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Trotz Menschenrechtslage Merkel würde zu EM-Finale in die Ukraine reisen

Schon im Vorfeld der Fußball-EM wurde wegen der Menschenrechtslage in der Ukraine über einen Boykott der Spiele diskutiert. Nun will die Kanzlerin bei deutscher Finalbeteiligung trotzdem nach Kiew reisen.
26.06.2012 - 08:16 Uhr 8 Kommentare
Angela Merkel jubelt beim Spiel Deutschland gegen Griechenland. Quelle: dpa

Angela Merkel jubelt beim Spiel Deutschland gegen Griechenland.

(Foto: dpa)

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel will bei einem Einzug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ins EM-Finale trotz der schwierigen Menschenrechtslage in der Ukraine zum Endspiel nach Kiew fahren. Das verlautete am Dienstag in Berlin aus Regierungskreisen. Merkel hatte der Löw-Mannschaft ihre Teilnahme laut Teammanager Oliver Bierhoff bereits angekündigt. Offiziell will sie sich dazu aber erst nach dem Halbfinale gegen Italien äußern, das am Donnerstagabend in Warschau ausgetragen wird.

Vor Beginn der EM hatte es im Kanzleramt geheißen, sollte sich die Lage für die inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko nicht verbessern, werde Merkel nicht bei einem Spiel neben Präsident Viktor Janukowitsch sitzen. Öffentlich hatte Merkel gesagt, die rechtsstaatliche Lage in der Ukraine gebe Grund zur Sorge. Es sei wichtig, alles dafür zu tun, dass Timoschenko schnell die richtige Behandlung gegen ihre Erkrankung bekomme.

Die 51-Jährige Oppositionspolitikerin wird inzwischen von Ärzten der Berliner Charité betreut, ihre Lage gilt aber als weitgehend unverändert.

Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Tom Koenigs (Grüne), ist gegen einen Besuch Merkels beim EM-Finale. „Ich möchte keine Jubelbilder der Kanzlerin mit Janukowitsch sehen“, sagte Koenigs. „Wenn sie sich beteiligen will, und das will sie ja, dann kann sie sehr viel mehr Fans beglücken, wenn sie hier (in Berlin) zur Fanmeile kommt.“

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    Koenigs kritisierte, Timoschenko werde zu Unrecht „in einem scheußlichen Gesundheitszustand im Gefängnis gehalten“. Es reiche deshalb nicht, wenn Merkel Timoschenko in Haft besuchte. „Wenn natürlich es Frau Merkel gelänge, Frau Timoschenko mitzubringen, dann soll sie auch aufs Spiel gehen, dann gewinnen wir auch die Europameisterschaft.“

    • dpa
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    8 Kommentare zu "Trotz Menschenrechtslage: Merkel würde zu EM-Finale in die Ukraine reisen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mal eine ganz andere Frage: Wenn Merkel in die Ukraine reist, zahlt sie das aus eigener Tasche? Hat sie die Reise nach Danzig selber bezahlt?

      Wenn man der Meinung ist, das Deutschland bei der EM repräsentiert werden müsse, dann ist das nicht Sache der Kanzlerin. Die Dame soll regieren, zur Repräsentation leisten wir uns schließlich einen Bundespräsidenten.

    • Bingo
      Heuchelei immer wenn die ihren Mund aufmacht.
      Es war doch abgemacht, dass niemand in die Ukraine fährt
      Und nun?
      Merkel würde auch mit dem Teufel paktieren

    • Definitiv falsch!

      Nicht zur EM in der Ukraine zu gehen war ein mutiger und ein richtiger Schritt, der ihr sehr viel Respekt eingebracht hat.
      Das jetzt zu verwerfen und absolut falsch!
      Die Lage der Oppositionsführerin ist desolat und Deutschland muss hier ein Zeichen setzten!

    • Unsere Kanzlerin, Frau Dr. Merkel entscheidet richtig!

      Den Menschen in der Ukraine hilft man nicht, in dem man das ganze Land wie einen Aussetzigen abstraft.

      Ausserdem haben Politikerkarrieren nur eine kurze Dauer. Im Herbst sind schon wahlen in der Ukraine und entgegen vieler Stimmen geht es dort wohl nicht weniger demokratisch zu, wie in den USA. Über beide Länder kann man gerne reden, was Menschenrechte und Demokratie angeht.

      Das Thema Timoschenko wird uns alle noch lange beschäftigen. Es kann auch noch ein paar Überraschungen geben, die den kritischen Stimmen die Schamesröte ins Gesicht treiben werden. Wir dürfen nicht vergessen, wie Timoschenko zu ihren Millionen gekommen ist und auch sollten wir uns erinnern, daß während ihrer Amstzeit viele bedenkliche Geschäfte abgewickelt wurden bis hin zum Diebstahl von russischem Gas.

      Ich wäre äusserst vorsichtig, mich hier in die Politik einzumischen und Timoschenkos PR-Aktion auf dem Leim zu gehen.

    • Das verstehe wer will : zuerst erteilt das Kanzleramt den Offiziellen wegen zweifelhafter Positionierung fuer die Ukrainischen Pseudodemokraten bzw Pseudooppositionellen einen Reiseverbot.... und ploetzlich simm salabimm.. ein grosser Sinneswandel bei der Zonenwachtel...sie will zum Finale..!!! Wer braucht das fette Fashionmodel dort..? Etwa die Fans, oder die Spieler, oder am wahrscheinlichsten Loew, um beim Volke zu punkten, zumal sie nicht faehig sind, Leistung zu erbringen...! Mit welchem Konzept will den Loew gegen Spanien bestehen, wen er nicht schon ueber die Italiener stolpert..? Mutti, bleib daheim und blamiere nicht die Nation !!!

    • wieder einmal zeigt sich, Merkels Aussagen haben eine Halbwertszeit von 2 Monaten.. dann tritt das Gegenteil ein..

    • Die Eule würde doch zur Machterhaltung auch Honecker selig sprechen.

    • Was ist denn das für eine Scheinmoral: Busch, der mit Lügen die Weltöffentlichkeit getäuscht hat deshalb einen Krieg begonnen hatte wird von Merkel noch auf seiner Privatfarm besucht, statt sich dafür einzusetzen, daß dieser Typ vor das Kriegsverbrechertribunal gestellt wird.

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