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Tarifrunde Der Staatsdienst soll bei der Tarifentwicklung zur Privatwirtschaft aufschließen

Der öffentliche Dienst hinkt bei der Tarifentwicklung hinterher. Die Gewerkschaften wollen den Rückstand aufholen – und so auch Nachwuchs anlocken.
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Der öffentliche Dienst kann laut Gewerkschaft nicht mit der privaten Wirtschaft mithalten. Quelle: Reuters
Verdi-Streik

Der öffentliche Dienst kann laut Gewerkschaft nicht mit der privaten Wirtschaft mithalten.

(Foto: Reuters)

BerlinMit der Forderung nach sechs Prozent mehr Geld für die Landesbeschäftigten haben die Gewerkschaften eine der größeren Tarifrunden des kommenden Jahres eingeläutet. Bei der Tariflohnentwicklung hinke der öffentliche Dienst der Länder der Gesamtwirtschaft seit der Jahrtausendwende um 3,5 Prozentpunkte hinterher, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. Angesichts sprudelnder Steuereinnahmen sei es an der Zeit, diesen Rückstand aufzuholen.

Der Chef von dbb Beamtenbund und Tarifunion, Ulrich Silberbach, forderte die Finanzminister der Länder auf, den „ruinösen“ Kostenwettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten zu beenden. „Nicht besser, sondern billiger wollen die meisten zwischen Kiel und Stuttgart sein“, sagte Silberbach.

Tatsächlich kämpft auch der öffentliche Dienst mit großen Nachwuchsproblemen – weil er aus Sicht der Gewerkschaften mit den Gehältern der Privatwirtschaft nicht mithalten kann. Mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) laufen deshalb schon länger Gespräche über eine Modernisierung der Entgeltordnung, um Berufsgruppen wie Ingenieure und Techniker, aber auch den Sozial- und Erziehungsdienst oder Pflegeberufe aufwerten zu können.

Hier gebe es aber noch „eine Menge Distanz“ zwischen den Vorstellungen beider Seiten, sagte Bsirske, der zum letzten Mal als Verhandlungsführer antritt. Beim Verdi-Bundeskongress im September bewirbt sich sein Vize Frank Werneke um die Nachfolge.

Für untere Lohngruppen soll es eine Entgelterhöhung um mindestens 200 Euro geben. Für Auszubildende fordern die Gewerkschaften 100 Euro mehr im Monat und mehr Urlaub. Die Entgelte in der Krankenpflege sollen in der Tabelle um 300 Euro angehoben werden.

Die Kosten des Pakets für gut 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte und 1,3 Millionen Beamte bezifferte Bsirske auf insgesamt 6,4 Milliarden Euro. Hier sind auch die Beschäftigten Hessens eingerechnet. Das Bundesland ist aber aus der TdL ausgeschert und verhandelt separat.

Bei der letzten Länderrunde 2017 hatten sich beide Seiten auf eine zweistufige Entgelterhöhung um insgesamt 4,35 Prozent geeinigt und besonders die untersten und obersten Entgeltgruppen gestärkt. Die Verhandlungen starten am 21. Januar.

Insgesamt verhandeln die acht DGB-Gewerkschaften laut dem Forschungsinstitut WSI der Hans-Böckler-Stiftung 2019 Tarifverträge für mehr als 7,3 Millionen Beschäftigte neu. Unter anderem stehen Runden in der Chemieindustrie, bei Banken und Versicherungen, im Einzelhandel und im Gastgewerbe an.

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