Subventionen Berlin bringt die E-Auto-Förderung an den Start

Es kann losgehen: Das Kabinett verabschiedet das Gesetzespaket zur Begünstigung von E-Autos. Nun subventioniert der Staat den Kauf von batteriebetriebenen Autos kräftig.

Allen Kritikpunkten zum Trotz: Gabriel beharrt auf Prämie

Allen Kritikpunkten zum Trotz: Gabriel beharrt auf Prämie

BerlinDie Bundesregierung hat den Startschuss für eine umfassende Förderung von Elektroautos in Deutschland gegeben. Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern das lange diskutierten Gesetzespaket zur Begünstigung von E-Autos. Ab Mai sollen Käufer von batteriebetriebenen Autos einen Zuschuss von 4000 Euro bekommen.

Für Hybrid-Fahrzeuge mit Elektro- und Verbrennungsmotor beträgt die Prämie 3000 Euro. Außerdem werden reine E-Autos rückwirkend zum 1. Januar für zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Insgesamt werden für das Programm 1,2 Milliarden Euro bereitgestellt, die je zur Hälfte vom Staat und von der Autoindustrie getragen werden. Ist die Summe ausgeschöpft, besteht kein Anspruch mehr auf Förderung.

„Wir starten heute unsere Ladesäulen-Offensive für Deutschland“, erklärte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Schlüssel für den Durchbruch der Elektromobilität sei eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Mögliche Standorte von Ladesäulen sind Tankstellen und Autohöfe an Hauptverkehrsachsen, Einkaufs- und Sportzentren, Carsharing-Stationen sowie Bahnhöfe, Flughäfen und Messezentren.

Diese E-Autos sind bald zu haben
Renault Twizzy
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Auch wer nicht auf Leichtkraftfahrzeuge von Kleinserienherstellern oder Zweirad-Zwitter wie den Renault Twizy umsteigen will, kann aktuell schon aus knapp einem Dutzend Elektrofahrzeugen wählen. Und das Angebot wächst.

Opel Ampera-e: Zuerst in Norwegen am Start
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Opel startet die Markteinführung des Ampera-e im Elektroauto-Vorzeigeland Norwegen. Die Auslieferungen beginnen im Frühjahr 2017, in den folgenden Monaten soll der elektrische Crossover mit 500 Kilometern Reichweite auch in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz zu haben sein. Die anderen europäischen Märkte folgen 2018.
Grund für die stufenweise Einführung sind die begrenzten Produktionskapazitäten im amerikanischen Werk Orion, Michigan, wo auch das Schwestermodell Chevrolet Bolt vom Band läuft. Zunächst werden daher die Länder mit hoher E-Auto-Nachfrage beziehungsweise wirksamer staatlicher Förderung beliefert.
Der Preis für den Ampera-e liegt in Norwegen bei 299.900 Kronen, was andeutet, dass die im Vorfeld der Markteinführung vermuteten rund 35.000 Euro nicht ganz falsch sein dürften.

Kia Soul EV
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In den bürgerlichen Fahrzeugklassen bieten sich neben den baugleichen Modellen Mitsubishi EV, Peugeot iOn und Citroën C-Zero an: Renault Zoe, Nissan Leaf, VW Up und Golf, Ford Focus, Kia Soul sowie die Mercedes B-Klasse und der BMW i3.

Mercedes B-Klasse ED
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Die Preise bewegen sich zwischen 19.390 Euro für iOn und C-Zero und annähernd 40.000 Euro für B-Klasse, Golf und i3. Die Reichweiten liegen in der Normmessung bei 150 bis 212 Kilometern. BMW bietet als einziger Hersteller einen Range Extender: einen Benzinmotor, der an Bord Strom für längere Strecken produziert.

Tesla Model 3
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Gerade läuft sich eine neue Generation von Stromern warm, die mit mehr Reichweite und niedrigeren Preisen den Durchbruch schaffen will. Vorreiter dieser neuen Welle ist das Model 3 von Tesla, das vor wenigen Wochen in Kalifornien vorgestellt wurde. In den USA 35.000 Dollar teuer und im Format etwa so groß wie ein 3er BMW, soll das erste Volumenmodell des amerikanischen Akku-Pioniers auf bis zu 350 Kilometer Reichweite kommen, verspricht Firmenchef Elon Musk

Hyundai Ioniq
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Als Dritter im Bunde bringt sich auch Hyundai in Stellung und kündigt eine rein elektrische Version des Öko-Modells Ioniq an, die noch in diesem Jahr verkauft werden soll.

BMW i3
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BMW stellt für den Sommer eine neue Batteriegeneration im i3 in Aussicht und verspricht mit dann 33 kWh Kapazität eine um 50 Prozent vergrößerte Reichweite. Auf dem Prüfstand soll sie von 190 auf 300 und im Alltag auf immerhin mehr als 200 Kilometer steigen, teilt der Hersteller mit.

Dem Gesetzesplänen zufolge bleiben E-Autos mit einem Listenpreis von mehr als 60.000 Euro außen vor. Außerdem zahlt der Staat nur, wenn der Hersteller die zweite Hälfte der Prämie aus seiner eigenen Kasse bezahlt. Ergänzt wird das Förderpaket durch den Ausbau von Strom-Ladestationen, was sich der Bund rund 300 Millionen Euro kosten lassen will. Ihren eigenen Fuhrpark will die Bundesregierung zu 20 Prozent mit E-Autos bestücken.

Die Kaufprämie und die anderen Fördermaßnahmen sollen dafür sorgen, dass die Zahl der E- und Hybrid-Autos von derzeit unter 50.000 auf über 500.000 steigt. Mittelfristig sollen es eine Million sein. Das Förderpaket der Bundesregierung muss noch von Bundestag und -rat beraten und verabschiedet werden.

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