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Merkel und Tsipras tauschen Freundlichkeiten aus, kommen aber einer Lösung im Streit um die Schulden Athens nicht näher. Der griechische Regierungschef bleibt viel zu vage bei seinen Reformversprechen. Ein Kommentar.

Kommentare

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  • Die Währungsunion ist und bleibt ein politischer Rohrkrepierer.

  • Herr Sonnabend
    so ist es. Volle Zustimmung
    Ohne diesen Kunstgeld hätten wir alle diese Probelme nicht

  • Heute käst sich hier der Troll wieder aus.

  • Was soll er denn sagen? Noch so viele Reformen würden die Schuldensituation ja doch nicht lösen. Alle Beteiligten wissen, dass der Grexit kommt. Jetzt geht es nur noch darum, Grichenland so lange wie möglich im Euro zu halten, denn so lange kann deren Zentralbank noch Euro "drucken" (auf Kosten der anderen EURO-Stattaen, bzw. deren Sparer und Steuerzahler) und die Schuldenlast auf diese Weise vor dem Gexit noch mildern. Auf diese Weise wird der nötige Schuldenschnitt/Erlass beim Grexit geringer ausfallen und die Politik kann diesen den Bürgern besser verkaufen. Der Schuldenschnitt passiert bereits auf die "Kalte".

  • Die griechische Regierung ist mit linken Wahlversprechen an die Macht gekommen - eine denkbar schlechte Voraussetzung, um Reformen durchzusetzen, die das Gegenteil von Links wären. Schon Hollande in Frankreich hatte (und hat) dieses Problem, nur Schröder hat recht mutig Reformen auf den Weg gebracht, was ihn aber wahrscheinlich die Wiederwahl kostete.

  • @Markus Bullowski: Da ist schon was dran. Die linken Parteien haben in Europa völlig den Tritt verloren. In den 90er Jahren waren sie Bannerführer für gesellschaftliche Reformen und zukunftsfähige Sozialmodelle. Tony Blair, Gerhard Schröder und viele andere: Die wollten wirklich die europäischen Sozial- und Wohlfahrtsstaaten fit machen für das 21. Jahrhundert. Aber nur in Skandinavien hat das so einigermassen geklappt.

    Überall sonst: Totale Resignation. Frau Nahles unfinanzierte Wählergeschenke oder Monsieur Hollandes lächerlicher Kampf gegen die kapitalistischen Windmühlen sind Zeugnisse totaler Konzeptlosigkeit.

    "Unnachhaltige Ausgabeprogramme!" ist anscheinend der gemeinsame Wahlslogan aller europäischen Linken, von Athen bis Rom, Berlin oder sonstwohin. Das ist der totale Verrat am sozialdemokratischen Erbe, auf das z.B. wir in Deutschland einmal zu recht stolz sein konnten.

  • Jakob Herzberger
    ja aber, wo hat Schrödr denn das Land fit gemacht und wie?
    Die Reichen hat er geschönt, die Steuern noch gesenkt, z. B. beim Verkauf von Firmenvermögen und dafür hat er in unserer Rente rumgerührt und gekürzt.
    Das war keine sozialdemokratische Politik. Das war pure neoliberale Politik

  • @Margrit Steer: Ideologieschelte bringt niemanden weiter.

    Blair, Clinton, Schröder & Co. haben eingesehen, dass Eingaben und Ausgaben auf Sicht übereinstimmen müssen, sonst ist der Sozialstaat über kurz oder lang am Ende.

    Als Schröder sich an die Arbeit gemacht hat, war es für Deutschland eigentlich fast schon zu spät. Deshalb wurden die Einschnitte doch sehr hart, und Probleme wie die Altersarmut waren kaum noch aufzuhalten. Das hat Rückhalt gekostet in der Bevölkerung, und die Reformmedizin wurde dann ja auch wieder zurückgefahren, noch ehe der Patient wieder völlig auf den Beinen war. Aber immerhin: Für die jetzige Generation junger Menschen gibt es Arbeit und Zukunftsperspektive, wenn man von der verlogenen europäischen Transferunion einmal kurz absieht.

    Wie ging es anderswo?

    Beispiel Grossbritannien: Nach Blair haben die Neoliberalen den Staat übernommen. Da wäre ihre Ideologieschelte sehr viel angebrachter als in Deutschland.

    Frankreich: Steckt seit Jahrzehnten den Kopf in den Busch und tut so, als hätte man noch eine eigene Währung, die man jederzeit nach herzenslust abwerten kann um die Unfähigkeit der politischen Klasse zu übertünchen.

    Italien: Berlusconi hat das Land herundergewirtschaftet wie kein zweites. England baut heute mehr Autos als die stolze Industienation Italien. Die Leute stört´s aber nicht, die mussten schon immer auch ohne Rom zurecht kommen.

    Dänemark: Hat seit Anfang der 90er alles sauber reformiert: Arbeitsmarkt, Ausbildungssystem, Rentenkassen, Staatshaushalt, alles. Die Dänen sind heute fast so reich wie die norwegischen Ölscheichs und haben genau den gut funktionierenden Wohlfahrtsstaat, um den sich die reformmuffeligen Europäer anderswo selbst betrogen haben.

    Griechenland: Um Gottes Willen. Die sind da, wo Frau Nahles, Herr Gabriel und Die Linke uns alle hin haben wollen.

    Die Sozialdemokraten sind für mich erst wieder wählbar, wenn sie sich wieder für basale Mathematik und das Wohl von kommenden Generation interessieren.

  • @ Bullowski
    ich glaube wenn es darum geht, andere Länder zu kritisieren, dass diese "Links" wählen sollten wir alle -vor dem Hintergrund der deutschen Nazi-Vergangenheit-
    aber ganz schnell und ganz deutlich den Mund halten. Denken Sie mal in Ruhe darüber nach.

  • Herr Nichtsnutz, Danke für die Bestätigung von Godwins Gesetz, ich hätte nicht erwartet, dass dieses selbst bei Wirtschaftsdebatten zutrifft, jetzt weiß ich es.

    Wenn Sie aber schon damit anfangen, bedenken Sie bitte, dass sich auch die Nazis als linke(!) Bewegung verstanden haben, darum ja auch das "-sozialisten" in der selbstgewählten Bezeichnung. Auch in Deutschland gab es eine Kombination aus Verschuldung (Reparationszahlungen) und Deflation, und bei hoher Arbeitslosigkeit liesen sich die Massen gegen "das Kapital" (in Form ausländischer Gläubiger, der USA und "der Juden") mobilisieren.

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