Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Stuttgart 21 Kretschmann akzeptiert Stresstest-Ergebnis

Der grüne Ministerpräsident arrangiert sich mit dem Ergebnis des Tests - auch wenn es ihm nicht gelegen kommt.
22.07.2011 - 17:05 Uhr 1 Kommentar
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Quelle: dpa

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

(Foto: dpa)

Stuttgart Die rot-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg akzeptiert das Gutachten zum Stresstest für Stuttgart 21, streitet aber weiter über den Sinn des Milliarden-Bahnprojekts. Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte am Freitag trotz der grundsätzlichen Einigung mit der SPD keinen Hehl daraus, dass aus Sicht der Grünen das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Tiefbahnhof nicht stimmt. „In quantitativer Hinsicht ist der Stresstest bestanden, in qualitativer unserer Ansicht nach nicht“, sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart.

Finanzminister Nils Schmid (SPD) sagte dagegen, die SPD sei mit der festgestellten „wirtschaftlich optimale Betriebsqualität“ zufrieden. Die Grünen fordern jedoch „Premium-Qualität“. „Das kann man wohl von einem modernen Bahnhof, der soviel kostet, erwarten“, sagte der Regierungschef. Die Kunden erwarteten viel weniger verspätete Züge.

Aus Sicht von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) ist Stuttgart 21 beim Stresstest sogar durchgefallen. Dennoch wollen Grüne und SPD nun die Weichen für den für Herbst geplanten Volksentscheid stellen.

Dass die Projektgegner das Bahnvorhaben mit Hilfe des Plebiszits noch kippen können, gilt als unwahrscheinlich. Da das Quorum für das Referendum bei 33 Prozent liegt, müssten sich nicht nur die Mehrheit der Teilnehmer gegen das Projekt aussprechen, sondern es müssten auch mindestens rund 2,5 Millionen Wahlberechtigte mitmachen. Die Grünen erreichten bei der Landtagswahl im März 1,2 Millionen Stimmen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) forderte von Grünen und Bürgern ein Ende des Widerstands. „Ich bitte die Projektgegner, jetzt nicht den schlechten Verlierer zu geben“, sagte der CSU-Politiker in Bad Staffelstein. Ramsauer warnte Kretschmann, bei Vertragsbruch drohten Schadenersatzzahlungen.

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bedauerte in Berlin, dass das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 die Präsentation des Stresstests am nächsten Dienstag boykottieren will. Selbst Kretschmann fordert das Aktionsbündnis auf, doch noch an der Präsentation teilzunehmen. „Ich sehe keine Gründe, die das rechtfertigen, dies nicht zu machen.“ Die Opposition im Landtag aus CDU und FDP geht davon aus, dass der Zeitplan für die Beratung des Ausstiegsgesetzes und die Volksabstimmung nicht zu halten ist. „Realistisch gesehen ist in diesem Jahr mit einer Verabschiedung des Gesetzes nicht zu rechnen“, sagte CDU-Fraktionschef Peter Hauk. Sein FDP-Kollege Hans-Ulrich Rülke kündigte eine Klage gegen das Gesetz an.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Stuttgart 21 - Kretschmann akzeptiert Stresstest-Ergebnis
    1 Kommentar zu "Stuttgart 21: Kretschmann akzeptiert Stresstest-Ergebnis"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • dass aus Sicht der Grünen das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Tiefbahnhof nicht stimmt.
      -------------------------------------------------
      Ja ! Das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Atomausstiegs stimmt ebenfalls nicht .
      Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der EE Abgabe ist höchst zweifelhaft !
      Das Kosten-Nutzen-Verhältnis für Solaranlagen ist schöngerechnet ........usw ...... usw....
      Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Partei der grünen ist Negativ ,extrem defizitär .

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%