Treffen in Berlin Schäuble trifft griechischen Oppositionsführer Tsipras

Der linksradikale griechische Oppositionsführer Alexis Tsipras kommt am Montag nach Berlin, um den deutschen Finanzminister zu treffen. Das Treffen kommt auf Initiative von Tsipras zu Stande.
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Der griechische Oppositionsführer Alexis Tsipras trifft am Montag Finanzminister Wolfgang Schäuble. Quelle: dapd

Der griechische Oppositionsführer Alexis Tsipras trifft am Montag Finanzminister Wolfgang Schäuble.

(Foto: dapd)

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble trifft am Montag zu einem Gespräch mit dem griechischen Oppositionsführer Alexis Tsipras vom linksradikalen Bündnis Syriza zusammen. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums sagte am Freitag, die Begegnung in Berlin gehe auf einen Wunsch Tsipras' zurück. Schäuble sei der Auffassung, dass es für den Erfolg des Reformprozesses in dem Land wichtig sei, dass dieser von allen politischen Kräften getragen werde: „Um dafür zu werben, nutzen wir dieses Gespräch.“ Gerade wenn man unterschiedlicher Auffassung sei, sei es wichtig, das Gespräch miteinander zu suchen, sagte sie.

Tsipras lehnt den Sparkurs der Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte er im November in einer Haushaltsdebatte vorgeworfen, sie verfolge den Plan eines deutschen Europas. Griechenland solle in eine „Schuldenkolonie und der europäische Süden in eine Billiglohn-Sonderwirtschaftszone verwandelt werden“.

  • rtr
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4 Kommentare zu "Treffen in Berlin: Schäuble trifft griechischen Oppositionsführer Tsipras"

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  • Aus den griechischen Nachrichten weiß ich, dass Tsipras vorhat, die Nazikeule rauszuholen. Er will Merkel daran erinnern, wie tolerant, wohlwollend und rücksichtsvoll nach dem WKII die Alliierten Mächte sowie die kleinen Länder wie z.B. GR gewesen seien, als sie auf umfangreiche Reparationen verzichteten.
    Er will diese Erinnerung dazu benutzen, seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, die seiner Auffassung nach unzumutbaren Auflagen der Troika wieder rückgängig zu machen.

  • " Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte er im November in einer Haushaltsdebatte vorgeworfen, sie verfolge den Plan eines deutschen Europas. Griechenland solle in eine „Schuldenkolonie und der europäische Süden in eine Billiglohn-Sonderwirtschaftszone verwandelt werden“."

    Jupp, damit hat er sicher nicht unrecht. Und wenn Merkel Griechenland in ein Billiglohnland gewandelt hat, ist es alternativlos, das auch die deutschen Einkommen massiv sinken, ausgenommen die von Politikern und Bankstern.

    Schöne neue Welt....

  • @ mit dem schuldnerwechsel usw. ja da kann mann/frau als ordnungspolitiker jute schlechte laune krijen, aber is au scho ne weile her - der schuldnerwechsel. so aber zu allem anderen watt sie da stöhnen, is ja ihre vorraussetzung, datte de schulden nich rückgezahlet werden. da antworte ich ihne druf: wie isset in argentina gelaufen und läuft noch? so leicht kommet de schuld - manchmal leider - nich aus de welt!!!!

  • Wir reden und reden, wir reisen uns reisen, das ist das Motto der Euro-Politiker. Verschwiegen wird, das die Erwerbslosenzahlen steigen, die Verarmung breiter Massen weiter geht, die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands sich nicht gebessert hat, mehr als 50 Milliarden Steuern in Griechenland immer noch nicht eingetrieben wurden, aber der europäische Bürger für Griechenland mit mehr als 300 Milliarden haftet, obwohl er in Griechenland keinerlei Einfluss auf die Politik hat. Tritt Griechenland morgen aus dem Euro aus, was wahrscheinlich ist, bleiben die Euro-Bürger auf den griechischen Schulden sitzen. Die Banken und Spekulanten, die in Griechenland investiert haben sind fein heraus, weil der europäische Steuerzahler das Risiko übernommen hat. Die reichen Griechen kommen aus den Steueroasen nach dem Austritt Griechenlands aus dem Euro nach Griechenland zurück und kaufen das Land auf und zahlen wieder keine Steuern.

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