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Trisomie 21 Bluttest auf Down-Syndrom kommt später

Der umstrittene Schwangerschafts-Bluttest auf das Down-Syndrom kommt erst im August und nicht mehr im Juli auf den Markt. Zuvor muss der Hersteller LifeCodexx noch weitere medizinrechtliche Fragen beantworten.
28.07.2012 - 12:45 Uhr Kommentieren
Restaurant-Besitzer mit Down-Syndrom. Quelle: dpa

Restaurant-Besitzer mit Down-Syndrom.

(Foto: dpa)

Konstanz Der umstrittene vorgeburtliche Bluttest auf das Down-Syndrom kommt später als geplant auf den Markt. Der Launch werde in den August verlegt, teilte der Konstanzer Hersteller LifeCodexx am Samstag der Nachrichtenagentur dpa mit. „Wir warten das abschließende Gespräch mit dem Regierungspräsidium Freiburg Anfang kommende Woche für die formale Freigabe des PraenaTests durch das Präsidium ab.“ Der Test sollte ursprünglich im Juli auf den Markt kommen.

Die Freigabe habe sich verzögert, da das Unternehmen nachträglich Fragen erhalten habe, die noch das Medizinprodukterecht betreffen. „Diese wurden nun vollständig geklärt.“ Erst nach dem Gespräch mit der Behörde könnten konkrete Aussagen zu einem neuen Termin für die Markteinführung gemacht werden, hieß es.

Ein Verbot des Bluttests auf den Chromosomen-Fehler Trisomie 21 hatte unter anderem der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, gefordert. Er stützte sich auf ein Rechtsgutachten, demzufolge der Test mit geltendem Recht nicht vereinbar sei - weder mit der Menschenwürde noch mit Artikel 3 des Grundgesetzes.

Das Land Baden-Württemberg, Sitz des Herstellers und damit zuständig, wird den Test nach früheren Angaben des Sozialministeriums nicht verbieten. Dafür seien die rechtlichen Voraussetzungen nach dem Gendiagnostikgesetz nicht gegeben. Der „PraenaTest“ ermöglicht die Erkennung des Down-Syndroms ohne Eingriff in den Mutterleib.

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    Trisomie 21 führt zu geistigen Behinderungen und körperlichen Auffälligkeiten. Bisher wird mit einer Fruchtblasenpunktion getestet, die medizinische Probleme bis hin zur Frühgeburt verursachen kann. Beim neuen Test genügt eine Blutprobe der Mutter.

    • dpa
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