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Stuttgart-21-Streit Grüne werfen Bahnchef Kumpanei mit Merkel vor

Kaum ist der Baustopp beendet, geht der Streit um das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 mit voller Wucht weiter: Bahn-Chef Grube wirft den Grünen Volksverdummung vor. Die schlagen jetzt zurück – mit scharfen Worten.
Update: 15.06.2011 - 16:46 Uhr 24 Kommentare
Grünen-Chef Cem Oezdemir. Quelle: dapd

Grünen-Chef Cem Oezdemir.

(Foto: dapd)

Düsseldorf „Der Vorwurf der Volksverdummung könnte schnell auf Herrn Grube selbst zurückfallen“, sagte der Vorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, Handelsblatt Online. „Schließlich ignoriert die Bahn ungeniert nachgewiesene Kostenrisiken für Stuttgart 21 und will Steuergelder verbuddeln, während viele Kunden der Bahn von Zugausfällen, Verspätungen und ausfallenden Klimaanlagen betroffen sind.“ Die Bahn sei den Menschen verpflichtet und nicht etwa der Börse. „Daran sollte sich Bahnchef Grube erinnern“, sagte Özdemir.

Auch Özdemirs Parteifreund, der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann, wies den Vorwurf der Wählertäuschung zurück. „Diese Art der Kritik ist für einen Vorstandsvorsitzenden eines öffentlichen Unternehmens unangemessen. Die Bahn sollte es unterlassen, der Politik Täuschung vorzuwerfen, da sie bis heute keine Klarheit über die tatsächliche Entwicklung der Kosten für Stuttgart 21 herstellt. Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“, sagte Hermann am Mittwoch in Stuttgart. "Frühere Schätzungen musste die Bahn immer wieder nach oben korrigieren. Es kann nicht sein, dass man zwischen drei öffentlichen Partnern stur an Verträgen festhält, wenn die Kosten für ein Großprojekt ins Uferlose steigen. Für solche Fälle muss es Ausstiegsmöglichkeiten geben. Die grün-rote Koalition hat dafür das Kostenlimit von 4,5 Milliarden Euro festgeschrieben."

Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte den Grünen Wählertäuschung vorgeworfen. Der Partei, die in Baden-Württemberg den ersten grünen Regierungschef stellt, sei vor der Landtagswahl bekannt gewesen, dass sie nicht aus den vereinbarten Verträgen für den unterirdischen Stuttgarter Bahnhof herauskomme, sagte Grube am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in Hamburg. „Alles andere, was sie gemacht haben, ist Volksverdummung und ist Wählerfängerei. Man hat nicht ehrlich mit den Wählern gesprochen“, kritisierte Grube.

Özdemir sagte dazu, Grube habe offenbar ein kurzes Gedächtnis. „Er sollte sich an die Schlichtung und den dabei vereinbarten Stresstest erinnern, verbal abrüsten und sich in seiner Funktion als Bahnchef nicht wie der verlängerte Arm der schwarz-gelben Bundesregierung aufführen“, sagte der Grünen-Chef. „Während der Baustopp für die CDU-FDP-Landesregierung mit keinen Kosten verbunden war, soll Grün-Rot nun plötzlich zur Kasse gebeten werden.“

Die Bahn hatte nach zweimonatigem Baustopp am Dienstag mit Unterstützung der Polizei die Arbeiten an der Baustelle wieder aufgenommen. Das Unternehmen will am Nachmittag über die weiteren Schritte informieren. Die Bahn und die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg hatten sich Ende vergangener Woche nicht darauf einigen können, die Bauarbeiten bis Mitte Juli weiter ruhen zu lassen. Dann soll das Ergebnis des mit Hilfe des Schlichters Heiner Geißler vereinbarten Belastungstests für den Bahnhof vorgelegt werden. Damit soll simuliert werden, ob der neue Bahnhof in der Spitzenstunde 30 Prozent mehr Züge abfertigen kann als der bisherige Kopfbahnhof. Für einen Aufschub der Arbeiten hatte die Bahn 56 Millionen Euro pro Monat verlangt, die die Landesregierung nicht zahlen will.

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24 Kommentare zu "Stuttgart-21-Streit: Grüne werfen Bahnchef Kumpanei mit Merkel vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Durch Merkel können die Volksabkassierer wie Grube und
    und Deutscher Bank Chef erst groß werden
    Darum gehört die Merkel nach Korea geschickt, da kann sie den Sozialismus weiterbetreiben und Ihre Lügen
    Truppe gleich mit >>Arbeitslose 3.Mill. >>> es sind 10 Millionen! mit Hartz und andere

  • Grube ist einer der größten Proleten die Deutschland hatte, na ja er kommt ja auch von der selbstherrlichen Firma Mercedes Benz

  • grube und co mussen gehen
    jetzt hat sich grube geoutet. ihm geht es nicht um eine sachliche auseinandersetzung über die vor- und nachteile von s21-k21 sondern diffamiert die k21 befürworterinnen und setzt sich über ein vom umweltministerium baden-württemberg in auftrag gegegbenes gutachten hinweg. dieses besagt, dass das projekt s21 nicht weitergebaut werden kann, weil aufgrund der notwendigkeit doppelt soviel wasser wegzupumpen, ein neues planfeststellungsverfahren notwendig macht.
    da grube sich daran nicht hält verdient der kein
    grube und co handeln nicht verantwortlich und verdienen kein weiteres vertrauen. sie müssen gehen.

  • Die Grünen sollten lieber die Regierung auf Schadensersatz für die Bürger verklagen. Den was die an Bankrotte Länder für ein Geld verpulvern ist doch nicht normal.

  • Bingo.
    Besonders Ihr letzter Absatz.
    Das ist ja auch meine Meinung. Ich habe sie hier auch schon geäußert.
    Die Grünen und die Nazis haben enorm viel gemeinsam. Die Grünen sind nur hinterhältiger. Hitler hat wenigstens ganz offen gesagt, dass er Krieg will und Lebensraum im Osten.
    Die Grünen wollen ja liebend gerne die Deutschen ausrotten, sagen das aber eben nicht ganz so offen.
    Die Grünen sind für mich eine hochgefährliche Bande und mehr nicht
    Es wird Zeit, dass sich der Verf.-Schutz mal mit den Grünen beschäftigt.

  • Die meisten Kommentare zu de Grünen sind schlicht daneben. Wenn sie so wären, hätte sie kaum einer gewählt. Dass man im Ländle grün wählen musste, ist schon tragisch genug. Alle Stuttgarter, die ich kenne, sind gegen das Projekt. Ob das für Europa tauglich ist, ist zweitrangig, für wen bitte in Europa? Für die Minister, die sowieso nicht Bahn fahren? Für eine schrumpfende Bevölkerung? Ich sehe jeden Tag was für Blödsinn bei der Post stattfand: zig Schalter gebaut, dann kein Geld für Personal und so steht jeden Tag eine lange Schlange für einem offenen Schalter, so käme es bei Stuttgart! Für all die Befürworter sollte man deren Sparkonten in Anspruch nehmen. Das Geld wäre besser in die Bildungspolitik für unsere Kinder, dort ist es wirklich angebracht.

  • Die Aufgabe der Bahn ist es, für die breite Masse der Bevölkerung kostengünstige, zuverlässige, pünktliche Mobilität zu garantieren.

    Die Aufgabe der Bahn ist es nicht, Prestigeobjekte zu bauen.
    Die Aufgabe der Bahn ist es nicht, börsentauglich zu sein.

    Ein Manager, der sich nicht auf die wesendlichen Aufgaben seines Unternehmens konzentriert, ist fehl am Platz.

  • GRATULIERE KNACKWURST.
    Die Faulen werden belohnt, auch der dümmste schaft sein Abitur.
    Die Grünen sind ohne naterielle Sorgen aufgewachsen. Sie kennen nicht die Not der Nachkriegsgeneration. Sie sind aufgewachsen in einem Staat, in dem es angeblich alles gibt.Also: Man kann von diesem Staat ohne Eigenleistung auch alles fordern. Das Problem der Grünen ist nicht ob es etwas zu essen gibt, sondern was. Heute Trauben aus Südafrika, morgen Lachs aus Kanada. Da Leistung als unanständig gilt, wird sie herabgeschraubt, damit es jeder schafft. Deutschland auf dem Weg zur Blödenschule.

  • Die GRÜNEN
    Rote Wölfe im grünen Schafspelz.
    Bei einer Machtergreifung durch ROT-Grün erwarte ich tiefste Einschnitte in unsere Demokratie. Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird noch weiter eingeschränkt. Versammlungs-Freiheit ade! Deutschland als Industrie-und Exportland soll wirtschaftlich zurück ins vorherige Jahrhundert gehen. Die Glückseligkeit kommt nur noch aus Ökostrom und Biolebensmitteln. Das ist die grüne Mannschaft. Kretschmann, Künast, Cohn-Bendit, Roth, Ströbele, Trittin, Özdemir usw. Kretschmann, Verkäufer der
    kommunistischen Volkszeitung, ehemals Mitglied der radikalsten Politsekte KBW. Die Grünen sind Systemzerstörer, echte Gesellschaftsveränderer. Zerstörung von Familie, Ehe, Kinder als Eigentum des Staates. Begriffe wie Fleiß, Verantwortung, Leistung sind natürlich faschistisch, gehören abgeschafft. Das Ziel Blödenschule und Einschränkung der Freiheit. Jagd sie zum Teufel.

  • Nicht aus den Verträgen herauskommen?
    Obwohl so viele Dinge nicht geklärt, nicht planfestgestellt oder wie die Wasserabpumpmenge totale Fehleinschätzungen mit hohem Risiko sind?
    Solche Verträge sind sittenwidrig!

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