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Trotz Förderkürzung DIHK erwartet Rekord bei Solaranlagen

Auch die geplanten Kürzungen im Förderprogramm für Solarstrom werden nach Einschätzung des DIHK nicht verhindern, dass 2012 eine Rekordmenge an Photovoltaikanlagen neu gebaut wird.
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Die Photovoltaikanlage des Solarparks Fliegerhorst Oldenburg. Quelle: dpa

Die Photovoltaikanlage des Solarparks Fliegerhorst Oldenburg.

(Foto: dpa)

Frankfurt/Berlin Die geplanten Kürzungen in der Solarstrom-Förderung werden den Ausbauboom nach Auffassung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) kaum bremsen. Er erwarte dieses Jahr einen Rekordzubau an Photovoltaikanlagen, sagte DHIK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag). „Nach unseren Schätzungen wird sich die Summe auf 8000 Megawatt (MW) belaufen“, sagte Wansleben. Das entspreche der Leistung von fünf Kernkraftwerken. Im vergangenen Jahr war mit 7500 MW ein neuer Rekordwert erreicht worden.

„Unternehmen wie Verbraucher werden dadurch über die Förderlaufzeit von 20 Jahren zusätzlich mit 20 Milliarden Euro belastet“, sagte Wansleben der Zeitung. Die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, Hildegard Müller, nannte die geplanten Kürzungen „nötig und richtig, um die Belastungen für die Verbraucher im Auge zu behalten“. Es müsse sich aber noch zeigen, ob es langfristig tatsächlich zu Einschränkungen bei der Förderung komme. Der Bundestag will die geplanten Kürzungen im Rahmen der Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes an diesem Freitag in erster Lesung beraten.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Trotz Förderkürzung: DIHK erwartet Rekord bei Solaranlagen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Wansleben redet Unsinn!
    Erstens hat er "seine" Mitgliedsfirmen, die valide Schätzungen über den Zubau dieses Jahr abgeben könnten, gar nicht befragt! Die Zahlen hat sich Herr Wansleben also offensichtlich ausgedacht?!
    Zweitens hat sich der PV-Anteil an der EEG-Umlage nach Angaben des BDEW von 2011 auf 2012 nur um 0,077 Cent/ kWh erhöht. Das entspricht einer absoluten Kostensteigerung von ca. 300 Mio. Euro p.a., über 20 Jahre also max. 6 Mrd. Euro! Da auch dieses Jahr wieder die PV-Vergütung auch ohne Sonderabsenkung um ca. 30% gegenüber dem Vorjahr sinken wird, reduzieren sich natürlich auch die Kosten entsprechend, selbst wenn ein Zubau auf Vorjahresniveau erreicht werden würde, wovon aber realistischerweise nicht auszugehen ist!
    Drittens verteuert sich der Strompreis dieses Jahr ungefähr zehnmal so stark wie die PV-Umlage von 0,077 Cent/ kWh. Ursache sind die deutlich gestiegenen Importpreise für Primärenergieträger und die nach wie vor zu große Marktmacht der Stromkonzerne! Einen Vorschlag an die Politik, diesem Kostenanstieg entgegenzuwirken, gibt es vom DIHK dagegen nicht?!

  • Der Lohnkostenanteil liegt bei Firmen wie z.B. Solarworld bei unter 10 cent/Wp. Die Preisdifferenzen zu chinesischen Modulen liegen aber teilweise bei 30 cent/ Wp und mehr!
    Es ist kein fairer Wettbewerb mit China möglich, wenn der Yuan künstlich in einem zu niedrigen Wechselkurs mit dem Dollar (und damit auch zum Euro) gehalten wird. Bei einer freifloatenden Währung wäre der Wechselkurs des Yuan wahrscheinlich 20-30% höher, und die Module aus China nicht mehr billiger!

    Aber diesen Zusammenhang interessiert offensichtlich niemanden!

  • Hallo,
    zur Thematik Fotovoltaik möchte ich auf den Solar-Förderverein e.V. (www.sfv.de) verweisen.
    Insbesondere der Solarrechner der Stromerträge mit realen Daten aus Anlagen ist interessant und die Thematik wird objektiv dargestellt.

  • Super Scheinargument -
    was ist denn mit dem Mineralöl, der Kohle und dem Erdgas was Deutschland importiert? Wem kommt dieses Geld zugute?
    Jede Kilowattstunde Strom die aus hiesiger Sonne produziert wird, muss nicht mehr importiert werden. Im Gegensatz zu vorgenannten fossilen Brennstoffen die einfach in Luft bzw. besser: CO2 aufgehen ist ein Photovoltaikmodul eine Investition in Infrastruktur.

  • Bei den Kürzungen im Förderprogramm für Solarstrom geht es darum dass immer mehr aus Asien insgesamt und China ganz besonders importiert wird. Inzwischen sind sie genauso gut wie deutsche Produkte, dafür aber wesentlich preiswerter.
    Diese Länder profitieren indirkt vom deutschen Förderprogramm für Solarstrom.
    Eine Lohnkürzung in der deutschen Solarindustrie, um die Wettbewerbsfähigkeit zurück zu gewinnen, wäre hier angebracht und die bessere Lösung.
    Und das tut weh! Wir sind doch keine Grieche oder Spanier!

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