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Tag der deutschen Einheit Lammert mahnt europäische Integration an

Am Einheitstag zeigt sich Bundestagspräsident Norbert Lammert als überzeugter Europäer. Der Kontinent müsse weiter zusammenwachsen. Nur so hätten die einzelnen Länder eine Perspektive.
26 Kommentare
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU, mitte) und Bundespräsident Joachim Gauck beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in München. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU, mitte) und Bundespräsident Joachim Gauck beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in München.

(Foto: dpa)

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat eindringlich zur Weiterentwicklung der Europäischen Union aufgerufen. Wenn der Integrationsprozess Europas nicht weiter vorankomme, weil die Staaten der Mut verlasse, "dann hätte Europa seine Zukunft hinter sich", warnte Lammert am Mittwoch in der zentralen Festansprache zum Tag der deutschen Einheit in München. Die "Erfolgsgeschichte" des deutschen Zusammenwachsens und das "zusammen Wachsen" seien eine Botschaft für Europa.

Man dürfe nicht zulassen, dass der Integrationsprozess in der Euro-Krise unter die Räder komme, sagte Lammert. Denn die Folge "wäre die mutlose und zugleich übermütige Wiederherstellung eines Zustandes, den dieser Kontinent mit dem Beginn des Baus der Gemeinschaft hinter sich lassen wollte: Die Rivalität von Nationalstaaten, deren Ehrgeiz größer war als ihre Möglichkeiten." Gebraucht werde ein Europa, dessen Ehrgeiz über den seiner Mitgliedsstaaten hinausreiche und das unerschütterlich für die eigenen Werte eintrete.

Europa sei mehr als Bürokratie, Richtlinien, Verträge und auch mehr als der Euro, sagte der CDU-Politiker. Zum Teil sehe es so aus, als gehe es nur um Geld und die Lösung finanzieller Probleme. Dies werde der Idee der Europäischen Gemeinschaft jedoch nicht gerecht. "Im Kampf um die Solidität der Finanzen darf die Solidarität nicht unter die Räder kommen", sagte Lammert.

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26 Kommentare zu "Tag der deutschen Einheit: Lammert mahnt europäische Integration an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Lammert war ja noch harmlos. Westerwelle warnt laut "Welt"-Artikel vor einer "Renationalisierung" und deutschem "Fundamentalismus".
    Muss ich mich bei politischer Korrektheit also "entnationalisiert" verhalten ? Oder bin ich gar heimlich nazi-deutsch, wenn ich die deutsche Europapolitik kritisiere ?
    Derartige Volks-Beschimpfungen zum Tag der Einheit gehen in den Mainstream-Medien mittlerweile glatt durch. Ich hoffe, die jetzige politische Klasse wird in einem Jahr bei der Bundestagswahl ziemlich er- volks-los bleiben.

  • Westerwelle warnt zum Tag der deutschen Einheit vor Renationalisierung und deutschem Fundamentalismus, Lammert vor der Rivalität (Wahrnehmung) nationaler (deutscher) Interessen in Europa. Ich muss wohl im Koma gelegen haben, als meine Entnationalisierung stattfand. Fundamentalist (nazideutsch ?) bin ich vielleicht auch geworden und habe das nicht mal gemerkt.
    Es reicht ! Auf derlei Beschimpfungen kann ich am Tag der Einheit gut verzichten. Und dass bei der Euro-Krise die
    legitimen deutschen Interessen berücksichtigt werden, ist für mich auch eine Selbstverständlichkeit.
    Vielleicht sollten sich unsere Repräsentanten allmählich ein neues Volk suchen, das sie besser versteht.
    Meine Hoffnung ist, dass die jetzige politische Klasse in einem Jahr bei der Bundestagswahl die Quittung erhält und er-volks-los bleibt.

  • was regen wir uns noch auf über die eurokrise. gerade eben hat ein natomitglied den einmarsch nach syrien beschlossen. somit sollte jedem klar sein, dass bald da unten die lunte für den kommenden weltkrieg gezündet wurde. und hier beschweren sich die deutschen über ein paar euros weniger in der tasche.

  • Menschenverachtender Macht-Missbrauch
    = Narzissmuss = psychische Krankheit der Machtgier
    typisch für Politiker und Finanzmanager ,
    und die haben sich seit über 40 Jahren organisiert siehe Arte video usw

    ” wo die Macht ist, fehlt der Geist , wo der Geist ist fehlt die Macht ”

    Prof.Dr.med.Volker Faust : “Macht und Machtmißbrauch”

    http://psychiatrie-heute.net/psychohygiene/macht.html

    Wo bleibt die Bewegung für eine menschenwürdige Zukunft und höheres Bewusstein?


    ” Wenn die Macht der Liebe
    die Liebe zur Macht übersteigt,
    erst dann wird die Welt endlich wissen,
    was Frieden wirklich bedeuted ”


  • Sehr geehrter Herr Lammert,
    Europa ist mehr als Bürokratie und EURO ? Bürokratie ist überflüssig und viel zu teuer. Der EURO ist eine fixe Idee von POlitikern, die damit Ihre Existenzberechtigung begründen. Leider wurden die Strukturen nicht entsprechend verändert ! Der Grund hängt damit zusammen, dass Europa mehr ist als der EURO etc: Europa ist in der Hauptsache Streit zwischen nationalen Egoismen. Wir Deutsche sollten uns aber nicht kleinmachen und zu einem eigenen Egoismus stehen. Und wenn dann der Streit wächst, dann wird es eben nichts mit europäischer Idee. Als erstes sollte Deutschland den EURO verlassen, um die eigenen ZUkunftsinteressen fester in den Blick zu nehmen.

  • Lammert: "Wenn der Integrationsprozess Europas nicht weiter vorankomme, weil die Staaten der Mut verlasse, "dann hätte Europa seine Zukunft hinter sich""

    Das ist grober Unfug, passt aber in die Logik der EU-Integration: vorwärts immer, rückwärts nimmer.

    Denn niemand hat die Absicht ein sozialistisches Großreich in Europa zu errichten.

    Nationalstaaten sind nicht perfekt, aber immer noch besser als ein Brüsseler Völkerkerker, der den freien Völkern Europas ihre nationalstaatliche Souveränität raubt. Demokratie ist im EU-Superstaat inhärent unmöglich, da es keinen europäischen Demos gibt.

    Die sogenannte EU-Integration ist ein perpetuierter Putsch der europäischen Executiven gegen die Gewaltenteilung und damit ein ständiger Verfassungsbruch. Es ist traurig das die Legislative und Judikative diesen Putsch ständig unter fadenscheinigen Gründen legalisiert.

    Das wirtschaftliche Resultat einer weiteren EU-Zentralisierung wäre die Ausschaltung von Wettbewerb durch Harmonisierung und gigantische Wohlstandtransfers was zum unvermeidlichen wirtschaftlichen Niedergang in ganz Europa führen wird.

    Deshalb nieder mit dieser EU! Wir wollen die Freiheit!


  • Zentralismus darf kein Selbstzweck sein, auch nicht, wenn Europa davor steht. Die Währungsunion hat den Europäern - insbesondere den Südeuropäern - bereits genug Leid gebracht. Warum sollten die Menschen einer bürgerfernen EU-Behördendiktatur vertrauen ? Wir müssen jetzt die Demokratie verteidigen, gegen die EU und ihre opportunistischen Heuchler, wie diese Null Lammert.

  • Europa: wichtiger ist Deutschland! Für mich persönlich war die Wiedervereinigung der soziale Abstieg. Trotzdem wünsche ich keine Rückschritt! Nur die Politiker haben vorsätzlich versagt: blühende Landschaften? Fehlanzeige! Dafür Vernichtung der DDR-Wirtschaft und Abschaffung der sozialen Errungenschaften. Alles nur für Ausländer! Warum werden die Politiker für die Vernichtun Deutschlands nicht bestraft mit lebenslanger Haft und kompletten Vermögenseinzug der Politiker incl. der gesamten Verwandtschaft und Freunde? Bei Hartz IV scheuten Sie sich nicht: Sippenhaft und Kinderarbeite per Gesetz zu fordern!

  • Europa soll zusammenwachsen? Bisher zeigt sich nur: Erhöhung der Einkommen der Politiker um min. 1000000% und nur die Deutschen sollen für alles zahlen und arbeiten bis 150 Jahre(Lebensalter)! Verschuldung: Die nächsten 1.000.000 Generationen der Deutschen dürfen nicht schuldenfrei werden!

  • Na klar, mehr Integration!

    Vielleicht können wir die fünf italienischen Steuerbeamten, die 100 Millionen Steuergelder auf Seite gebracht haben irgendwo in Brüssel als Führungskräfte einsetzen.

    Sie bringen beste Voraussetzungen mit beim Einsammeln der benötigten EURO Milliarden anderer Mitgliedsstaaten.

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