Tillich widerspricht Merkel „Der Islam gehört nicht zu Sachsen“

Angela Merkels Islam-Aussage spaltet die Union immer mehr. Nun widerspricht ausgerechnet der sächsische Ministerpräsident seiner Kanzlerin. Stanislaw Tillich stellt Forderungen an die muslimischen Verbände auf.
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Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Tillich: Im Wahlkampf Seite an Seite, in der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, nicht. Quelle: dpa

Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Tillich: Im Wahlkampf Seite an Seite, in der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, nicht.

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BerlinDer sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat der Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) widersprochen, der Islam gehöre zu Deutschland. „Ich teile diese Auffassung nicht“, sagte Tillich der Zeitung „Welt am Sonntag“. Muslime seien in Deutschland willkommen und könnten ihre Religion ausüben. „Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört“, sagte Tillich. Zuvor waren bereits andere CDU-Politiker auf Distanz zu Merkels Aussage gegangen.

Das islamkritische Bündnis Pegida ruft seit Wochen regelmäßig zu Demonstrationen in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden auf. In mehreren Städten gibt es Ableger. Die ursprünglich für Montag geplante nächste Demonstration in Dresden wurde auf Sonntag vorverlegt, weil es am Montag in der Innenstadt aus Protest gegen Pegida ein großes Bürgerfest geben soll.

Über den Umgang mit dem Bündnis, das sich gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlands richtet, gibt es eine breite politische Debatte. Tillich forderte in der „Welt am Sonntag“ die muslimischen Verbände auf, sich klarer von islamistischem Extremismus zu distanzieren. „Die Menschen haben Angst vor dem Islam, weil Terrorakte im Namen des Islam verübt werden“, sagte er der Zeitung.

„Die muslimischen Verbände könnten den Menschen diese Ängste nehmen, wenn sie klar formulieren, dass es sich um einen Missbrauch ihrer Religion handelt“, sagte Tillich. Dies wäre „ein überzeugender Beitrag, die Ängste in diesem Land zu reduzieren“. „Deutliche Worte“ von den Verbänden forderte Tillich auch gegen Salafisten und eine Scharia-Polizei. „Solche Strömungen können die Muslime in diesem Land doch nicht wollen“, sagte er.

Gleichzeitig macht sich der sächsische Ministerpräsident für eine stärkere Zuwanderung von Ausländern nach Ostdeutschland stark. Tillich und mit seine Kollegen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt, Bodo Ramelow (Linke) und Reiner Haseloff (CDU), sagten der „Welt am Sonntag“, gerade der Osten sei auf mehr Ausländer angewiesen. „Wir können gar nicht genug Hände und Köpfe kriegen für die Arbeit, die zukünftig geleistet werden muss“, sagte Thüringens Regierungschef Ramelow.

Tillich verwies auf das „Demografie-Problem“. Er sprach sich dafür aus, die Mindestverdienstgrenzen bundesweit zu senken: „Die Blue Card für ausländische Fachkräfte verlangt für einen Zuwanderer aus einem Nicht-EU-Land als Mindestgehalt über 40.000 Euro pro Jahr.“ Der Mindestverdienst eines Facharbeiters in Ostdeutschland liege aber bei rund 25.000 Euro im Jahr. An dieser Summe müsse man sich orientieren.

Gehört der Islam tatsächlich zu Deutschland?

  • afp
  • rtr
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2 Kommentare zu "Tillich widerspricht Merkel: „Der Islam gehört nicht zu Sachsen“"

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  • Der Islam gehört nicht zu Sachsen. Ein Mann ein Wort .Der Islam gehört zu Merkel und auch zur CSU. Bald gibt es Dirndel.Burkas und Seehofer und Co sollten weiter ruhig bleiben zur Aussage von Merkel und damit Zustimmung signalisieren.

    Ein Fall für das Grundgesetz -Gericht Die Merkel Aussage!!

  • Der Islam gehört dahin, wo er herkommt. In die Wüste.

    Am besten gleich mitsamt Christentum und Judentum, als weitere Wüstenreligionen, die nur die Birne und das freie, ideologiefreie Denken vernebeln.

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