Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Teure Aufrsütung Jung kämpft um seine Eurofighter

Obwohl das Geld für die Jets knapp wird, will das Verteidigungsministerium am Kauf aller geplanten 180 Eurofighter festhalten. Fraglich ist aber, ob die Haushälter die Mittel dafür in der Wirtschaftskrise freigeben werden. Zudem lehnt der Koalitionspartner SPD die Anschaffung weiterer Eurofighter ab.
Die Eurofighter sind zum Schutz Deutschlands unerlässlich, meint Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Quelle: ap

Die Eurofighter sind zum Schutz Deutschlands unerlässlich, meint Verteidigungsminister Franz Josef Jung.

(Foto: ap)

HB BERLIN. „Es besteht nach wie vor ein operationell begründeter Bedarf an 180 Eurofightern“, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin. Die Bundeswehr müsse sich nicht nur in Krisen im Ausland engagieren, sondern auch den Schutz Deutschlands sicherstellen. „Dafür ist der Eurofighter unerlässlich, und deshalb halten wir an der geplanten Stückzahl fest.“

Der Haushaltsausschuss soll nach dem Willen der Regierung demnächst den Kauf von 31 weiteren Eurofighter-Jets für 2,871 Mrd. Euro beschließen. Über die Bestellung der restlichen 38 Flugzeuge der dritten Tranche muss der Bundestag bis Mai 2012 entscheiden. Die letzte Lieferung war wegen der Finanznot der Eurofighter-Partnerstaaten Großbritannien und Italien in zwei Teile aufgesplittet worden.

Auch in Deutschland wird das Geld für die Jets jedoch knapp: Wegen Kostensteigerungen seien mit dem Kauf der nächsten 31 Eurofighter die im Bundeshaushalt gebilligten Mittel in Höhe von 14,664 Mrd. Euro nahezu ausgeschöpft, schreibt das Finanzministerium in seiner Vorlage für den Haushaltsausschuss, die dem Handelsblatt vorliegt. Damit müsste der Bundestag spätestens 2012 Geld nachschießen, um auch die restlichen 38 deutschen Jets zu bestellen und am Ende auf 180 Eurofighter zu kommen. Fraglich ist aber, ob die Haushälter diese Mittel in der Wirtschaftskrise, die auch einen erhöhten Druck für den Wehretat ausüben dürfte, freigeben werden. Zudem lehnt der Koalitionspartner SPD die Anschaffung weiterer Eurofighter ab.

Als Konsequenz aus dem Ende des Kalten Kriegs reduziert die Bundeswehr derzeit ihre Kampfflugzeug-Flotte von 453 Jets im Jahr 2003 auf 270 im Jahr 2017 - davon 180 Eurofighter und 90 Tornados. Momentan verfügt die Luftwaffe noch über rund 340 Kampfflugzeuge. Zum Vergleich: Frankreich strebt für die Zukunft einen Bestand von 390 Kampfflugzeugen an, Großbritannien 380 und Italien 270.

Startseite
Serviceangebote