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Terrorgefahr in Deutschland BKA warnt vor Anschlagsversuchen von Islamisten

Die größte Gefahr terroristischer Anschläge geht laut Bundeskriminalamt derzeit von fanatisierten Einzeltätern oder Kleinstgruppen der islamistischen Szene aus. Die Zahl sogenannter Gefährder habe sich fast verdoppelt.
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Ein Bundespolizist in der Abflughalle des Flughafens in Frankfurt: Das BKA rechnet mit Anschlagversuchen in Deutschland. Quelle: ap

Ein Bundespolizist in der Abflughalle des Flughafens in Frankfurt: Das BKA rechnet mit Anschlagversuchen in Deutschland.

(Foto: ap)

Berlin Der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, rechnet mit neuen Anschlagsversuchen der islamistischen Extremisten-Szene in Deutschland. Dabei gehe derzeit die größte Gefahr von fanatisierten Einzeltätern oder Kleinstgruppen aus, sagte Ziercke in einem am Samstag veröffentlichten Interview der Zeitung „Die Welt".

In den vergangenen vier Jahren habe sich in Deutschland die Zahl sogenannter Gefährder, denen schwere Straftaten zugetraut werden, fast verdoppelt: Während 2010 noch 120 Personen so eingestuft worden seien, schätze das BKA ihre Zahl derzeit auf rund 230. Die gesamte Szene umfasse vermutlich 1000 Personen.

Seine Warnung vor weiteren Anschlagsversuchen begründete Ziercke mit einer Reihe von Attentaten, die die Polizei in den vergangenen Jahren habe vereiteln können oder die gescheitert waren. Zudem verwies er auf den tödlichen Anschlag eines Islamisten auf zwei US-Soldaten auf dem Frankfurter Flughafen 2011.

Ziercke betonte zugleich, dass Deutschland gegen die aktuelle Gefahr gewappnet sei: Wir als Sicherheitsbehörden sind jedoch gut aufgestellt und werden mit aller Kraft versuchen, solche Pläne zu durchkreuzen", betonte Ziercke. „Panik ist nicht angebracht."

Erst am Dienstag hatte Innenminister Thomas de Maiziere die Bedrohung in Deutschland durch radikale Islamisten als ernst bezeichnet. Die Zahl der Gefährder sei noch nie so hoch gewesen wie derzeit, sagte der CDU-Politiker.

  • dpa
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