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Studie zur Alterssicherung So viel höher ist der Rentenanspruch von Beamten im Vergleich zu Angestellten

Eine Untersuchung bestätigt, dass Beamte im Alter deutlich besser versorgt sind als Angestellte. Die SPD will deshalb die betriebliche Altersvorsorge stärken.
11 Kommentare
Studie: So viel mehr Geld erhalten Beamte im Alter Quelle: dpa
Geldscheine

Die Rentenansprüche von Beamten sind deutlich höher als die von Angestellten.

(Foto: dpa)

BerlinDer Blick in die soziale Wirklichkeit bestätigt alte Vorurteile, was die privilegierte Stellung von Beamten und Freiberuflern in der deutschen Altersversorgung betrifft. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag des Arbeitsministeriums und der Rentenversicherung erstellten repräsentativen Erhebung. Demnach sind Beamte im Alter deutlich besser versorgt als Angestellte.

Einige der zentralen Ergebnisse: Beamtinnen verfügen aktuell in Westdeutschland mit Anfang/Mitte 40 bereits über einen durchschnittlichen Versorgungsanspruch von mehr als 1.000 Euro im Monat. Die männlichen Beamten dieser Altersgruppe haben sich sogar bereits über 1.200 Euro „erdient“.

Dagegen sieht es bei den Angestellten, die 2016 zwischen 40 bis 44 Jahre alt waren, noch ziemlich mau aus. Frauen dieser Altersgruppe kommen auf einen mit Beiträgen erworbenem Rentenanspruch von nur 480 Euro, Männer auf 520 Euro im Monat. Dabei haben sie nicht selten bereits 25 Jahre Berufsleben hinter sich.

Die Angestellten in der Altersgruppe 55 bis 59 blicken zwar immerhin auf eine Rentenanwartschaft von 730 bzw. 1.000 Euro. Doch bei den Beamten im gleichen Alter sind es 2.120 bzw. über 2.200 Euro – also deutlich mehr als doppelt so viel.

Dabei fallen die Unterschiede zwischen Beamtenversorgung und Rentenansprüchen in Ostdeutschland noch drastischer aus: Die befragten Männer mit Beamtenstatus kommen hier im Alter 55 bis 59 auf einen Pensionsanspruch von durchschnittlich 2.500 Euro. Angestellte hingegen haben wenige Jahre vor ihrem Rentenbeginn nur durchschnittlich 952 Euro Rentenanspruch. Allerdings war hier die Zahl der erfolgreich befragten Beamten zu gering, um ein repräsentatives Bild der Verhältnisse zu gewinnen.

Freiberufler sind fast gleichauf mit den Beamten

Vergleichbar gut wie Beamte sind allein die Erwerbstätigen aufgestellt, die wie Ärzte, Anwälte und Ingenieure in einem eigenständigen berufsständischen Versorgungswerk versichert sind.

Hier kommen die Frauen im Alter von Anfang bis Mitte 40 in Westdeutschland auf Versorgungsansprüche von 821 Euro. In der Altersgruppe 55 bis 59 sind es bereits fast 1.500 Euro. Und auch hier haben die Männer ähnlich wie bei den Beamten mit Ende 50 deutlich höhere Ansprüche als die Frauen.

Die Männer der Altersgruppe 40 bis 44 liegen noch mit 890 Euro erarbeiteter Anwartschaft im Durchschnitt recht nahe bei den Frauen (821 Euro). Doch die Männer haben mit Ende 50 ihre Kolleginnen weit hinter sich gelassen – mit einem durchschnittlichen Versorgungsanspruch von 2.200 Euro im Monat.

Grund dafür ist vor allem, dass ihre Berufskarriere meist stetiger und oft steiler verläuft als die der Frauen.

Warum Pensionen höher sein dürfen als Renten

Rentenexperten der Parteien warnen angesichts der Daten aber vor falschen Neiddebatten in Richtung Beamte. Am besten beenden ließen die sich aber durch eine Rentenversicherung für alle, sind sich zumindest Grüne und Linke einig.

Die Studienautoren weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass sich die Beamtenversorgung in ihrem Design grundsätzlich von der gesetzlichen Rente unterscheidet und gewisse Unterschiede daher auch gerechtfertigt sind.

Denn während die Rente für die Angestellten nur ein Bestandteil eines „Drei-Säulenmodells“ aus gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersversorgung und privater Vorsorge sei, handele es sich bei der Beamtenversorgung um ein sogenanntes bifunktionales System. Die Betriebsrente sei hier quasi inklusive. Dies gilt ähnlich für berufsständische Versorgungswerke.

Doch auch wenn man die Betriebsrenten berücksichtigt, bleiben Beamte deutlich im Vorteil: Der durchschnittliche Betriebsrentenanspruch der 55 bis 59 Jahre alten Angestellten liegt bei 240 bzw. 413 Euro (Männer) im Monat. Über ein Viertel hat aber auch mit 59 noch keinerlei Zusatzversorgungsansprüche, muss also im Alter alleine mit der Rente zu Recht kommen.

Politiker nehmen Beamte in Schutz

Der große Abstand zwischen Beamten und Angestellten erklärt sich laut Studie allerdings auch daraus, dass Beamte im Durchschnitt eine höhere Qualifikation haben, also besser bezahlt werden, und über eine stetigere Erwerbsbiografie als Angestellte verfügen. Beamte können zum Beispiel nicht arbeitslos werden. Den Sachverhalt unterstützt die Studie: Lücken im Erwerbsverlauf gelten als wichtige Ursache für im Durchschnitt niedrigere Rentenansprüche.

Von solchen Problemen sind – ähnlich wie die Beamten – die Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke ebenfalls nicht betroffen. Sie zählen in der Regel zu den Besserverdienern und haben geschlossene Berufskarrieren. Zudem verfügen alle über einen akademischen Abschluss.

„Das Alimentationsprinzip des Grundgesetzes garantiert Beamten eine lebenslange Besoldung ja nicht ohne Gegenleistung. Beamte sind ihrem Dienstherrn zu besonderer Treue verpflichtet. Sie dürfen zum Beispiel nicht streiken“, argumentiert Markus Kurth von den Grünen . Dies rechtfertige auch eine höhere Versorgung im Alter.
„Der beste Weg, dieser Neiddebatte für immer die Grundlage zu entziehen, wäre allerdings die Rentenversicherung zur Bürgerversicherung auszubauen, in die dann auch Beamte und Bundestagsabgeordnete einzahlen müssten“, schlägt der Rentenexperte der Grünen im Gespräch mit dem Handelsblatt vor.

Neben der Rente würden Beamte und Abgeordnete nach dem Modell der Grünen eine Zusatzversorgung erhalten, wie sie auch Angestellte im öffentlichen Dienst bekommen. „Über deren konkrete Höhe würde dann allerdings wohl auch politisch erst einmal gestritten werden müssen“, fügt Kurth hinzu.

Die Reformvorstellungen der Grünen sind damit nicht weit von den Forderungen der Linken entfernt. „Im gegenwärtigen Alterssicherungssystem hätte kein Rentner auch nur einen Euro mehr Rente, wenn man Beamtenpensionen absenken würde“, warnt auch Matthias W. Birkwald vor falschen Neiddebatten.

Vorbild Österreich

Die Linke plädiert für eine Erwerbstätigenversicherung nach österreichischen Vorbild, in die Beamte, Selbstständige, Freiberufler und Politiker einzahlen. „Konsequent wäre es dann aber auch, die Beitragsbemessungsgrenze von heute 6.700 Euro (West) schrittweise drastisch anzuheben, sie langfristig abzuschaffen und Rentenansprüche über dem Doppelten der Standardrente – zurzeit sind das 2.883 Euro im Monat – abzuflachen,“ erläutert Birkwald.

In Österreich hätten zumindest die rentenversicherten Männer so viel Pension wie in Deutschland die Beamten. „Das sollte unser Ziel sein. Ein richtiger Schritt dahin wäre, das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent anzuheben", fügt Birkwald hinzu.

Beim Thema Rentenniveau macht die SPD für sich geltend, dass auf ihren Druck hin das aktuelle Rentenniveau immerhin schon einmal für mehrere Jahre bei den heute erreichten 48 Prozent festgeschrieben worden sei. Daneben gelte es, die Betriebsrente auszubauen, zur Not mit Zwang, wagt sich Rentenexperte Ralf Kapschack aus der Deckung.

„Wir haben die Möglichkeiten, betriebliche Altersversorgung (BAV) über Tarifverträge zu organisieren, in der vergangenen Legislaturperiode deutlich verbessert. Gerade Geringverdiener könnten davon profitieren.“ Leider werde das Angebot bisher nicht genutzt. Noch immer böten zu wenige Unternehmen, gerade kleine und mittlere, ihren Beschäftigten eine betriebliche Altersversorgung an. „Wenn sich die Unternehmen nicht freiwillig stärker engagieren, werden wir sie dazu verpflichten müssen,“ so Kapschack.

Der Rentenexperte der Grünen, Markus Kurth, hält ein gesetzliches Angebotsobligatorium für erforderlich, um die Verbreitung der BAV zu fördern. Jeder Arbeitgeber muss danach eine Betriebsrente anbieten, in der die Mitarbeiter automatisch abgesichert sind, wenn sie nicht widersprechen. Eine solche Forderung findet sich bereits in einem gemeinsamen Positionspapier des Wirtschaftsflügels und des Arbeitnehmerflügels der Union aus dem Jahr 2016.

Gesetzlich möglich ist ein solches Obligatorium aber bislang nur im Rahmen des Sozialpartnermodells, dann nämlich, wenn die Tarifvertragsparteien es vereinbaren. Bisher machen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände aber nicht von dem seit 1.1.2018 bestehenden Angebot Gebrauch.

Für die repräsentative Erhebung wurden 10.000 Erwerbstätige der Geburtsjahrgänge 1957 bis 1976 im Jahr 2016 befragt. Außerdem wurden, soweit vorhanden, ihre Rentenkonten ausgewertet.

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11 Kommentare zu "Studie zur Alterssicherung: So viel höher ist der Rentenanspruch von Beamten im Vergleich zu Angestellten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zitat "Angestellte in der Altersgruppe 55 bis 59 blicken zwar immerhin auf eine Rentenanwartschaft von 730 bzw. 1.000 Euro" Zitatende. Exakt der Grund warum nicht wenige sich entscheiden ein Leben lang "rumzuharzen" und überhaupt nichts zu arbeiten - zu keinem Zeitpunkt also jemals eigenerwerbstätig etwas zu tun. Denn wer nach einem 47 jährigen Erwerbsleben lediglich die sichere Altersarmut erworben hat und eine Bruttorente von 1000 Euro hat (abzglüglich dann noch GKV-Beitrag), hat exakt das selbe Versorgungsniveau wie sein Lifetime-Harz-Pendant mit seinen ca. 830 Euro an Grundsicherung. Bleibt spannend, hier endlich einschneidende Maßnahme ergriffen werden. GRV Rentensystem ist so jedenfalls dauerhaft nicht zielführend. Wie es geht zeigen Luxemburg, Österreich, Niederlande, Belgien, Dänemark, Norwegen, ...ach was-fast alle Länder sind gemaß OECD Analyse besser als wir. Danke für permantes Unterlassen liebe Politik!

  • Teil 1

    Ich bin noch unentschieden, was an diesem Artikel eigentlich am bemerkenswertesten ist. Ist es derUmstand, dass für eine Tatsache, die man mit selbst geringen Kenntnissen im Arbeits-, Tarif- und Beamtenrecht nach- und beweisen kann ein Studie im Auftrage des Arbeitministeriums (bezahlt mit unseren Steuergeldern) notwendig ist? Ist es die Feststellung, dass ich beim letzten Mal offensichtlich falsch gewählt habe, weil ein Renten"experte" der Grünen tatsächlich Äpfel mit Birnen vergleicht. Oder erstaunt mich, dass hier wieder einmal zahlreiche kommentierende Beamte negieren, was zum finaziellen Allgemeinwissen gehört. Zum Hintergrund, als Universitätsabsolvent, ehemals beschäftigt als Angestellter im öffentlichen Dienst und verheiratet mit einer Universitätsabsolventin, ehemals beschäftigt als Beamtin im öffentlichen Dienst, sind die Privilegien in Bezug auf Versorgung und Krankenversicherung leicht zu verdeutlichen.

    Zunächst zum gerne vorgebrachten Argument der angeblich so teuren privaten Krankenversicherung der Beamten. Wenn man vergleicht, dann auch bitte richtig, denn die veröffentlichten Renten sind immer brutto, d.h., der Beitrag in Höhe des hälftigen Krankenversicherungsatzes ist hierauf zu entrichten, zuzüglich des vollen Krankenversicherungssatzes auf Betriebsrenten. Dadurch realtiviert sich die angeblich so günstige Krankenversicherung der Rentner bereits deutlich. Allerdings hinkt dieser Vergleich zu Lasten der Rentner. Um eine gleichwertige Absicherung zu erhalten (Chefarztbehandlung, 2-Bett-Zimmer, Zahnersatz) müsste ein gesetzlich versicherter Rentner eine private Krankenzusatzversicherung abschließen und in voller Höhe selbst bezahlen.

  • Dem Kommentar von Herrn Herr René Helbig kann ich mich nur anschließen. Selten wird die Seite des monatlichen Beitrags zur PKV beleuchtet. Die Leute lassen diese bei ihren Vergleichen meist weg. Diese Prämie hat ein Beamter eben von seiner Nettopension zu entrichten. Dabei bleibt die Höhe der Prämie anfangs zur PKV gleich, während ja die ausgezahlte Nettopension mit Eintritt in den Ruhestand drastisch sinkt. Danach steigt die Prämie zur PKV von Jahr zu Jahr natürlich im Alter noch stetig an. Ich bezahle derzeit 630,- /monatlich. Diese Summe muss man also bei diesen Gegenüberstellungen berücksichtigen. Dabei will ich diesen, meinen Beitrag nicht als "Klagelied" verstanden wissen. Gerne war ich Beamter, mit allen seinen Vorteilen und aber auch Nachteilen. Man muss eben wissen was man will, dies vor dem Eintritt in den Ruhestand.

  • Wer Äpfel mit Birnen vergleicht, kommt zu einem solchen Ergebnis.
    Ein objektiver Vergleich setzt voraus, dass man gleiche Qualifikationen und Entwicklungen/Laufbahnen wählt.
    Natürlich bekommt ein Beamter im höheren Dienst, z. B. der Leiter eines Straßenbauamtes (Dipl.-Ing (TU) eine höhere Pension als ein Facharbeiter, der in der Textilindustrie gearbeitet hat. Umgekehrt ist die Rente eines Angestellten in einer mittleren Managementebene in der Industrie höher als die Pension eines Polizisten im mitteleren Dienst.

  • Ich bin Beamter der 3. Qualifikationsebene (QE). Dazu ist ein Studium notwendig. Also verdiene ich aufgrund meiner Qualifiaktion eine bestimmte Besoldung, die höher liegt, als diejenige von Arbeitstätigen mit Lehrberufen. Das ist aber auch in der Wirtschaft so. Hinzu kommt, dass ich zwar nicht kündbar bin und somit permanent Geld verdiene. Es ist aber auch so, dass eine vergleichbare Stelle in der Privatwirtschaft im Schnitt doppelt so hoch vergütet wird, wie es die Beamtenbesoldung zulässt. Ich tausch also Sicherheit für meine Familie gegen hohe Verdienstmöglichkeiten ein.
    Was auch gerne außen vorgelassen wird: Ja, ich werde eine höhere Pension erhalten. Und davon darf ich dann bis zu 800€ pro Monat vom "Netto" abziehen und meine verpflichtende Private Krankenkasse zahlen.
    Auch wenn bereits jetzt gerne nur der Nettoverdienst angesehen wird, welcher höher liegt, als bei Tarifbeschäftigten gleicher Eingruppierung oder vergleichbarer Tätigkeit in der Privatwirtschaft: Ich muss vom Netto noch mehrere hundert Euro für die PKV zahlen. Und schon sind 400€ mehr Netto wieder weg und der Verdienst unter dem Strich der selbe.
    Auch ist es nicht richtig, dass die Pension (Komunalbeamte) nur auf die Bezüger der letzten drei Dienstjahre und deren Eingruppierung bezogen wird, wie u.g. Wenn ich Teilzeit arbeite, dann schmälert dies meine Pension. Wenn ich nur 20 statt 40 Jahre im öffentlichen Dienst tätig bin, so schmälert das die Pension, da es auch hier ein Rechenmodell für diese Faktoren gibt. Habe ich in dieser Zeit keine Rente in der Privatwirtschaft erarbeitet, dann fehlt mir dies genauso, wie Personen, welche Arbeitslos waren.
    Es werden leider immer Äpfel und Birnen verglichen und nie alle Fakten benannt. Vergleicht man Beamte entsprechend ihrer Qualifizierung mit Äquivalenten der Privatwirtschaft, so sind Beamte rein finanziell im Nachteil.

  • Im Artikel werden Zahlen miteinander verglichen, die überhaupt nicht zusammen passen. Wenn man der Idee zustimmt, dass die Rentenansprüche irgendwie davon abhängig sein sollten, wie viel während des Arbeitslebens verdient (geleistet?) wurde, dann muss man die Ansprüche derer vergleichen, die auch in ihrem Arbeitsleben gleich viel verdient haben.
    In diesem Bereicht werden aber alle Angestellten mit allen Beamten verglichen, wohlwissend, dass die durchschnittlichen Beamten eher höher qualifiziert sind, als die durchschnittlichen Angestellten. Diese Zahlen dann miteinander zu vergleichen ist also kompletter Murks.
    Für einen vernünftigen Vergleich müsste man die Gruppe der Angestellten herausnehmen, die im Schnitt ungefähr so qualifiziert sind, wie der Schnitt der Beamten.

  • Noch im Mai 2018 hieß es noch: "Die Betriebsrenten sind nicht sicher - Finanzaufsicht BaFin schlägt Alarm". Wenn ein Politiker eine betriebliche Zwangsrente einführen möchte, geht es vermutlich nur darum, die Pensionskassen zu retten. Wenn jemand also monatlich über den Arbeitgeber 150,00 Euro vom Bruttolohn spart, werden für 150,00 Euro natürlich auch keine REntenbeiträge abgeführt, was die zukünftrige Rente schmälert. Da kann man doch gleich die Riester- und Rürup-Renten besser fördern, bei denen die Beiträge ja vom Nettolohn abgeführt werden. Mein Riester-Banksparplan ist z.B. nicht davon abgängig, wo ich arbeite und wann ich arbeite. Man kann auch als Arbeitsloser noch geringe Beiträge einzahlen. Ein Banksparplan ist ohnehin die flexibelste Sparform, die es gibt. Man entscheidet erst kurz vor Rentenbeginn, wie das Geld verwendet werden soll. Warum also immer "neue" Systeme erfinden, anstatt bestehende Systeme zu verbessern. Als ob die Deutschen unmündige "Staatsgläubige" wären. und nicht wissen, was sie brauchen. Meine private, ambulante Zusatz-KV besteht schon seit 1989. Und ab und zu etwas Gold kaufen, ist auch nicht verkehrt.

  • Würde die SPD, wie auch alle anderen Parteien, die Basiskontakte vernünftig pflegen, hätte es einer solchen Studie überhaupt nicht bedurft.
    Die Basis kennt und weiß dies seit Jahren. Aber genau so lange wird für d. "normalen Mitarbeiter" nur etwas versprochen das niemals umgesetzt wurde.
    Also, alles ein alter Hut.
    @ H. Kiss
    Vollkommen zutreffend. Die Betriebsrente für ALLE. Eine Lachnummer, mehr nicht:
    Aber da kennt sich ja die SPD bestens aus. Spätestens seit H. Schröder. - BASTA -

  • Beamte und Freiberufler haben eine höhere Rente? Freiberufler bekommen genau das, was sie selbst für das Alter vorsorgen! Und diese Vorsorge geschieht zum größten Teil von versteuertem Geld, denn die Mini-Freibeträge sind meist schon mit der Krankenversicherung mehr als ausgeschöpft!
    Wir haben in Deutschland drei Rentensysteme, aufsteigend sortiert nach der Höhe der Bezüge:
    - Arbeiter und Angestellte
    - Beamte
    - Abgeordnete
    Sachlich sehe ich keine Grund, warum nicht *alle* in die gesetzliche Rente einzahlen, für die Luxusversorgung der Beamten und Abgeordneten gibt es keine Rechtfertigung.
    Aber bevor sich in diesem Lande was bewegt wird Nordkorea eher demokratisch....

  • Wenn die SPD davon redet, die betriebliche Alterversorgung zu stärken, dann heißt das doch wieder nur, daß die Betriebe (insbesondere der Mittelstand) zum wiederholten Male für staatliches Versäumnis zur Kasse gebeten werden sollen.

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