale Geräte im Einsatz.

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Dieser Beitrag ist ein Auszug aus unserem neuen Newsletter „Handelsblatt Inside Digital Health“. Zweimal in der Woche analysieren wir dort die neuesten Entwicklungen im Bereich digitale Gesundheit. Zur Anmeldung geht es hier.

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