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Sven Afhüppe über Gabriels Verzicht SPD auf Abwegen

SPD-Chef Sigmar Gabriel zieht schon vor Wahlkampfstart die Reißleine: Er verzichtet auf Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz. Das bringt den Genossen den erwünschten Seelenfrieden – mehr aber auch nicht. Ein Kommentar des Handelsblatt-Chefredakteurs.
„Wenn ich jetzt anträte, würde ich scheitern.“ Quelle: dpa
Sigmar Gabriel

„Wenn ich jetzt anträte, würde ich scheitern.“

(Foto: dpa)

Die SPD ist dafür bekannt, dass sie zielsicher die eigenen Leute stürzt und nicht den politischen Gegner. Diese bittere Erfahrung mussten bei den beiden letzten Bundestagswahlen schon Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück machen, deren Wahlkämpfe durch permanente Angriffe aus den eigenen Reihen gestört wurden. Die Ergebnisse waren die schlechtesten, die die SPD in der Nachkriegszeit erzielt hat.

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