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Telefonat mit Conte Merkel will „offen auf die neue italienische Regierung zugehen“

Die Kanzlerin gratuliert Italiens neuem Ministerpräsidenten Conte zu seiner Ernennung. Rufen des Landes nach einem Schuldenerlass erteilt sie indes eine Absage.
Update: 02.06.2018 - 23:36 Uhr Kommentieren
„Ich bin gerne bereit, mit der neuen italienischen Regierung darüber zu sprechen, wie mehr junge Menschen Arbeit finden können.“ Quelle: dpa
Angela Merkel

„Ich bin gerne bereit, mit der neuen italienischen Regierung darüber zu sprechen, wie mehr junge Menschen Arbeit finden können.“

(Foto: dpa)

Berlin, New YorkBundeskanzlerin Angela Merkel hat dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte zu seiner Ernennung gratuliert. Das teilte die Bundesregierung nach einem Telefonat der beiden Politiker am Samstag mit.

Die CDU-Chefin hat dem Jura-Professor demnach Erfolg gewünscht und die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit beider Länder betont. Zudem lud die Kanzlerin Conte zu einem Besuch nach Berlin ein.

Trotz Merkels warmer Worte in Richtung Conte: Gedankenspielen aus Italien nach einem Schuldenerlass erteilte die Kanzlerin ein Absage. Solidarität dürfe „nie in eine Schuldenunion münden“, sagte die CDU-Chefin in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). „Ich bin gerne bereit, mit der neuen italienischen Regierung darüber zu sprechen, wie mehr junge Menschen Arbeit finden können.“

Italiens Wirtschaft schwächelt seit Jahren, die Arbeitslosigkeit und die Verschuldung des Staates sind vergleichsweise hoch. In diesem Umfeld wurden die Anti-Euro-Parteien 5-Sterne-Bewegung und die rechtsextreme Lega in die Regierung gewählt, die nun von Conte angeführt wird.

Der 53-Jährige war bislang an der Universität von Florenz tätig und in der Politik weitgehend unerfahren. Im Vorfeld machte er Schlagzeilen mit einem geschönten Lebenslauf.

„Ich werde offen auf die neue italienische Regierung zugehen und mit ihr arbeiten, anstatt über ihre Absichten zu spekulieren“, sagte Merkel der FAS. Vor der Regierungsbildung hatten Überlegungen von 5 Sterne und Lega für Aufregung gesorgt, die EZB um den Erlass von Schulden in Höhe von 250 Milliarden Euro zu bitten. Die Europäische Zentralbank verwies daraufhin, dass die EU-Verträge dies nicht zulassen.

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  • rtr
  • dpa
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