Trotz Widerständen Aigner startet Lebensmittelportal im Juli

Das von der Bundesverbraucherministerin geplante Verbraucherportal ist umstritten. Ilse Aigner will "Lebensmittelklarheit.de" trotz aller Widerstände im Juli frei schalten.
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Ilse Aigner posiert mit Grundschulkindern in Berlin. Quelle: dpa

Ilse Aigner posiert mit Grundschulkindern in Berlin.

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BerlinDas wird die Ministerin morgen auf dem Deutschen Verbrauchertag ankündigen, wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfuhr. "Ich setze mich für Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln ein", heißt es in ihrem Redemanuskript, das dem Handelsblatt vorliegt. Sie begründet den Schritt mit einem Graubereich bei der Produktkennzeichnung. So seien etwa Früchte auf Joghurts abgebildet, die aber nur Aromen enthielten. Aigner beruft sich auf eine Umfrage ihres Hauses, wonach mehr als die Hälfte der Verbraucher unzufrieden sind, mit den Informationen auf Lebensmittelverpackungen.

Ursprünglich sollte das Portal, dass die Verbraucherzentrale Hessen betreiben wird, bereits im Juni an den Start gehen. Verbraucher sollen dort Produkte nennen können, von denen sie sich getäuscht fühlen. "Und die Unternehmen haben die Möglichkeit, dazu Stellung zu beziehen und ihre Botschaften zu erklären", sagt Aigner laut Manuskript. Dies sei ein Beitrag zu mehr Markttransparenz. Die Wirtschaft hingegen betrachtet dies als eine Art Pranger und bereiten Klagen vor. Auch die FDP kritisiert das Projekt. Finanziert wird es aus dem Etat des Verbraucherministeriums.

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