Stuttgart 21 Schlichtung beginnt - live im Fernsehen

Nach monatelangen Protesten gegen Stuttgart 21 wollen Gegner und Befürworter des Bahnprojekts bei den Schlichtungsgesprächen an diesem Freitag erstmals über Inhalte sprechen. Die Verhandlungen im Stuttgarter Rathaus werden vom ehemaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler geleitet und im Fernsehen, im Internet und auf einer Videoleinwand übertragen. Bundesweit ist eine Mehrheit laut Umfrage gegen das Projekt.
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Heiner Geißler: Morgen beginnen die Schlichtungsgespräche Quelle: dpa

Heiner Geißler: Morgen beginnen die Schlichtungsgespräche

(Foto: dpa)

HB STUTTGART. Thema der ersten Runde: die Leistungsfähigkeit der geplanten unterirdischen Durchgangsstation anstelle des bisherigen Kopfbahnhofs. Etwa 40 bis 50 Prozent der Themen können nach Einschätzung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) objektiv beleuchtet werden. Am ersten Treffen wird der Regierungschef nach Angaben des Staatsministeriums wegen der Konzentration auf reine Fachfragen nicht teilnehmen. Voraussichtlich am 3. Dezember sollen die Schlichtungsgespräche zu Ende gehen.

Das Milliarden-Projekt Stuttgart 21 stößt inzwischen auch bundesweit auf Ablehnung. Mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) ist dafür, dass die Arbeiten am Stuttgarter Hauptbahnhof gestoppt werden. Dies ergab eine repräsentative Umfrage für das Magazin Stern. Demnach erklärten nur 33 Prozent der Bürger, die Arbeiten sollten wie geplant fortgesetzt werden; dieser Ansicht sind mehrheitlich die Wähler von Union und FDP. 14 Prozent der Befragten äußerten sich unentschieden.

Die Projektgegner tragen ihre Proteste nun auch nach Berlin. Rund 600 Demonstranten wollen am Dienstag (26. Oktober) von Stuttgart in die Bundeshauptstadt reisen und dabei unter anderem mit den Fraktionen und Abgeordneten des Bundestags sprechen. Am Nachmittag ist eine Kundgebung auf dem Potsdamer Platz geplant, am Abend ein lautstarker "Schwabenstreich".

Auch juristisch wird weiter gegen das Projekt gekämpft. Am Donnerstag reichte der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim die Klage eines Anwohners wegen fehlender Rußpartikelfilter in Baumaschinen zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht Stuttgart weiter. Der Kläger will einen Baustopp bewirken.

Der TV-Sender Phoenix überträgt das erste Schlichtungsgespräch morgen früh live ab 10 Uhr.

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