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TV-Comeback von „Der 7. Sinn“? Junge Union fordert TV-Bildungssendung zum Thema Verkehr

Fast vier Jahrzehnte galt sie als „Mutter“ aller Verkehrssendungen, dann stellte die ARD den „7. Sinn“ ein. Geht es nach der Jungen Union, erlebt das Format ein Comeback.
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„Lebensrettende Verhaltensweisen werden im Ernstfall fehlerhaft oder gar nicht durchgeführt, zum Beispiel das Bilden einer Rettungsgasse“, beklagt JU-Chef Ziemiak. Quelle: dpa
Rettungsgasse

„Lebensrettende Verhaltensweisen werden im Ernstfall fehlerhaft oder gar nicht durchgeführt, zum Beispiel das Bilden einer Rettungsgasse“, beklagt JU-Chef Ziemiak.

(Foto: dpa)

Berlin In der Debatte um mehr Verkehrssicherheit in Deutschland fordert die Junge Union eine Neuauflage der TV-Sendung „Der 7. Sinn“. Einen entsprechenden Antrag, den die CDU-Jugendorganisation beim Bundesparteitag Anfang Dezember in Hamburg zur Abstimmung stellen will, begründete JU-Chef Paul Ziemiak damit, dass nach einer bestandenen Fahrprüfung erlerntes Wissen immer mehr in Vergessenheit gerate.

„Lebensrettende Verhaltensweisen werden im Ernstfall fehlerhaft oder gar nicht durchgeführt, zum Beispiel das Bilden einer Rettungsgasse“, sagte Ziemiak dem Handelsblatt. „Ein regelmäßiger, wenige Minuten langer Sendeblock könnte helfen, altes Wissen aufzufrischen und mit Tipps zu einem sicheren Straßenverkehr beitragen.“ Gleichzeitig könne er das gegenseitige Verständnis und das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer fördern. „Deshalb halten wir diesen Antrag – gerade aus Sicht der jungen Generation – für sehr zustimmungswürdig“, so Ziemiak.

In dem JU-Antrag, der dem Handelsblatt vorliegt, fordert der CDU-Nachwuchs, „eine zum Beispiel zwei bis dreiminütige Sendung regelmäßig zur Sendezeit vor den abendlichen Nachrichtenschauen auszustrahlen“, damit der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinem Bildungsauftrag gerecht werde. Um junge Menschen besser zu erreichen, sollten außerdem „bereits gedrehte Verkehrserziehungsclips in sozialen Medien geteilt werden“.

Die Sende-Reihe „Der 7. Sinn“ war 1966 an den Start gegangen und lief dann fast 40 Jahre lang, ehe die ARD sie 2005 einstellte. Das Konzept war simpel. Gemeinsam mit der deutschen Verkehrswacht wurden alltägliche Verkehrssituationen gezeigt und Unfälle nachgestellt, um die Zuschauer für mögliche Gefahren zu sensibilisieren. Informiert wurde aber auch über technische Details von Autos, etwa über die Funktionsweise der Servolenkung oder darüber, was ein Bremsweg ist und wie sich dieser berechnet.

Zuletzt setzte sich der FDP-Verkehrspolitiker Christian Jung für die Wiederkehr einer TV-Verkehrssendung ein. „Viele junge Menschen kennen Verkehrszeichen und gefährliche Situationen im Straßenverkehr nicht mehr. Dies gilt aber zunehmend auch für Menschen aller Altersgruppen“, sagte der Bundestagsabgeordnete jüngst dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Wir müssen diese neben Filmen besonders für die sozialen Medien auch durch Apps erreichen. Jeder investierte Euro kann dazu beitragen, dass es noch weniger Verkehrstote gibt.“ Notwendig seien mehr Aufklärung und Verkehrserziehung für alle Altersgruppen „in realistischen Filmen im Fernsehen und besonders in den sozialen Medien“.

Der frühere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte sich schon vor sechs Jahren für eine Rückkehr der ARD-Verkehrserziehungssendung ausgesprochen. Damit könne man ein großes Publikum für Verkehrssicherheitstipps erreichen, sagte Ramsauer seinerzeit. Die ARD sah seinerzeit jedoch keinen Bedarf für eine Neuauflage der Sendung.

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