Terroranschlag geplant Angeklagter im Al-Kaida-Prozess will aussagen

Zwei Jahre nach Verhandlungsbeginn will einer der vier Angeklagten im Düsseldorfer Al-Kaida-Prozess sein Schweigen brechen. Seine Aussage wird für Donnerstag erwartet. Er soll einen Anschlag in Deutschland geplant haben.
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Polizisten sichern während der Prozesstage das Gebäude des Düsseldorfer Oberlandesgerichtes. Quelle: dpa

Polizisten sichern während der Prozesstage das Gebäude des Düsseldorfer Oberlandesgerichtes.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEiner der vier Angeklagten im Düsseldorfer Al-Kaida-Prozess, der Marokkaner Abdeladim El-K. (33), will zwei Jahre nach dem Beginn des Verfahrens sein Schweigen brechen. Er werde sich an diesem Donnerstag, dem 155. Verhandlungstag, ausführlich äußern, auch zur Anklage, teilte das Oberlandesgericht Düsseldorf am Montag mit.

El-K. gilt als Kopf der Gruppe – außer ihm stehen noch der Deutsch-Marokkaner Jamil S. (34), der Deutsch-Iraner Amid C. (23) und der Deutsche Halil S. (30) vor Gericht. Sie sollen im Namen Al Kaidas einen verheerenden Terroranschlag in Deutschland geplant haben.

Am 29. April 2011 hatte eine Spezialeinheit in einem unscheinbaren Mehrfamilienhaus in Düsseldorf nahe der Universität eine mutmaßliche Bombenwerkstatt ausgehoben. Zuvor war die Wohngemeinschaft rund um die Uhr observiert worden.

In mitgelesenen E-Mails El-Ks. an die Al-Kaida-Führung hatte es geheißen: „Oh, unser Scheich, wir halten noch unser Versprechen. Wir werden mit dem Schlachten der Hunde anfangen.“

  • dpa
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