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Tarifkonflikt im Baugewerbe IG Bau zweifelt an ernsthaften Absichten der Arbeitgeber

Nach 13 Stunden Diskussion wurde die erste Schlichtungsrunde im Bau-Tarifkonflikt vertagt. Gewerkschaftsvertreter zweifeln an ernsthaften Absichten der Arbeitgeber.
Update: 08.05.2018 - 13:53 Uhr Kommentieren
Tarifkonflikt: IG Bau zweifelt an Absichten der Arbeitgeber Quelle: dpa
„Bauarbeiter sind sauer”

Arbeitnehmer aus ganz Deutschland protestieren gegen die abgebrochenen Tarifverhandlungen im Baugewerbe.

(Foto: dpa)

BerlinDie erste Schlichtungsrunde für die Bautarife in Berlin ist ergebnislos auf diesen Freitag vertagt worden. Das teilten die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die Arbeitgeberbände der Bauwirtschaft am Dienstagmorgen mit. Begleitet von Bauarbeiterprotesten hatte die Schlichtung am Vortag unter dem Vorsitz des früheren Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement begonnen.

Dabei geht um die künftige Höhe der Einkommen von rund 800 000 Bauarbeitern in Deutschland und die Angleichung der ostdeutschen Löhne an das höhere Westniveau. Rund 1000 Beschäftigte hatten am Montag vor den Verhandlungsort demonstriert.

Die IG BAU ist mit einer Forderung von 6,0 Prozent mehr Lohn für die Laufzeit von einem Jahr in die Verhandlungen gegangen. Zudem verlangt die Gewerkschaft eine Aufstockung des 13. Monatsgehalts sowie eine Vergütung für lange Anfahrtszeiten zu wechselnden Baustellen.

Druck auf Arbeitgeber – IG Bau protestiert vor Schlichtung im Tarifstreit

Ferner soll es bei der Angleichung der Ost- an die Westlöhne einen deutlichen Schritt vorangehen. Die Löhne in Ostdeutschland liegen etwa sieben Prozent unter dem Westniveau. Die vollständige Angleichung bis zum Jahr 2022 ist bereits vereinbart.

Der IG-BAU-Vorsitzende Robert Feiger sagte in der Nacht: „Die Verhandlungen treten auf der Stelle. Es war nicht zu erkennen, dass die Arbeitgeber ernsthaft einen Abschluss wollen.“ Trotz 13 Stunden intensiver Diskussion sei man kaum voran gekommen.

Die Arbeitgeber hoben ihr Tarifangebot an. Sie schlugen nach eigenen Angaben eine Lohnerhöhung um 4,2 Prozent vor sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro bei einer Vertragslaufzeit von 22 Monaten. Für die Ost-West-Angleichung bliebe ein Spielraum von 1,8 Prozent, hieß es. Zuvor hatten die Arbeitgeber ein Volumen von 6,0 Prozent bei 24 Monaten Laufzeit angeboten.

„Wir sind mit unserem auch im Vergleich zu anderen Branchen sehr guten Angebot einen gewaltigen Schritt auf die Gewerkschaft zugegangen“, stellte Verhandlungsführer Frank Dupré fest. Man hoffe auf eine Einigung an diesem Freitag.

Für das Schlichtungsverfahren sind maximal 14 Tage vorgesehen. Kommt in diesem Zeitraum keine Einigung zustande, fällt der Schlichter dennoch einen Schiedsspruch. Wird dieser nicht von beiden Seiten angenommen, sind Streiks möglich.

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  • rtr
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