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Studie Zwei Drittel der Gymnasiallehrer klagen über hohe Belastung

Die Mehrheit der Lehrer an Gymnasien fühlt sich stark unter Druck: Drei von vier Lehrkräften vermissen Ruhezonen in der Schule, vier von zehn schlafen schlecht.
09.03.2020 - 14:52 Uhr Kommentieren
Neun von zehn Lehrern beschreiben das zu hohe Arbeitspensum als besonders belastend. Quelle: dpa
Unterricht am Gymnasium

Neun von zehn Lehrern beschreiben das zu hohe Arbeitspensum als besonders belastend.

(Foto: dpa)

Berlin Die meisten Gymnasiallehrer empfinden ihren Job als anstrengend: Knapp zwei Drittel bezeichnen ihre Belastung als hoch oder sehr hoch. Das ergab eine Studie der Uni Rostock und der Krankenkasse DAK für den Philologenverband. Teilgenommen haben 16.000 von insgesamt 176.000 Gymnasiallehrern. Der Studie zufolge vermissen drei Viertel der Lehrkräfte Ruhezonen in Schulen – jede Zweite leide unter dem hohen Lärmpegel in Klassenzimmern.

„Lehrer benötigen einen modernen Arbeits- und Gesundheitsschutz, weil sie hohe Anforderungen zu bewältigen haben und einen erheblichen Beitrag zum gesellschaftlichen Gemeinwohl leisten“, fordert Studienleiterin Reingard Seibt.  „Wir müssen das Thema Lehrergesundheit in den Fokus der Öffentlichkeit rücken“, sagt DAK-Chef Andreas Storm. Der Vorstandschef der drittgrößten gesetzlichen Krankenkasse fordert eine Sondersitzung der Kultus- und Gesundheitsminister aller Bundesländer – einen  „Gesundheitsgipfel Schule“.

Fast die Hälfte der Gymnasiallehrer wünscht weniger Unterrichtsstunden pro Woche. Ein Drittel hätte gerne weniger Schüler pro Klasse. Besonders frappierend: 95 Prozent der Lehrkräfte empfinden die Leistungsunterschiede zwischen Schülern als belastend. Außerdem kritisiert jeder Zweite den Lärmpegel und verhaltensauffällige Schüler. „Neun von zehn Lehrern beschreiben das zu hohe Arbeitspensum als besonders belastend“, sagt die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Susanne Lin-Klitzing.

Wie hoch das Arbeitspensum ist, zeigt die Auswertung einer regional abgegrenzten Teilstichprobe: Demnach zeigten sich neben den Kernarbeitszeiten insgesamt lange Arbeitstage und nicht selten eine Sieben-Tage-Woche. Häufig gelinge keine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit, wodurch es für die Betroffenen schwer sei, sich am Feierabend und am Wochenende effektiv zu erholen.

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    Trotz der bestehenden hohen Belastung seien drei Viertel der Befragten mit ihrem Beruf sehr zufrieden oder zumindest zufrieden, so Lin-Klitzing. Als Grund nennen 45 Prozent die Arbeit mit den Schülern und fast ebenso viele die flexible Zeiteinteilung. Auch die Autonomie im Unterricht und die Zusammenarbeit mit den Kollegen sorgten für Zufriedenheit.  

    Mehr: Bis 2025 fehlen mehr als 14.000 Lehrer. Allein an Grundschulen wird jede vierte Stelle unbesetzt bleiben.


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