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Subventionen für Solarspeicher „Ein Förderprogramm für Überzeugungstäter“

Anfang Mai startet ein Speicherprogramm für Solaranlagen. 25 Millionen Euro kommen für dieses Jahr in den Topf. Die Förderhöhe ist allerdings gering. Das Problem: Dem Bund geht das Geld für die Energiewende aus.
19.04.2013 - 16:54 Uhr 5 Kommentare
Ein Förderprogramm für Solarspeicher geht an den Start. Quelle: Reuters

Ein Förderprogramm für Solarspeicher geht an den Start.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Die Förderung der Erneuerbaren Energien geht in die nächste Runde: Vom 1. Mai an können Besitzer von Photovoltaikanlagen auch von der Subvention für Speicher profitieren. Dabei war die Finanzierung des Batterien-Programms lange fraglich. Grund: Der Energie- und Klimafonds (EKF) leidet wegen des Einbruchs bei den Preisen mit Verschmutzungsrechten seit langem unter Geldmangel. Wie das Bundesumweltministerium nun mitteilte, springt die staatseigene KfW ein und stellt in diesem Jahr 25 Millionen Euro für das Förderprogramm zur Verfügung.

Konkret heißt das: Wer eine neue Solaranlage baut und dabei gleich einen Stromspeicher installiert, bekommt nicht nur zinsgünstige Kredite vom Staat, sondern auch Tilgungszuschüsse von maximal 30 Prozent der gesamten Kosten für den Speicher.

Mit dem Programm will die Bundesregierung erreichen, dass etwa zur Mittagszeit der dann auf Hochproduktion laufende Solarstrom nicht ins Netz gespeist wird, sondern in den Speichern aufbewahrt und später verbraucht wird. So sollen die von den schwankenden erneuerbaren Energien stark beanspruchten Netze entlastet werden.  „Die Speichertechnologie sorgt nicht nur für die Entlastung der Stromnetze, sondern hilft auch die Preise für Strom konstant zu halten“, sagt Eicke Weber, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE). Wie man die mögliche Förderung im Einzelnen berechnet, zeigt der Bundesverband Solarwirtschaft auf seiner Homepage. „Wir rechnen mit einer regen Nachfrage“, sagte Günther Häckl, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Die Kfw soll sogar noch weitere 25 Millionen Euro in den nächsten Jahren zur Verfügung stellen. Wenn es bei dieser Summe bleibt, könnten „bis zu 15.000 Speicher pro Jahr gefördert werden, wenn ihre Durchschnittsgröße 5 Kilowattstunden beträgt“ sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft Handelsblatt Online.

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    Die Auflegung eines Speicherprogramms für Solaranlagen war Ergebnis eines Kompromisses im Vermittlungsausschuss zur EEG-Novelle. „Das war eine unserer zentralen Forderungen“, sagt Oliver Krischer, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, Handelsblatt Online. Die Förderung biete die Chance, einen Markt zu schaffen und so die Preise für Speicher, die Achillesferse der Energiewende, zu senken. „Allerdings ist die Förderhöhe so gering, dass das Programm wohl nur etwas für Überzeugungstäter ist.“

    „Ein solches Förderprogramm muss den Masseneinsatz anregen, damit dadurch die Preise stärker sinken als durch reine Forschung allein“, sagt Ulrich Kelber, stellvertretende Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. „Dafür ist das Programm zu klein.“ Auch Carsten König vom BSW sagt, dass der Kostenzuschuss nicht kostendeckend sei. „Dennoch trägt er dazu bei, dass jetzt das große Interesse an Speichern häufiger in Kaufentscheidungen münden kann.“

    Grenzüberschreitende Nutzung von Energiespeichern
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    5 Kommentare zu "Subventionen für Solarspeicher : „Ein Förderprogramm für Überzeugungstäter“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • In einer Marktwirtschaft wäre das Problem ganz einfach zu lösen: Für Strom der zur "falschen" Zeit geliefert wird, zahlt der Markt wenig, für Strom der zur "richtigen" Zeit geliefert wird, zahlt der Markt viel. Aus dem Einkaufen von billigem Strom, der Speicherung, und verkaufen von teurem Strom, läßt sich dann ein Geschäft machen. So funktionierten schon immer die Pumpspeicherwerke.

      Leider hat die Partei Ludwig Erhards (CDU/CSU) sich gegen Marktwirtschaft gewendet und eine kommunistische Öko-Planwirtschaft eingeführt. Wer heute dem Markt keine Freiheit gewähren will, braucht sich morgen nicht zu wundern wenn man ihm die restlichen Freiheiten nimmt.

    • Da gäbe es noch die Nachtspeicherheizungen als Energiespeicher. Die können mit der bestehenden Infrastruktur aktiviert werden. Blöd nur, dass der Ausstieg aus dieser Heizmethode einer der symbolträchtigen Siege der Grünen ist. Und alle anderen haben sich angeschlossen um grün zu Punkten.

    • In Wirklichkeit ist das ein Subventionsprogramm für Sondermüllentsorger. Energietechnisch ist das komplett bedeutungslos.

    • Programm für Dummköpfe!
      Strom in Akkus speichern ist irre teuer! Rechnet man den Kaufpreis und teilt den durch die möglichen Ladezyklen, kommt mindestens 25 ct/KWh heraus.
      Beispiel Bleiakku: ca 100 € pro KWh (12V, 100 A), Ladezyklen realistisxch 150, maximal 250 (bei sehr guter Pflege und immer schön voll und nie leer),
      dann sind das 66ct bis 28 ct/KWh.
      Welcher Idiot kauft sich so etwas??

    • Und was wird jetzt noch alles subventioniert, um der teuren und nicht mehr wesentlich zu verbessernden Solartechnologie zu ihrem "Durchbruch" zu verhelfen? Pumpspeicherkraftwerke, wahrscheinlich Gaskraftwerke und jetzt auch noch Batterien im Keller der Fundis.
      Wer sagt denn endlich, dass das EEG auf einem gigantischen Irrtum basiert? Eigentlich sind alle Vergütungsverträge sittenwidrig (§ 138 BGB), da niemals eine wirkliche Gegenleistung zu erwarten ist.

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