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Tarifstreit IG Metall beschließt Warnstreiks für nordwestdeutsche Stahlkocher

In der Stahltarifrunde zeigt die IG Metall „die gelbe Karte“, so NRW-Bezirksleiter Knut Giesler. Montag beginnen die ersten Warnstreiks.
Update: 02.02.2019 - 13:54 Uhr Kommentieren
Die Stahlkocher fordern sechs Prozent mehr Gehalt und 1800 Euro Urlaubsgeld, das auch in Freizeit umgewandelt werden kann. Quelle: dpa
Tarifrunde Stahl

Die Stahlkocher fordern sechs Prozent mehr Gehalt und 1800 Euro Urlaubsgeld, das auch in Freizeit umgewandelt werden kann.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEs war ein kurzes Treffen zwischen dem nordrhein-westfälischen IG-Metall-Bezirksleiter Knut Giesler und Thyssen-Krupp-Stahlchef Andreas Goss am Freitag: Nach nur 15 Minuten war die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit der nordwestdeutschen Stahlindustrie wieder beendet.

„Wir haben einen konstruktiven Vorschlag erwartet, aber keinen bekommen“, sagte der Giesler dem Handelsblatt am Samstag. „Der Arbeitgeber spielt auf Zeit. Dafür gibt es von uns jetzt die gelbe Karte.“

Die Gewerkschaft hat nun Warnstreiks beschlossen, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent sowie eine Option auf wahlweise acht zusätzliche freie Tage oder ein Urlaubsgeld von 1800 Euro.

Bisher gibt es kein Gegenangebot des Arbeitgeberverbandes Stahl, in dessen Namen Goss verhandelt. Nach der geplatzten Verhandlung am Freitag erklärte Goss, er habe die IG Metall in den Verhandlungen „nicht als konstruktiv empfunden“. Für die angekündigten Warnstreiks habe er kein Verständnis.

Betroffen von den Verhandlungen sind rund 72.000 Beschäftigte in NRW, Niedersachsen und Bremen. Die Warnstreiks beginnen in Dortmund und sollen zwei Wochen andauern. Die nächsten Gespräche mit den Arbeitgebern finden am 18. Februar statt.

Während die IG Metall mit der guten Entwicklung der Branche im vergangenen Jahr argumentiert, überwiegt bei den Arbeitgebern die Sorge vor einer drohenden Rezession. Bisher allerdings rechnen die meisten Experten mit anhaltendem Wachstum – wenn auch verlangsamt.

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