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Studie In Deutschland wird weit mehr an KI geforscht als bisher bekannt

Das KI-Wissen ist über ganz Deutschland gestreut: An 28 Orten der Republik wird an KI geforscht, KI-Start-ups gibt es sogar 164.
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Das DFKI soll gemeinsam mit fünf weiteren Zentren Forschungsnukleus der nationalen KI-Strategie sein, für die der Bund bis 2025 drei Milliarden Euro ausgeben will. Quelle: dpa
Künstliche Intelligenz

Das DFKI soll gemeinsam mit fünf weiteren Zentren Forschungsnukleus der nationalen KI-Strategie sein, für die der Bund bis 2025 drei Milliarden Euro ausgeben will.

(Foto: dpa)

Berlin In Deutschland wird an weit mehr Orten an Künstlicher Intelligenz (KI) geforscht als bisher bekannt. Das geht aus einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Demnach gibt es an 26 Hochschulen sowie an je einem Fraunhofer- und Max-Planck-Institut insgesamt 46 Forschungsstätten.

Die große Anzahl an Forschungsstätten sei auch die Folge des deutschen Föderalismus, so die Autoren. Die Zahl der KI-Start-ups beträgt laut Studie sogar 164 – davon allein 70 im Großraum Berlin. Im Rahmen der KI-Strategie will der Bund auch rund 100 neue Professuren an Hochschulen schaffen.

Bislang konzentrierte sich die Aufmerksamkeit vor allem auf das nach Angaben der Bundesregierung weltweit größte Zentrum für Künstliche Intelligenz, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Dieses verteilt sich über sechs Standorte in der ganzen Republik.

Das DFKI soll gemeinsam mit fünf weiteren Zentren Forschungsnukleus der nationalen KI-Strategie sein, für die der Bund bis 2025 drei Milliarden Euro ausgeben will.

Doch die Forschungsstätten sind keineswegs immer dort, wo die KI-Start-ups sind. So gebe es in Berlin, München, Hamburg und Karlsruhe weit mehr Start-ups als Forschungseinrichtungen, schreiben die Autoren der IW-Studie. In Bremen, Dresden und Aachen ist es hingegen umgekehrt. Dort überwiegt die Anzahl der Forschungseinrichtungen.

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So bietet etwa die Universität Bremen drei Forschungsgruppen zu KI sowie das „Centrum für Komplexe Systeme und Visualisierung“, hat jedoch nur zwei KI-Start-ups. In Frankfurt würden hingegen bereits zahlreiche KI-Start-ups gegründet, ohne dass es KI-Forscher in der Nähe gebe, so die Autoren. In München befinden sich dagegen neben einer der bedeutendsten Hochschulen im Bereich KI, der Technischen Universität München, auch etwa 30 KI-Start-ups.

Die IW-Forscher wollten sich allerdings nicht festlegen, ob diese Vielfalt und regionalen Disparitäten nun hilfreich oder schädlich seien. Die Struktur zeige aber, dass KI-Start-ups durchaus abseits großer Forschungszentren gedeihen können, so die Autoren.

Andererseits liege auch die Vermutung nahe, dass junge Unternehmen in der Nähe der Forschungszentren eher profitieren können – und eine hohe Konzentration an einem oder wenigen Standorten, wie sie der Bund fördern will, die Entwicklung von KI-Start-ups möglicherweise beschleunigen könne, so die Autoren.

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