Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Stundensatz für Haushaltshilfen Mindestlohn-Chaos bei den Krankenkassen

Seite 3 von 4:
Verband der Ersatzkassen vermeidet verbindliche Festlegung

Ähnlich argumentiert die Kaufmännische Krankenkasse (KKH). Bei Personen, die die Haushaltshilfe „nicht gewerbsmäßig durchführen, also nicht zu beruflichen Zwecken, sondern als Helfer in der Not als Nachbarn, Bekannte oder Freunde einspringen und im Haushalt und bei der Kinderbetreuung helfen“, gelte ein Stundensatz in Höhe von 5,25 Euro „als Anerkennung als angemessen, weil es sich um kein Beschäftigungsverhältnis handelt“, erklärte eine Sprecherin.

Auch die Techniker Krankenkassen, die einen Erstattungssatz von 5,25 Euro pro Stunde für privat organisierte Haushaltshilfe gewährt, macht deutlich: „Greifen die Versicherten auf einen professionellen Pflegedienst zurück, gelten für diesen deutlich höhere vertraglich vereinbarte Sätze.“ Bei den Kostensätzen für privat organisierte Haushaltshilfe handele es sich dagegen um eine „Aufwandsentschädigung für Menschen aus dem persönlichen Umfeld (…) und nicht um eine gewerbsmäßige Beschäftigung“. Gleichwohl würden den Betroffenen etwaige zusätzliche Mehrkosten, wie Reisekosten oder Lohnausfall, über die besagten Sätze hinaus erstattet.

Im Übrigen verweist die TK auf den Verband der Ersatzkassen, der im Auftrag aller Ersatzkassen „ganz generell“ die Frage kläre, ob der gesetzliche Mindestlohn auch bei privat organisierten Haushaltshilfen anzuwenden sei. Die DAK weist gar darauf hin, dass das Thema „gemeinsam von allen Ersatzkassen vertraglich über unseren Spitzenverband geregelt wird“, weshalb dort der aktuelle Stand erfragt werden müsste.

Der Verband will aber keine konkrete Kostengröße nennen, weil Erstattungsbeträge ohnehin im „eigenen Ermessen“ der Kassen lägen. Allerdings lässt die Sprecherin auf andere Weise durchblicken, wie man zur Honorierung von privat organisierten Haushaltshilfen steht.

Linke: Bundesregierung muss Mindestlohn durchsetzen
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Stundensatz für Haushaltshilfen - Mindestlohn-Chaos bei den Krankenkassen

2 Kommentare zu "Stundensatz für Haushaltshilfen: Mindestlohn-Chaos bei den Krankenkassen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die GKV solte die Haushaltshilfe nicht mehr bezahlten, sondern der Patient aus eigener Tasche, wie sich das gehört. Schließlich ist der Haushalt keine Krankheit. Dann hat sich das Thema erledigt.

  • Droht den Verbandsvertretern und den anderen Weigerern denn keine Haftstrafe?

    Das sind wirkliche miese Zuständen in den Krankenkassen. Die Ärzte haben kein Geld, die Patienten haben keines und die, die helfen auch nicht. Wo sind meine Beiträge? Nicht das das nachher noch daran liegt, dass in den Versicherungen die höchsten Löhne gezahlt werden. Das wäre aus meiner Sicht Mißbrauch. Wer beutet denn hier in Deutschland sogar noch kranke Menschen aus, die nichts haben außer Schmerzen.

    Manche zeigen auf dritte Welt Länder und sagen, die hätten noch weniger als wir hierzulande. Hoffentlichlich sind das nicht die gleichen, die sogar hilflose Menschen ausbeuten. Da muss was passiert sein. Entfremdung überall: in den Banken an der Börse bei Lebensmitteln und Erwachsenen, die, auf kleine Jungs oder Mädchen stehen. Dann kommt noch die erschreckend hohe Zahl an Singles in Deutschland dazu. Was ist das nur für ein Land.

    Der Jude und der Türke sind es diesmal übrigens nicht. Würd' gern mal die Phänotypen sehen, die für diese epochale Sozialpleite verantwortlich sind.

Serviceangebote