Trinken auf öffentlichen Plätzen Kretschmann will über Alkoholverbot sprechen

In anderen Ländern gilt bereits ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen, in Deutschland ist das Thema noch sehr unpopulär. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will die Möglichkeiten ausloten.
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Ministerpräsident Kretschmann will das Gespräch mit allen Parteien suchen. Quelle: dpa

Ministerpräsident Kretschmann will das Gespräch mit allen Parteien suchen.

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StuttgartDer baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann will die Möglichkeit eines Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen im Südwesten ausloten. Laut „Stuttgarter Nachrichten“ hat der Grünen-Politiker die Landesvorsitzenden von CDU, FDP, Grünen und SPD eingeladen, mit ihm über ein zeitlich und örtlich beschränktes Verbot zu diskutieren.

In einem Brief schreibt er demnach, es sei ihm ein persönliches Anliegen, die Kommunen im Land „mit den tatsächlich bestehenden Problemen nicht alleine zu lassen, sondern den Dialog zu suchen, um Lösungsmöglichkeiten auszuloten“.

Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit soll dem Bericht zufolge auf die Tagesordnung eines Runden Tisches „Lebenswerter öffentlicher Raum“ am 24. Januar im Stuttgarter Staatsministerium. An diesem sollen auch Vertreter von Kommunen, Verbänden, Landtagsfraktionen sowie von Innen- und Kultusministerium teilnehmen. Ziel sei ein umfassendes Handlungskonzept mit „restriktiven und präventiven Elementen“.

Die SPD hatte allerdings erst im Oktober auf ihrem Landesparteitag ein gesetzliches Alkoholverbot abgelehnt. Auch Grünen-Landesvorsitzender Chris Kühn sieht laut Zeitung in seiner Partei dafür keine Mehrheit und verweist auf das Wahlprogramm, in dem ein Alkoholverbot abgelehnt wird.

 
  • dapd
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17 Kommentare zu "Trinken auf öffentlichen Plätzen: Kretschmann will über Alkoholverbot sprechen"

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  • nicht alle vertragen ihn gleich gut...und deshalb finde ich ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen für absolut gerechtfertigt und notwendig. Schliesslich gibt es ja auch die Promillegrenze beim Autofahren. Da wird auch nicht unterschieden zwischen denen die es vertragen Alkohohl zu trinken und denen die ihn nicht vertragen.
    Verbote sind überall dort angesagt wo der Mensch aufgrund des Konsums bzw. des Besitzes einer Substanz bzw. eines Dinges das Maß verliert zu unterscheiden bzw. die Hemmschwelle sinkt etwas zu tun was er in ungetrübten Zustand niemals tun würde.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @ Claudia

    Grandiose Liste - hätte von mir sein können. Sie haben noch die Abgassteuer für das Ausatmen vergessen. Wird erhoben wenn nicht parallel zum Ausatmen irgend eine Belehrung Andersdenkender erfolgt oder oder ein Grünkernrezept rezitiert wird.

  • Werte Claudia, Sie vergassen noch einen wichtigen Punkt in Ihrer grandiosen Aufstelltung:
    -Der Cannabis Konsum wird wieder unter Strafe gestellt.Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ein Lob für die Grünen. Nachdem die gegenwärtige Bundesregierung mit dem Atomausstieg ein Kernthema der Grünen beerdigt hat stehen nun die wirklich wichtigen Dinge an. Es gilt nun die "grüne Liste" abzuarbeiten.

    - Rauchverbot, teilweise gelungen (es folgt noch Rauchverbot auch in privaten Räumen unter 30 qm)
    _ Alkoholverbot, grundsätzliches Verbot bei öffentlichen Veranstaltungen wie Schützenfeste, Sportveranstaltungen, privaten Grillfesten, Hochzeiten oder anderen Veranstaltungen.
    - Alkoholausschank nur noch in rauchfreien Kneipen in der Zeit zwischen 20 und 22 Uhr; undbeschränkung auf drei Getränke pro Gast.
    - Höchstgeschwindigkeit Innerorts von 20 km/h, ausserorts
    30 km, auf Autobahnen 80 km/h.
    - Fahrzeuge mit einem Spritverbrauch von mehr als 3 l je 100 km werden mit einer Umwelsteuer belegt.
    - Heterosexuelle Paare die nicht mindestens ein Kind in die Schwulen- bzw. Lesbenscene zuführen werden in die Steuerklasse V eingestuft.
    - An christlichen Feiertagen hat jede deutsche Familie eine Migrantenfamilie einzuladen, zu beschenken und zu beköstigen.
    - bei islamischen Feiertagen wird bundesweit geflaggt und die islamischen Mitbürger haben arbeitsfrei.

  • Eine Landesregierung, die eine Nettoneukreditaufnahme von 3 Milliarden Euro als Sparpaket verkauft, muss mit solchen Themen ablenken, bevor ihr die Bürger auf die Schliche kommt.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Ganz klar. Die Partei der professionellen Erzieher hat nun ein neues Spielfeld gefunden. Hat erst einmal einer von den Umnebelten (denn ganz klar können die gar nicht in den Köpfen sein) den Ball angestoßen, wird dieser Schwachsinn auch konsequent weiter verfolgt. Wie wären denn die Grünen in der Pizza-Connection, in Bonn bei einigen, nicht zu wenigen Gläsern Rotwein verbündet, zu ihrem Einfluß in der Politik gekommen? Sind die eigentlich immer noch besoffen?? Und weil die wohl schwere Kopfschmerzen haben, wollen die nun die Ursache ihrer eigenen Verblendung verbieten. Wann kommt eigentlich die Sex-Polizei in die Schlafzimmer und schreibt den ehelichen Umgang vor?? Die gehören allesamt auf die Liegen von Psychiatern.
    Sorry und ohne persönlich werden zu wollen: Herr Kretschmar scheint mir ein verwunschener Frosch zu sein. Bei dem Gequake (inhaltlich und akustisch).

  • Nee, es ist eine dumme Idee. Wir haben wohl weitaus schlimmere Probleme. Jemand der Alkohol trinkt, der beeinträchtigt nicht die Gesundheit Anderer, jedenfalls direkt durch das Trinken. Wo man beim Rauchen anderer Meinung sein kann.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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