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Tiergarten-Mord SPD-Außenpolitiker „erschrocken“ über Putins Worte zu totem Georgier

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den in Berlin ermordeten Georgier als einen „Banditen“ bezeichnet. Der SPD-Politiker Nils Schmid kritisiert ihn dafür.
10.12.2019 - 08:31 Uhr 1 Kommentar
Der SPD-Außenpolitiker hat den russischen Präsidenten für seine Wortwahl kritisiert. Quelle: dpa
Nils Schmid

Der SPD-Außenpolitiker hat den russischen Präsidenten für seine Wortwahl kritisiert.

(Foto: dpa)

Berlin Der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine Äußerungen im Fall des in Berlin getöteten Georgiers kritisiert. „Ich bin erschrocken über diese Wortwahl“, sagte Schmid am Dienstagmorgen im ARD-„Morgenmagazin“. Am Rande des Ukraine-Gipfels hatte Putin den Ermordeten unter anderem als einen „Banditen“ bezeichnet, der selbst viele Menschen auf dem Gewissen habe.

Selbst wenn dieser ein Terrorist gewesen sei sollte, sei es unmöglich, dass ein ausländischer Geheimdienst in Deutschland einen Mord verübe, sagte der SPD-Obmann im Auswärtigen Bundestagsausschuss. Es gebe rechtsstaatliche Verfahren, an die sich auch Russland halten müsse.

Putin hatte beim Ukraine-Gipfel in Paris auf Journalisten-Nachfrage in der Nacht zu Dienstag gesagt: „In Berlin wurde ein Krieger getötet, der in Russland gesucht wurde, ein blutrünstiger und brutaler Mensch.“ Der Georgier soll in der russischen Teilrepublik Tschetschenien auf Seite der Separatisten gegen Russland gekämpft haben. Er habe den Tod Dutzender Menschen verschuldet. Er war am 23. August in Berlin erschossen worden. Putin kritisierte Deutschland dafür, den Mann nicht ausgeliefert zu haben.

Der Mord hat die deutsch-russischen Beziehungen belastet. Die Bundesregierung wirft Russland fehlende Kooperation bei der Aufklärung des mutmaßlichen Auftragsmords vor und wies deshalb in der vergangenen Woche zwei russische Diplomaten aus. Putin kündigte eine „spiegelgenaue“ Reaktion an.

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    1 Kommentar zu "Tiergarten-Mord: SPD-Außenpolitiker „erschrocken“ über Putins Worte zu totem Georgier"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Russland handelt nicht anders als die USA die laufend weltweit Terroristen oder vermeintliche Terroristen, die sie für sich als Bedrohung erachten, ermorden. Nur hier schweigt die deutsche Außenpolitik.
      Wer die Todesstrafe ablehnt, sollte doch mindestens genauso ablehnen, dass Menschen, auch wenn sie als Terroristen gelten, nicht ohne Gerichtsurteil sanktioniert, geschweige denn ermordet werden dürfen. Das gebietet die Rechtsstaatlichkeit, aber dies gilt nicht nur bei Russland sondern vor allem auch bei den USA.
      Bei Russland kommt dann ein unglaubwürdiges Gelabere von Rechtsstaatlichkeit usw. nur wer selber bis zum Hals im Dreck steckt sollte nicht auf andere mit Dreck werfen, oder besser gesagt, Rechtsstaatlichkeit hat immer zu gelten, auch bei IS-, Taliban, tschetschenischen Terroristen. Wenn aber die Bundesrepublik einen tschetschenischen Terroristen laufen lässt, also nicht verfolgt oder ausliefert, darf man sich schon fragen was hier bezweckt werden sollte? Politische Spielchen sind gefährlich! Einen tschetschenischen Terroristen um Russland zu ärgern nicht zu verfolgen, das kann wie in dem diesem Fall gravierende Folgen haben. Dass wir diese nicht tolerieren dürfen ist selbstverständlich, nur würden die USA in so einem Fall überhaupt nicht anders handeln. Also mehr Ehrlichkeit sehr geehrter Herr SPD-Außenpolitiker Nils Schmid.

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