„Thema sollte Chefsache werden“ SPD setzt Merkel unter Druck

Dass Fachkräfte rar in Deutschland sind, ist bekannt. Die Bundesregierung wollte sich dem Problem mit einem speziellen Konzept stellen. Heute soll eine Zwischenbilanz gezogen werden. Die SPD spricht schon von Scheitern.
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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise bei einer Fachkräfteoffensive (Archivbild). Quelle: dpa

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise bei einer Fachkräfteoffensive (Archivbild).

(Foto: dpa)

BerlinDer Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, die Federführung im Kampf gegen den Fachkräftemangel in Deutschland zu übernehmen. „Die Sicherung des Fachkräftebedarfs sollte Chefsache werden“, sagte Heil Handelsblatt Online. „Deshalb fordern wir einen Deutschen Rat für Fachkräftesicherung, der beim Bundeskanzleramt angesiedelt ist.“ Das Thema Fachkräfte steht heute auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will eine Zwischenbilanz ihres Fachkräftekonzepts vorlegen.

Heil warf der Ministerin Versagen vor.  „Die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung hat das Problem weiter verschärft“, sagte er. Durch die „massiven Kürzungen“ in der aktiven Arbeitsmarktpolitik sei vielen Menschen die Chance auf Qualifizierung genommen und der Weg aus der Arbeitslosigkeit versperrt worden. Heil sprach von einer Spaltung auf dem Arbeitsmarkt. „Bereits heute gibt es in bestimmten Regionen und Berufen einen Mangel an Fachkräften. Gleichzeitig hat sich der Sockel von Menschen, die dauerhaft in Langzeitarbeitslosigkeit abgehängt sind, verfestigt.“

Das Konzept der Bundesregierung sieht unter anderem vor, die sogenannte Vorrangprüfung für Maschinen-, Fahrzeugbau-, Elektroingenieure sowie Ärzte auszusetzen, um ausländische Kräfte für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Allerdings äußerte selbst von der Leyen Zweifel an dem Vorhaben. Noch bevor sich das Kabinett vor etwa zwei Jahren damit befasste, dämpfte die CDU-Politikerin schon die Erwartungen. Voraussichtlich würden nicht viele ausländische Fachkräfte kommen, "denn Deutschland hat lange signalisiert, dass wir niemanden brauchen", sagte von der Leyen und fügte hinzu: "Uns ist wichtig deutlich zu machen, sie sind willkommen." Der Fachkräftemangel sei auf mittlere Sicht "die stärkste Bedrohung für Wohlstand und Wirtschaft in Deutschland".

Heil forderte von der Leyen zum Handeln auf. „Ich erwarte konkrete Taten und weniger warme Worte von Frau von der Leyen“, sagte er. „Es könnte noch viel mehr getan werden, um die vorhandenen Potenziale besser auszuschöpfen: durch Qualifizierung von Jugendlichen, eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und bessere Beschäftigungschancen für Ältere.“

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36 Kommentare zu "„Thema sollte Chefsache werden“: SPD setzt Merkel wegen Fachkräftemangel unter Druck"

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  • @nikta
    "wo Ingenieure und Promovierte Akademiker mit, wie sie es so niedlich nennen, mit Migrationshintergrund Hartz IV beziehen, ohne jede Chance zum erlernten Job zu kommen. Nicht wegen Sprache, nicht wegen Anerkennung der Diplomas. Nur wegen Herkunft werden sie sogar zum Vorstellungsgespräch nicht eingeladen."
    Auf dem Amt sitzen auch Deutsche mit der Qualifikation. Aber mit Ihrer Schlussfolgerung nicht noch weitere Ausländer ins Land zu holen liegen Sie schon richtig.

  • Völlig richtig.
    Deutschland soll mit aller Macht zersötrt wrden.
    Und heir sindvorrangig die antidetuschen Grünen zuständig.
    Leider machen Ultralinke der SPD damit.
    Es fragt sich nur, wie lange sie dieses böse Spiel noch treiben können, denn das Grummeln im Volk wird immer heftiger

  • RalphFicher
    richtig
    Aber Politiker ist in unsrem Lan der einzige Beruf für den man keinerlei Qualifikation braucht

  • W.Fischer
    1995 ein Studium der Politikwissenschaft und der Soziologie an der Universität Potsdam, das er 2006 an der Fernuniversität Hagen abschloss.
    -----------------------
    Also dieser Typ brauche 11 Jahre = 22 Semester für das Studium?
    Ist aber im Bundestag nichts Außergewöhnliches. Langzeitstudierer oder Studienabbrecher zieht es halt in den Bundestag.
    Denn welcher ordenltiche Personaler würde denn solche Leute einstllen?
    Das Schlimme ist nur, dass die uns nun sagen wollen wie alles funktioniert
    Meinem Sohn hätte ich hinten rein getreten, wenn der so lang rumstudiert hätte.

  • Es gibt keinen Fachkräftemangel


    Das Märchen vom Fachkräftemangel wurde zur Genüge als Lüge der Großkapitals entlarvt. – Eine Lüge um Massenimmigration durchzusetzen, „die dem Interesse der Arbeitgeber nach einem Überangebot an Arbeitskräften, längerer Lebensarbeitszeit, Wochenarbeitszeit, ... und niedrigen Löhnen dient.“

    Daneben erfüllt die durch den Fachkräftemangel- Mythos zu legitimierende Zuwanderung noch andere, längerfristiger Ziele der Großkapitalisten – nämlich die Zerstörung homogener Kulturnationen und Nationalstaaten.

    Nationalstaaten und homogene Nationen sind globalisitisch ausgerichteten Kapitalisten ein natürliches Hindernis für ihre ökonomischen wie machtpolitischen Interessen.

    Wie M. Kleine-Hartlage in seiner Volkstrauertag-Rede erklärte:

    >>Es hat seinen Grund, warum es in allen westlichen Ländern die Funktionseliten sind, die die Zerstörung der Völker und ihre Umwandlung in bloße zersplitterte “Bevölkerungen” betreiben: Völker sind nämlich Solidargemeinschaften, die die Herrschenden auch einmal zum Teufel jagen können. Der Schlachtruf, mit dem vor 23 Jahren die Herrschaft der SED gestürzt wurde, lautete nicht: “Wir sind die Bevölkerung.” Er lautete: “Wir sind das Volk!”
    Eine bloße Bevölkerung, bestehend aus Dutzenden von miteinander verfeindeten ethnischen Gruppen, wird niemals die Machthaber stürzen. Sie kann es gar nicht. Eine Demokratie braucht ihren Demos, sie braucht ein Volk. Eine Despotie dagegen, eine Diktatur, ein totalitäres Regime – ja, die brauchen eine Bevölkerung.<<
    http://www.dzig.de/Manfred-Kleine-Hartlage-Rede-zum-Volkstrauertag-2012

    Und für diesen Zweck, die Zerstörung der Kulturnationen und Nationalstaaten– sind Zuwanderer möglichst fremder Kulturen, umso besser geeignet.

  • Es gibt keinen Fachkräftemangel-. Das Märchen vom Fachkräftemangel wurde zur Genüge als Lüge der Großkapitals entlarvt. – Eine Lüge um Massenimmigration durchzusetzen, „die dem Interesse der Arbeitgeber nach einem Überangebot an Arbeitskräften, längerer Lebensarbeitszeit, Wochenarbeitszeit, ... und niedrigen Löhnen dient.“
    http://www.blaetter.de/ar...
    Deshalb soll jetzt mit der Prophezeiung eines Fachkräftemangels in der Zukunft erneut Massenzuwanderung legitimiert werden, um die gewünschte Effekte - Lohndumping, Schwächung der Arbeitnehmerschaft und Sozialabbau– zu erreichen.
    Daneben erfüllt die durch den Fachkräftemangel- Mythos zu legitimierende Zuwanderung noch andere, langfristigere Ziele der Großkapitalisten – nämlich die Zerstörung homogener Kulturnationen und Nationalstaaten.
    Nationalstaaten und homogene Nationen sind globalisitisch ausgerichteten Kapitalisten ein natürliches Hindernis für ihre -ökomischen und machtpolitischen Interessen.
    Wie M. Kleine-Hartlage in seiner Volkstrauertag Rede erklärte:
    >>Es hat seinen Grund, warum es in allen westlichen Ländern die Funktionseliten sind, die die Zerstörung der Völker und ihre Umwandlung in bloße zersplitterte “Bevölkerungen” betreiben: Völker sind nämlich Solidargemeinschaften, die die Herrschenden auch einmal zum Teufel jagen können. Der Schlachtruf, mit dem vor 23 Jahren die Herrschaft der SED gestürzt wurde, lautete nicht: “Wir sind die Bevölkerung.” Er lautete: “Wir sind das Volk!”
    Eine bloße Bevölkerung, bestehend aus Dutzenden von miteinander verfeindeten ethnischen Gruppen, wird niemals die Machthaber stürzen. Sie kann es gar nicht. Eine Demokratie braucht ihren Demos, sie braucht ein Volk. Eine Despotie dagegen, eine Diktatur, ein totalitäres Regime – ja, die brauchen eine Bevölkerung.<<
    http://www.dzig.de/Manfred-Kleine-Hartlage-Rede-zum-Volkstrauertag-2012
    Und für diesen Zweck, die Zerstörung der Kulturnatione und Nationalstaaten– sind Zuwanderer möglichst fremder Kultur umso besser geeignet.
    In diese

  • @gamoschka
    Leider ist das ein extrem wichtiges Feld - ich sehe täglich wie durch die oben beschriebene Situation die weitere Lebensplanung von Leuten, die dieses Land noch am laufen halten untergraben wird.
    Viele "hochqualifizierte Fachkräfte" stecken in so unsicheren Lebenssituationen, daß sie nicht daran denken eine Familie (mit Kindern!) zu gründen. Und das obwohl sie potentiell genau die Eltern sind, die wir brauchen.
    Wie gesagt ich bin persönlich nicht betroffen, verschließe meine Augen aber nicht vor dem was ich tagtäglich höre und sehe.
    Das genau die SPD, die historisch mal angetreten war genau solche Zustände zu bekämpfen so Leute wie Herrn Heil (es gibt sicher noch mehr davon) in ihren Reihen duldet ist pervers.
    So einen Hass auf die eigenen Wähler/den eigenen Nachwuchs vermutet man sonst nur in ganz anderen Parteien.

  • Ja, es gibt ihn, den Fachkräftemangel. Es ist hier in Deutschland ungemein schwierig, für 5€ pro Stunde einen Ingenieur zu finden, der auch noch fünf Fremdsprachen beherrscht. Ansonsten ist ja schon alles gesagt.

  • Jawohl "Der_Techniker" sie treffen mit ihrem Kommentar den Nagel auf den Kopf. Ach könnten dies Heils doch endlich auch dickere Bretter bohren und die von ihnen trefflich benannte Situation ändern.

  • Im Gegensatz zu diesem Herrn Heil (SPD) sehe ich keinen Fachkräftemangel in Deutschland, wohl aber seit Jahren die mangelnde Bereitschaft zur Bereitstellung von perspektivhaltigen Ausbildungsplätzen und einen Niedergang des dualen Berufsausbildungssystems. Das ging Ende der 80iger Jahre los und ist nicht zuletzt der Agenda 2010 der Herrn Schröder (SPD) und Steinbrück (SPD) geschuldet, die auf dem Phantomaltar der Globalisierung Billigjobs kreierten, die den heimischen Leuten schließlich die Lebensbasis entzog. Wir werden auch aus dem nichteuropäischem Ausland keine echten Fachleute bekommen, denn wer geht schon in ein fremdes Land, wo durch direkte und indirekte Besteuerung, Sozialabgaben, Gebühren und Beiträge die fleißigen Werktätigen von Staat und Gesellschaft um die Früchte ihrer Arbeit gebracht werden. Das einstmalige Beispiel "Greencard" für IT-Profis hatte längst gezeigt, dass die Leute lieber nach Japan oder anderswo gingen, wo sie lediglich 1/10tel abdrücken mussten und nicht wie bei uns 2/3tel. Das dürfte auch dieser ratlose SPD-Heil wissen mit seiner blödsinnigen Forderung nach einem "Rat für Fachkräftesicherung". Aber mit "Räten" hatten es die Sozis schon immer. Leute, mein Rat lautet: Zurück ins Mittelalter, da musste man nur den "Zehnten" abdrücken. Ach so, dann haben es wir heute ja gut, wir dürfen den “Zehnten” behalten. Noch Fragen?

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