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Troika-Besuch Deutsche Drohgebärden gegen Griechenland

Eben erst ist die Troika zu ihrem Kontroll-Besuch eingetroffen, da positionieren sich immer mehr deutsche Politiker gegen weitere Hilfen für Athen. Ganz vorne dabei: Bayerns Ministerpräsident Seehofer - und die FDP.
24.07.2012 - 07:20 Uhr 54 Kommentare
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer poltert gegen Griechenland. Quelle: dapd

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer poltert gegen Griechenland.

(Foto: dapd)

Berlin Die sogenannte Troika trifft heute in Griechenland zu weiteren Kontrollen der Reformauflagen ein. Die Experten von Weltwährungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission sollen überprüfen, wie weit das akut pleitebedrohte Land bei der Umsetzung gekommen ist. Klar ist aber schon jetzt, dass die Auflagen für weitere Auszahlungen aus den bestehenden Hilfspaketen nicht erfüllt sind. Angesichts dessen schließen deutsche Politiker zusätzlich nötige Hilfen aus. FDP-Generalsekretär Patrick Döring hält einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone sogar für hilfreich.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer sagte der „Bild“-Zeitung: „Über ein neues Hilfspaket sollten wir überhaupt nicht reden, und Gelder aus dem beschlossenen Hilfspaket dürfen nur fließen, wenn Griechenland alle Bedingungen vollständig erfüllt.“ Europa sei mit den beschlossenen Hilfspaketen für Griechenland bereits „bis an die Grenze des Vertretbaren gegangen“.

Die griechische Regierung will erreichen, dass vereinbarte Spar- und Reformziele nicht bis 2014, sondern erst bis 2016 umgesetzt werden müssen. Unionsfraktionsvize Michael Meister sagte der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf: „Wenn mehr Zeit auch mehr Geld bedeutet, halte ich das für nicht umsetzbar.“

Und FDP-Generalsekretär Patrick Döring sieht im Bundestag derzeit ohnehin keine Mehrheit mehr für neue Griechenland-Hilfsmilliarden. "Die Reformziele werden - nach allem, was wir hören - deutlich verfehlt, und die Regierung hat ihre Zusagen wiederholt gebrochen", sagte Döring der "Passauer Neuen Presse": "Ich sehe jetzt keine Mehrheit im Bundestag für ein weiteres Hilfspaket."

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    Vielmehr sorge Athen dafür, dass die Sparerfolge Italiens, Portugals und Spaniens nicht genügend gewürdigt würden. "Athen ist bei der Eurorettung zum Hemmschuh geworden. Die mangelnden Fortschritte Griechenlands bei allen Reformen, Sparvorhaben und Privatisierungen führen dazu, dass die Finanzmärkte die immensen Anstrengungen in Spanien, Portugal, Italien und anderen europäischen Ländern nicht ausreichend würdigen", beklagte Döring.

    Döring fordert deshalb: „Es könnte an den Märkten Vertrauen schaffen, wenn Griechenland nicht mehr Teil der Eurozone wäre.“ Döring glaubt, dass „Griechenland außerhalb der Eurozone schneller wieder wettbewerbsfähig werden und gesunden kann“.

    Diese Ansicht teilt auch der Unionspolitiker Wolfgang Bosbach. Die vergangenen beiden Jahre hätten bewiesen, dass es Griechenland bevor allem an Wettbewerbsfähigkeit, hinreichender Steuermoral und effizienter Verwaltung fehle. „Daran werden immer neue Kreditzusagen oder Bürgschaften nichts ändern“, erklärte Bosbach im Saarländischen Rundfunk weiter.

    Derweil bleiben auch die anderen Problemländer der Euro-Zone im Blick. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) trifft heute in Berlin mit dem spanischen Wirtschaftsminister Luis de Guindos zusammen. Themen dürften die Milliarden-Hilfen für Spaniens marode Banken sowie die Auflagen der EU für diese Hilfen sein.

    Euro-Aus für Griechenland rückt näher

    • dapd
    • dpa
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    54 Kommentare zu "Troika-Besuch: Deutsche Drohgebärden gegen Griechenland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • sorry, Margrit, ich siehe keine Ähnlichkeit zwischen Griechenland und das ehemalige Yugoslawien und gehe jezt deswegen nicht ins Detail

    • Sandra
      das erinenrt so an Jugoslawien
      Erst hat man das Land wirtschaftlich zrstört. Dadurch kamen die ethnischen Konflikte und letztendlich Krieg
      Irgendwie ähnelt das drzeitge Gehabe in Europa genau diesem Spiel
      lesen das mal

      http://www.trend.infopartisan.net/trd0399/t400399.html
      wie Jugoslawien zerstört wurde

    • Lilly
      das ganze derzeitige Politiker-Getöse kann man als Sommerloch-Geschwafel einordnen.
      Wo waren die denn vorher? Da haben sie doch jeden Merkel und Grünen-SPD-Mist mitgemacht und immer fleißig die Händchen gehoben

    • Teil 2
      Dumpinggehälter, wie von Schröder eingeführt, müssen verboten werden. Jeder muß von seinem Lohn leben können, der eine ein wenig besser als der andre, der andere halt ein wenig geringer. Das kommt auf die Ausbildung an. So war es immer
      Und auch im Volk muß ein wenig Bescheidenheit mal wieder her. Der einfache Ungelernte kann nicht die Ansprüche haben und stellen wie ein Gelernter und auch ein gut Ausgebildeter und nicht wenig verdienend, kann nicht die Ansprüche stellen wie sein Anwalt oder Arzt. Denn haben noch ein wenig mehr gelernt und haben ein Studium
      Diese Abstufungen hatten wir immer und die gibt es überall
      Mit diesr Art haben wir immer gut gelebt und zwar ohne Neid.
      Jedr auf seinem Platz, jeder nach seinen Fähigkeiten
      Wir müssen es gemeinsam anpacken und dann klappt es auch wieder
      Und wenn wir dann wirklich wieder "Eliten" haben, nämlich Leute mit Anstand und hoher Intelligenz, haben wir viel ereicht.
      Frühr war ein Bankier mal eine geachtet Person in dem Ort/Viertel wo er lebt. Heute kann man diese Typen nur noch verachten. So weit hat es die Gier in den eltzen 20 Jahren gebracht
      Wie heißt es so schön? "Die Gir frißt ihre Kinder" und genau an dem Punkt sind wir
      Also Rolle rückwärts, packen wir es an
      Deutschland steht am Wendepunkt

    • Deutschland braucht eine 2. Stunde Null und
      Europa braucht eine Neuausrichtung.
      Wir müssen die Krise nutzen um uns neu auszurichten.
      Alles runterfahren, neu einjustieren und langsam wieder hochfahren. Großbetriebe wieder zerschlagen, sie sind ja gar nicht mehr lenkbar. Beendigung dieses Manager-Unwesens, unsre Firmen brauchen wieder den guten alten Geschäftsführer der nach kaufmänn.-betriebswirtschaftlichen Regeln das Unternehmen leitet. Ihm zur Seite der Dipl.-Ing in technischen Firmen und dann klappt das auch.
      in Deutschland ist das gute alte Kaufmannsdenken abhanden gekommen. Heute glauben diese Manager-Fatzkes mit dem Laptop, dem Handy, ein paar Controllerzahlen und hin und wieder dümmlichen Power-Point-Präsentatioen könne man ein Unternehme leiten. Wie in den Fertigungshallen bei z. B. Opel oder Ford die Autos zusammengeschraubt werden, wissen diese geschniegelten Herren nicht.
      In die Werkshallen gehört wieder der alte erfahrene Meister, dann klappt es auch wieder. Nur mit Jung-Jung und billig funktioniert es nicht
      Mitarbeiter müssen wieder als Mitarbeiter behandelt werden und nicht als Ware. Dann identifiziert man sich auch wieder mit seinem Unternehmen und guckt auch nicht auf die Uhr, wenn es mal 1/2 Std. später wird.
      Solche Gehälter in den Chefetagen wie derzeit gehören schlicht und einfach verboten.
      Z. Zt. geht es doch so, dass alles Geld was rein kommt, sofort nach Abzug der Steuern und Unkoten in die Taschen der Großaktionäre und Manager wandet und zum Gehälterzahlen braucht man dann einen Kredit. Für neue Investitionen schreit man dann nach dem Staat. und der Merkel-Staat zahlt. Es gibt fast keinen Betrieb der nicht Subventionen erhält, man siehe jetzt die Energiewende. Das ist Planwirschaft. Das geht nicht mehr.
      Ein Betrieb muß aus eigener Kraft am Markt bestehen, kann er das nicht, verschwindet er und es kommt ein andres Unternehmen.

    • "Handlungsoptionen", die Milliarden kosten
      Wenn die Politik ein referendum gemacht hätte, wäre es nicht soweit gekommen
      ...aber das Volk ist zu dumm, um gefragt zu werden

    • annie74
      Eine Rückabwicklung zur DM wäre möglich. Da müssen sich mal gute Fachleute, nicht selbsternannte Experten, dran setzen, wie das verträglich gemacht werden kann.
      Und wenn man dann auch dem Volk sagt, dass es mal z. B. ein Jahr etwas hart wird, danach aber wieder Normalität eintritt, werden alle mitziehen.
      Die Deutschen waren immer arbeitssam, haben die Ärmel hochgekrempelt und haben schon vieles gestemmt. Man muß nur aufhören, uns ständig zu belügen
      Ich sehe weniger einen totalen Zusammenbruch bei der Rückabwicklung als jetzt, wenn wir so weitermachen.
      Die deutsche Wirtschaft befindet sich bereits auf denm Abwärtstrend, Tausene von Entlassungen alleine hier in NRW sind schon bekannt.
      Wollen wir so lange warten, bis wir, wie 1929 mehr als 6 Millionen Arbeitslose haben?
      Damals lebten hier ca. 60 Mio Menschen, heute 82, also hätten wir dann 9 Mio.
      Dann wäre ein zweites 1933 möglich und genau das sollten wir verhindern

    • .und was sagt unsere "Mutti" zu der Situation. Weiter alles unter der Decke halten, aber in etwas mehr als einem Jahr ist Zahltag.Dann hat der Bürger endlich ein Mitspracherecht.

    • OK und wie gedenkt Herr Hollande die Sache anzugehen? Also ich weiss nicht, was seine Pläne sind. Nicht mal in den gröbsten Zügen.

    • Dann sichert man halt die Grenzen woanders. Ging doch früher auch. Was für ein Argument? Noch so ein Bereich des völligen Versagens.

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