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Tarifstreit im Südwesten Groß- und Außenhandel einigt sich mit Arbeitgebern

Zwölf Stunden Verhandlungen, dann die Lohnerhöhung im baden-württembergischen Groß- und Einzelhandel: Verdi legt seinen Tarifstreit mit den Arbeitgebern bei. Die Einigung könnte eine Signalwirkung haben.
24.06.2015 - 00:51 Uhr Kommentieren
Zu den Arbeitgebern im Großhandel des Südwesten zählt etwa Metro. Quelle: dpa
Großhandel

Zu den Arbeitgebern im Großhandel des Südwesten zählt etwa Metro.

(Foto: dpa)

Korntal-Münchingen Der Tarifstreit im baden-württembergischen Groß- und Außenhandel ist beendet. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber verständigten sich am Dienstagabend in Korntal-Münchingen darauf, die Löhne und Gehälter rückwirkend zum Juni 2015 um 2,7 Prozent anzuheben. Im April 2016 soll ein Plus von 2,0 Prozent folgen.

Der Vertrag gilt bis Ende März 2017. Hinzu kommt eine Einmalzahlung von 90 Euro im kommenden Jahr. Sowohl Verdi wie auch die Arbeitgeber bestätigten die Einigung. Diese ist die erste bundesweit in dem Tarifstreit, daher wird ihr eine Signalwirkung zugeschrieben.

„Beide Seiten mussten sich erheblich bewegen.“

Im Südwesten fanden zähe Verhandlungen in vierter Runde ein Ende. Erst nach einem zwölfstündigen Verhandlungsmarathon gab es am Dienstag grünes Licht. „Das ist ein fairer Abschluss, bei dem beide Seiten an die Grenzen des Zumutbaren gegangen sind“, sagte Gerhard Schorr vom Genossenschaftlichen Arbeitgeberverband. „Beide Seiten mussten sich erheblich bewegen.“

Ursprünglich hatten die Arbeitgeber nur 2,0 Prozent im ersten Jahr beziehungsweise 1,5 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung im zweiten Jahr geboten, während Verdi ein Plus von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von nur einem Jahr gefordert hatte.

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    Verdi-Sprecher Wolfgang Krüger zeigte sich trotz der Abstriche zufrieden: „Es ist ein guter Abschluss, wir konnten für die Beschäftigten deutliche Reallohnsteigerungen durchsetzen.“

    Im Groß- und Außenhandel im Südwesten arbeiten etwa 175.000 Menschen. Zu dem Handelsbereich zählen beispielsweise die Pharmahändler Sanacorp und Phoenix sowie Großmärkte von Edeka und Metro.

    • dpa
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