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Tourismusbranche Trotz Wirtschaftsflaute und Klimaschutzdebatte: Tourismus zielt auf Übernachtungsrekord

Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Übernachtungen laut Statistischem Bundesamt um 3,8 Prozent gestiegen – trotz Unsicherheiten wie dem Brexit und Handelskonflikten.
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Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Übernachtungen um 3,8 Prozent auf 222,4 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Quelle: dpa
Reisende

Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Übernachtungen um 3,8 Prozent auf 222,4 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

(Foto: dpa)

Berlin Trotz Wirtschaftsflaute steuert die Tourismusbranche in Deutschland auf den zehnten Übernachtungsrekord in Folge zu. „Die Reiselaune zeigt sich bislang resistent sowohl gegenüber den dunkler werdenden Konjunkturwolken als auch gegenüber diversen tourismuskritischen Stimmen im Zuge der Klimadebatte“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Frenzel, am Donnerstag.

Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Übernachtungen um 3,8 Prozent auf 222,4 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg um vier Prozent auf fast 183 Millionen. Aus dem Ausland gab es ein Plus von drei Prozent auf knapp 40 Millionen.

Die Tourismusbranche profitiert seit Jahren von der guten Konjunktur und der Jobsicherheit der Verbraucher. Im Frühjahr und Sommer könnte die deutsche Wirtschaft aber in eine vorübergehende Rezession abrutschen. Erste Daten veröffentlicht das Statistikamt nächste Woche. Zudem geht der Boom am Arbeitsmarkt zu Ende.

Weitere Unsicherheiten seien der unklare Brexit-Fahrplan und die weltweiten Handelskonflikte, erklärte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Guido Zöllick. „Trotz der Risiken bleibt die Branche angesichts der anhaltenden Reise- und Konsumlust der Gäste grundsätzlich positiv gestimmt und rechnet für 2019 mit dem zehnten Wachstumsjahr in Folge.“ Die Branche peilt rund zwei Prozent mehr Umsatz an.

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) sieht auch die Politik am Zug. Wegen schwieriger werdenden Rahmenbedingungen und der wirtschaftlichen Abkühlung müsse die Nationale Tourismusstrategie rasch umgesetzt werden, forderte DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz. „Vor allem sind jetzt enorme Investitionen in die touristische Infrastruktur notwendig.“ Dies betreffe etwa den öffentlichen Nahverkehr und mehr Digitalisierung wie WLAN im ländlichen Raum.

Bei den Reiseveranstaltern, die vor allem Urlaub im Ausland organisieren, macht sich laut Branchenverband DRV die Konjunkturflaute und die jüngste Debatte über Klimaschutz und „Flugscham“ bisher nicht bemerkbar.

Mehr: Lesen Sie hier, warum Großbritannien von 2020 an nicht mehr an Interrail teilnimmt.

  • rtr
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