Tarifstreit der Länder Warnstreiks vor dritter Runde ausgeweitet

Kurz vor der entscheidenden Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder ist die Warnstreikwelle auf dem Höhepunkt. Rund 60.000 Beschäftigte machen mit. Die Arbeitgeber bewegt das wenig.
Update: 06.03.2013 - 16:27 Uhr Kommentieren
Angestellte des öffentlichen Dienstes demonstrieren in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Angestellte des öffentlichen Dienstes demonstrieren in Frankfurt am Main.

(Foto: dpa)

BerlinEinen Tag vor dem Start der entscheidenden dritten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder hat die Warnstreikwelle ihren Höhepunkt erreicht. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich am Mittwoch mehr als 60.000 Landesbeschäftigte quer durch die Republik an den Aktionen. Schwerpunkte waren in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Die Arbeitgeber zeigten sich unbeeindruckt von den Protesten.

Angestellte Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter von Verwaltung, Ämtern, Universitätskliniken, Polizei und Straßenmeistereien legten vorübergehend ihre Arbeit nieder. Allein in Berlin machten laut Gewerkschaft 12.000 Landesbeschäftigte mit. Viele Kitas blieben geschlossen, an Schulen fiel der Unterricht aus, in Ämtern und Jobcentern mussten die Bürger länger warten als üblich oder standen vor verschlossenen Türen. In zahlreichen Städten gab es Kundgebungen.

Die Gewerkschaften fordern für die rund 800.000 Beschäftigten der Länder unter anderem ein Gehaltsplus von 6,5 Prozent, außerdem eine Übernahmegarantie für Auszubildende und die Sicherung des Urlaubsanspruchs. Außerdem wollen sie erreichen, dass für die rund 200.000 angestellten Lehrer per Tarifvertrag bundesweit einheitlich geregelt wird, in welche Gehaltsklasse sie eingruppiert werden. Bislang bestehen hier von Land zu Land große Unterschiede.

SPD kann sich Stufenmodelle vorstellen
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