Trendwende Ostdeutschland wird Zuwanderungsregion

Leere Lokale, geschlossene Schulen und abstürzende Mieten: Jahrzehntelang bot der Osten Deutschlands das Bild einer sterbenden Region. Das scheint nun vorbei. Seit 2012 wächst der Osten – oder zumindest seine Metropolen.
Die Ost-Beauftragte der Bundesregierung macht auch zahlreiche Förderprogramme für die Trendumkehr verantwortlich. Quelle: dapd
Städtebauförderung und Stadtumbau Ost

Die Ost-Beauftragte der Bundesregierung macht auch zahlreiche Förderprogramme für die Trendumkehr verantwortlich.

(Foto: dapd)

BerlinMehr als zwei Jahrzehnte nach der Wende ist die Abwanderung aus Ostdeutschland gestoppt. Seit 2012 ziehen nach amtlichen Zahlen mehr Menschen aus Westdeutschland und dem Ausland in den Osten als umgekehrt. „Wir haben eine Trendwende“, sagte Reiner Klingholz, der Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, am Dienstag in Berlin. Davon profitierten aber in erster Linie die größeren Städte wie Leipzig, Dresden, Jena, Erfurt und Potsdam. In 85 Prozent der Gemeinden überwiege noch immer die Abwanderung.

Das Institut hat Zahlen der Statistischen Ämter in einer Studie zusammengefasst. Die stark wachsende Hauptstadt Berlin wurde nicht berücksichtigt.

  • dpa
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