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Studie Nord gegen Süd: Europa bewertet den Einfluss der Digitalisierung gespalten

Verbessert die Digitalisierung den Lebensalltag? Europa zeigt sich in dieser Frage uneins. Dabei zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Kompetenz und Optimismus.
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Die Schweden und die Dänen blicken am optimistischsten auf die Digitalisierung. Quelle: dpa
Roboter-Begegnung

Die Schweden und die Dänen blicken am optimistischsten auf die Digitalisierung.

(Foto: dpa)

Berlin Beim Blick auf die Digitalisierung ist Europa gespalten. Das zeigt die neue Vergleichsstudie „Technikradar“, die das Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) und der Körber-Stiftung erstellt hat. Für die Studie wurden die Ergebnisse einer eigenen repräsentativen Umfrage mit europäischen Umfragen verglichen.

Dabei lässt sich feststellen: Die Schweden und die Dänen blicken wesentlich optimistischer auf die Digitalisierung als Befragte anderer Staaten. 76 Prozent der Schweden erwarten einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die eigene Lebensqualität.

Von den befragten Deutschen hingegen glauben etwas über die Hälfte (54 Prozent) an einen positiven Einfluss der Digitalisierung auf die Gesellschaft. 63 Prozent sehen einen positiven Einfluss auf die eigene Lebensqualität. Damit liegt Deutschland auch unter dem europäischen Durchschnitt, der bei beiden Werten zwischen 64 und 67 Prozent liegt.

Optimistischer zeigen sich die Umfrageteilnehmer aus Deutschland mit Blick auf die eigene Wirtschaft. 82 Prozent gaben an, dass sie mit einem positiven Einfluss der Digitalisierung auf die Wirtschaft rechnen – europaweit glauben das nur 75 Prozent. Mit 62 Prozent liegt der Wert in Frankreich besonders niedrig.

Kompetenz und Optimismus hängen zusammen

Die Forscher stellten einen Zusammenhang zwischen der digitalen Kompetenz der Umfrageteilnehmer und dem Optimismus, mit dem sie der Digitalisierung begegnen, fest. „So haben Dänen, Schweden und Niederländer, die ihre digitale Kompetenz überdurchschnittlich gut bewerten, auch überdurchschnittlich positive Erwartungen an die Digitalisierung“, heißt es in der Studie.

„Die Deutschen haben nur durchschnittliches Vertrauen in die eigene Kompetenz, und auch ihr Optimismus liegt im europäischen Mittelfeld.“ Eine wichtige Rolle bei der Bewertung von digitalen Geräten und Dienstleistungen spiele auch, ob die Erwartungen an die Regulierung, zum Beispiel an den Schutz von Daten, erfüllt werden.

Angst, dass ihnen Roboter und Künstliche Intelligenz die Arbeit wegnähmen, haben vor allem die Südeuropäer. In Portugal und Spanien befürchten 93 Prozent beziehungsweise 90 Prozent der Befragten einen Verlust von Arbeitsplätzen, in Griechenland 88 Prozent.

Von den befragten Deutschen rechnen 74 Prozent mit Arbeitsplatzverlusten in Folge der Digitalisierung. Am wenigsten sorgen sich Niederländer und die Dänen darum. Von ihnen sehen nur jeweils rund die Hälfte der Bevölkerung diese Gefahr.

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