Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Studie Mehrheit der Muslime für Scharia-Anwendung

Die Umfrage eines Forschungsinstitutes zeigt, dass die meisten Muslime weltweit die Anwendung des islamischen Gesetzes befürworten. Doch zugleich offenbaren sich starke Unterschiede in der islamischen Welt.
35 Kommentare
Verschleierte Frauen in Berlin: Die Mehrheit der Befragten befürwortet Religionsfreiheit. Quelle: dpa

Verschleierte Frauen in Berlin: Die Mehrheit der Befragten befürwortet Religionsfreiheit.

(Foto: dpa)

Eine Mehrheit der Muslime in der Welt will laut einer Studie die Anwendung des islamischen Gesetzes der Scharia in ihrem Land. Allerdings zeigte die Umfrage zu den 1,6 Milliarden Muslimen weltweit erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern, wie das Forschungsintitut Pew bei der Vorstellung der Studie "Religion, Politik und Gesellschaft" am Dienstag erklärte. So bejahten 99 Prozent der Befragten in Afghanistan die Anwendung der Scharia, während es in der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan nur acht Prozent waren.

Zudem gingen die Meinungen auseinander, in welchen Bereichen die Scharia angewandt werden sollte. So zeigte die Studie, dass vor allem in Ländern, in denen es bereits Scharia-Gerichte gibt, ihre Anwendung in Fragen des Familien- und des Grundrechts, nicht aber des Strafrechts gewünscht wird. Die Hinrichtung von Konvertiten und Körperstrafen wie Auspeitschen und Handabhacken wurde demnach in den meisten Ländern nur von einer Minderheit befürwortet, nur in Afghanistan und Pakistan gab es dafür breite Zustimmung.

Die Studie, für die zwischen 2008 und 2012 insgesamt 38.000 Muslime in 39 Ländern befragt wurden, zeigte auch, dass eine Mehrheit Religionsfreiheit befürwortet. So sprachen sich in Pakistan 96 Prozent für die freie Ausübung des Glaubens aus. Die Hälfte der Muslime weltweit zeigte sich zudem beunruhigt über religiösen Extremismus. Gewalt im Namen des Islam wurde weitgehend abgelehnt, allerdings fand eine deutliche Mehrheit in Bangladesch, Ägypten, Afghanistan und bei den Palästinensern dies akzeptabel.

In den meisten Ländern meinte eine Mehrheit der Männer und Frauen, dass Frauen ihren Ehemännern gehorchen sollten. Zugleich aber war eine Mehrheit der Meinung, dass Frauen selbst über das Tragen des Schleiers entscheiden müssen. Die meisten Muslime sprachen sich für die Demokratie aus und empfanden keine Spannung zwischen ihrer Religion und einem modernen Lebensstil. So lieben die meisten Befragten Musik und Filme - auch wenn Prostitution, Homosexualität, Selbstmord und Alkohol sehr überwiegend als unmoralisch abgelehnt werden.

  • afp
Startseite

Mehr zu: Studie - Mehrheit der Muslime für Scharia-Anwendung

35 Kommentare zu "Studie: Mehrheit der Muslime für Scharia-Anwendung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Scharia hat mit Demokratie nichts z u tun, denn diese beruht auf der Gleichheit und Freiheit aller Menschen un auf den Menschenrechten. Zur Gleichheit: Esgibt Untersc´hiede in den Rechten zuwischen :
    a) Gläubigen und Ungläubigen (Kuffar) (Sure Tauba)
    b)Zwischen Männern und Frauen(Sure Nisa u. Hadithe)
    c) Historisch zwischen Freien und Sklaven
    d)Historisch) zwischen Arabern und nicht-arabischen Muslimen (Mawali).

  • Warum werden im Zusammenhang mit der Sharia immer nur die Körperstrafen genannt? Die Sharia ist in erster Linie ein Bündel von Gesetzen und Bestimmungen die vor allem das friedlich Zusammenleben und die soziale Gerechtigkeit herstellen möchte. Die Ausübung der Körperstrafen ist in verschiedenen Aufprägungungen auch unter muslimischen Gelehrten umstritten, so gehört z.B. die Steinigung von Ehebrechern nicht explizit zum Islam und es ist bei der Umsetzung nach den ursprünglichen Regeln zur Zeit der ersten Kalifen (4 Augenzeugen die den Ehebruch gesehen haben) eh fast unmöglich das es zu einer Bestrafung kommt.
    Wichtig ist es auch zu wissen, das die Hadd (Körperstrafen) nur dann angewendet werden dürfen wenn die anderen Bedingungen der Sharia - Soziale Gerechtigkeit, Abschaffung der Armut, Rechtssicherheit eingeführt sind, was aber in den meisten mehrheitlich von Muslimen bewohnten Ländern nicht der Fall ist. Das deutsche Grundgesetz entspricht in weitesten Bereichen shcon den Forderungen der Sharia, da es in der Präambel sogar von einer Verantwortung vor Gott ausgeht. Ich finde die Propaganda bezgl der Sharia ist nicht Zielführend da sie z.B. unterschlägt das sogar der Vatikan in seiner Observatore Romanum vor einiger Zeit die Shariakonformen Regeln des islamic Banking gelobt hat und dazu aufforderte das sich katholische Banken nach diesen Regeln richten sollen.

  • Nigeria wäre hier ein relativ aktuelles Beispiel von Christenverfolgung durch den Islam.
    Und wie wäre es mit Ägypten und den koptischen Christen?

  • @ Frank3

    Ja, das glaub ich auch - dass viele Menschen aus den islamischen Ländern nach Deutschland geflohen sind, um diesem Religionsterror zu entkommen. Die sind natürlich jetzt enttäuscht, dass der Islamismus sie hier einholt und die Deutschen das zulassen.

    Naivität und Dummheit sind in Deutschland leider Staatsreligion !

    Umso mehr wünsche ich mir, dass diese Einwanderer ihr Wissen und ihre Erfahrungen in unsere Politik einbringen und Aufklärung schaffen.

  • Ich muss im Grunde nicht viel über den Islam wissen. Das Einzige, das ich wissen muss - um den Islam in Bausch und Bogen kategorisch abzulehnen - ist, mich von ihnen als "Ungläubiger" diffamieren und schimpfen zu lassen. Dieser Fakt alleine ist geeignet, dem Islam in Deutschland die Rote Karte zu zeigen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Da gibt es nicht viel zu verstehen.
    Die Grünen und Linken sind ganz einfach Auto-Rassisten.

    Sie hassen ihr eigenes Volk, die deutsche Kultur, die europäische Kultur, Deutsche aber auch weiße Europäer im allgemeinen.

    Oder wie der ehemalige Linke Manfred Kleine Hartlage es formuliert:


    >>Der einzig verbliebene Inhalt linker Politik ist der Kampf gegen das Eigene. Dieselben Leute, die kein gutes Haar an der Kirche lassen können, finden am Islam nichts auszusetzen. Dieselben Leute, die es für “rassistisch und menschenverachtend” halten, die europäische Kultur bewahren zu wollen, setzen sich für den Bau von Moscheen ein, damit die islamische Kultur der Einwanderer bewahrt bleibt. Dieselben Leute, die Ausländerfeindlichkeit für eine Todsünde halten, sehen weg, wenn Deutsche Opfer rassistisch motivierter Übergriffe werden, und das Tag für Tag.

    ...

    Was sagt er uns, wenn er den Nationalismus von Türken, Arabern, Kurden gutheißt oder entschuldigt? Er sagt uns, dass er ganz genau weiß, wie wichtig nationale Zugehörigkeit ist. Nur wir sollen eine solche nicht haben.<<

    http://kreidfeuer.wordpress.com/2012/04/04/manfred-linke-ideologie-der-kampf-gegen-das-eigene/

  • @ zombie1969

    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen.

    Sämtliche islamisch dominierten Länder haben große gesellschaftliche und wirtschaftliche Defizite - trotz teilweise irrer Summen an Petro-Dollars.

    Wissenschaftliche Forschung, technische Innovationen, freies Geistesleben und freier Austausch von Ideen in allen gesellschaftlichen Bereichen - im Islam/Scharia-System wird das alles blockiert. Die total bevormundeten und autoritär geführten Menschen können keine Kreativität entfalten.

    "Angst essen Seele auf" - und die Scharia verbreitet Angst.

  • Also eines verstehe ich auch nicht:
    Einerseits werden hierzulande Abtreibungsgegner unter der Knute des Grünen Diktats diffamiert, andererseits sollen wir aber unter der Knute des gleichen Grünen Diktats den Geburtenüberschuss diser Kultur, die sich vehement Verhütung und Abtreibung verschließt, hier willkommen heißen.

  • Laut Buschkowsky gibt es in Muslimischen Vierteln in Berlin ein eigenes Rechtssystem,die Scharia da man nicht so gern zu Deutschen Gerichten geht. Auch an Deutschen Gerichten,wird
    nach der Scharia wie schon von mir gesagt geurteilt. Auch gab es schon eine Äusserung von einem Richter, der einen Messermord milder beurteilte, weil das Messer zur Türkischen Kultur gehört. Da fasst man sich an den Kopf und fragt sich was kommt noch? Gibt es bald zwei Gerichtsplätze in Deutschland ein Scharia-Gericht und ein Deutsches Gericht. Als halber Islamstaat..laut Wulff haben die Muslime alle Rechte ihr Rechtssystem und ihre Kultur hier auszuleben und selbst dann, wenn unsere Kultur überdeckt wird. Das die " späteren Opfer" fleissig mithelfen diese Kultur nach vorne zu bringen, kann man nicht richtig beschreiben um eine Zenzur zu entgehen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote