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Terminvergabe Gesundheitsminister Spahn macht Druck bei Wartezeiten für Psychotherapie

Der Gesundheitsminister reagiert auf eine kritische Studie und will mehr Psychotherapeuten für Kassenpatienten zulassen.
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„Wenn es bei den Terminvergaben und den Wartezeiten – auch in der Psychotherapie – hakt, müssen wir das rasch ändern. Quelle: dpa
Jens Spahn

„Wenn es bei den Terminvergaben und den Wartezeiten – auch in der Psychotherapie – hakt, müssen wir das rasch ändern.

(Foto: dpa)

BerlinBundesgesundheitsminister Jens Spahn hat schnelle Hilfe für Patienten angekündigt, die Hilfe eines Psychotherapeuten brauchen. „Wenn es bei den Terminvergaben und den Wartezeiten – auch in der Psychotherapie – hakt, müssen wir das rasch ändern. Wir haben den Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt, notwenige Anpassungen beim Bedarf zu machen“ erklärte der Minister auf Twitter.

Vorher hatte die Bundes-Psychotherapeuten-Kammer eine neue Studie vorgelegt, der zufolge auch ein Jahr nach einer ersten Reform die Wartezeiten auf einen Therapieplatz im Durchschnitt 20 Wochen betragen.

Die Grünen begrüßten Spahns Ankündigung. „Spahn muss angesichts der langen Wartezeiten in der Psychotherapie jetzt dafür sorgen, dass die Reform der Bedarfsplanung nicht um weitere Jahre verschleppt wird“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin, Maria Klein-Schmeinck. „Es ist nicht zumutbar, dass psychisch erkrankte Menschen so lange auf eine Therapie warten müssen. Wir brauchen deshalb schnelle Abhilfe durch zusätzliche Kassenzulassungen für Psychotherapeuten.“

Zudem forderte sie, dass Kassenpatienten auch Privattherapeuten aufsuchen dürfen. Die Kassen müssten diese Kosten dann erstatten.

„Ich erwarte von Spahn nun sichtbare ernsthafte Bemühungen, das Thema anzupacken und die eklatanten Versorgungslücken zu schließen.“ Die Psychotherapeutenkammer hält dafür 7000 zusätzliche Praxen bundesweit für erforderlich. Außerdem müsse die dichte Versorgung in manchen Städten zugunsten eines besseren Angebots aus dem Land abgebaut werden.

Der Gesundheitsminister lobte die bisherige Arbeit der Terminservicestellen. Dass gesetzliche Regelungen für die Terminvergabe durch Terminservicestellen seit April 2017 auch für die Vermittlung von Therapie-Terminen gelten, sei ein erster Schritt, erklärte Spahn.

Zuvor hatte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf die gute Arbeit der Servicestellen hingewiesen. Die meisten Vermittlungen eines Termins über die Servicestellen erfolgen an einen Psychotherapeuten. Allerdings finden seit Einführung von Akutsprechstunden vor einem Jahr 95 Prozent der Erstkontakte zu einem Therapeuten ohne die Hilfe der Servicestellen statt.

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1 Kommentar zu "Terminvergabe: Gesundheitsminister Spahn macht Druck bei Wartezeiten für Psychotherapie"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Glaube ich ihm, ungesehen!
    der orbitaled und spinned sogar in der Warteschleife ....

    nun nach dem Geist von Meseberg...

    ach ja, Jean Claude war da, dann war's dieses mal bestimmt kein Himbeersaft bzw -geist....
    denn Juncker ist eher ein Quetsch-Kopf..!