TV-Duell in Niedersachsen Eher sturmfest als stocksteif

Vor der Landtagswahl in Niedersachsen liegen Schwarz-Gelb und Rot-Grün eng beieinander. Im TV-Duell lieferten sich die beiden Spitzendkandidaten David McAllister (CDU) und Stephan Weil (SPD) einen harten Schlagabtausch.
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Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil teilten kräftig gegeneinander aus.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil teilten kräftig gegeneinander aus.

HannoverDer Ausgang der niedersächsischen Landtagswahl am 20. Januar wird sehr spannend. Das Duell der beiden Kandidaten für den Ministerpräsidenten-Posten, David McAllister und Stephan Weil, gestern im NDR-Fernsehen begann sagenhaft langweilig, steigerte sich aber enorm.

Die ersten Argumente, die Amtsinhaber McAllister (CDU) ausbreitete, bezogen sich auf Entwicklungen in neueren Meinungsumfragen. Die erste Frage des Moderators Andreas Cichowicz lautete verquer, ob die Scheidung des Ex-Bundespräsidenten und McAllister-Vorgängers Christian Wulff die CDU Stimmen kosten wird. Vom Herausforderer Weil (SPD) wollte Cichowicz ebenfalls vor allem wissen, wie er denn die Umfragen einschätzt ("Stimmt etwas nicht bei der Mobilisierung der SPD"). Als er dann noch neuere, vom ARD-Umfrage-Zeremonienmeister Jörg Schönenborn eigentlich erst für die späteren "Tagesthemen" vorgesehene Umfrage-Ergebnisse präsentierte (denen zufolge der CDU-Koalitionspartner FDP doch wieder Chancen habe, in den Landtag zu kommen), schien die Sendung beinahe ins Absurde abzugleiten. Wem hilft es, wenn Politiker über mehr oder minder repräsentative Stimmungsumfragen diskutieren, anstatt direkt über ihre Pläne und Ziele, auf deren Grundlage sich solche Stimmungen bilden?

Doch war in der kargen Kulisse - künstlich knallblauer Hintergrund mit etwas braungrauem Gebälk - bereits deutlich geworden, dass sich die Kandidaten nicht im geringsten aus der Ruhe bringen lassen. McAllister hatte die Wulff-Frage knapp als irrelevante Privatangelegenheit abgebügelt (und zugleich fallen gelassen, dass er zu seinem sehr geschätzten Vorgänger "momentan nicht mehr in Kontakt" stehe).

Weil hatte auf Fragen nach einer Belastung der SPD durch Peer Steinbrück ähnlich reagiert. Und dann gelang McAllister ein rhetorischer Coup: Mit dem Versprechen, dass sich die CDU nicht von der Linken tolerieren lassen wolle - faustdicke Überraschung für Kenner der politischen Landschaft - erfragte er beim SPD-Kontrahenten eine ähnliche Aussage. Weil reagierte rhetorisch nicht übel ("Wir pflegen uns nicht mit Splitterparteien abzugeben"), ohne aber so eine Möglichkeit vollständig auszuschließen. Das kitzelte McAllister kämpferisch hervor. Diese direkte Konfrontation der Kandidaten unter Umgehung des auf seine Umfrage-Fragen fixierten Moderators wirkte sehr belebend aufs TV-Duell.

"Fördergelder landen jenseits des Weißwurstäquators"
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6 Kommentare zu "TV-Duell in Niedersachsen: Eher sturmfest als stocksteif"

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  • Es war ei Duell zweier Nomenklatura-Apparatschiks von gestern, die nur eine Augenwischerei betrieben haben und dem Zuschauer Sand in die Augen gestreut haben.

    Die Nomenklatura ( SPD,CDU,FDP,GRÜNE,LINKE ) ist eine vermiefte Schmarotzer-Vereinigung, die auf Kosten ihrer Steuerzahler sich mit Lug und Trug sehr bequem eingerichtet hat und eine Volksverblödung betreibt !

    Nur die aller dümmsten Kälber wählen ihre Henker selber !

    listening to wind of change ! Neue Leute braucht das Land !

    Deshalb alternativ wählen, sich nicht verblenden lassen !

    Wahl 13 : Zur Wahl gehen, Initiative zeigen ! Stimme nicht abgeben, sondern einsetzen und protestieren ! Nicht in die Urne (weg) werfen für korrupte, pseudodemokratische Blockparteien CDU,SPD,FDP,GRÜNE,LINKE ! Alles andere ist besser und wählbar ! Wer nicht wählt oder ungültig wählt, der wählt die Nomenklatura ! Zur Auswahl werden stehen : Die Partei, die Anti - € - Partei, PDV, die Anti - EU-Partei, Freie Bürger Union, die Republikaner, die Piraten, die Freiheit, Freie Union, die Freien Wähler, usw. Diesen Parteien muss man über 5 % helfen um die Nomenklatura abzulösen !

  • "Sind die öffentlich-rechtlichen Medien verfassungswidrig?" Kolumne von Bettina Röhl

    Sehr guter Artikel:

    "Angesichts laut gewordener Proteste gegen den neuen Rundfunkbeitrag, der ab dem 1. Januar 2013 jeden Bundesbürger soweit er nicht taubblind ist, 17.98 Euro kostet, hatte der Fernsehchef des WDR, Jörg Schönenborn, von einer notwendigen und nützlichen "Demokratie-Abgabe" gesprochen."

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-sind-die-oeffentlich-rechtlichen-medien-verfassungswidrig/7599784.html

    In Wirklichkeit verhindert das GEZ-TV eine Demokratie ausserhalb der Alt-Parteien.

    GEZ - Nein - danke. Bitte Petition unterzeichen und weitersagen ...

    https://www.openpetition.de/petition/zeichnen_formular/abschaffung-der-gez-keine-zwangsfinanzierung-von-medienkonzernen

  • Bezeichnend ist übrigens auch, dass in den Diskussionsforen immer wieder Vorschläge von Foristen kommen, die aufzeigen, wie die FDP weiter am Leben erhalten werden könnte. Alles wohlgemeinte Vorschläge, die die FDP-Führung überhaupt nicht interessiert. Das hat etwas mit der dekadenten Einstellung der FDP gegenüber dem gemeinen Wahlvolk zu tun.

    Nur zu komisch, dass die FDP nicht selbst darauf kommt.

    Der Grund liegt einfach darin, dass die FDP nur noch aus Milchbubis und Senioren besteht, die mit sich selbst beschäftigt sind und vollkommen weltfremd mitregieren sofern man überhaupt von regieren sprechen kann.

    FDP-Politiker sind behäbig, träge und von Diäten überfüttert, unfähig geworden, Deutschland in eine gute Zukunft zu begleiten.

    Um es auf den Punkt zu bringen, die FDP ist überflüssig!

  • @Nordmann

    Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die FDP mit so einem Vorschlag glaubwürdiger würde. Die FDP hat es ja nicht einmal geschafft, die Steuergesetzgebung zu vereinfachen. Ich erinnere an die Aussage Westerwelles, der den Koalitionsvertrag nicht unterschreiben wollte.

    Die FDP kann vorschlagen so viel sie will - sie ist und bleibt unglaubwürdig, inkompetent und nicht regierungsfähig. Der FDP seine Stimme zu geben, ist reine Verschwendung! Geben Sie Ihre Stimme und Zweitstimme einer Partei, die Zukunft oder Fortbestand hat, damit kann ja wohl nicht mehr die FDP gemeint sein!

  • Wieder hängt es an der FDP, die einfach nicht wahrhaben will, wo in Korruptistan politisch erforderliche Handlungsstränge liegen.

    Ich habe da einen klaren Vorschlag, mit dem sich sofort und ohne Verzug politisch punkten liesse, sofern es die FDP Ernst meint:

    Nach den dauerhaften Bürger-hinter-die-Fichte-Verfahren (Stuttgart21, BER, Elbphilharmonie, ...) gehört sofort ein Gesetzgebungsverfahren zur Etablierung einer verschärften Amtshaftung, zur Einführung des Straftatbestandes "Steuerverschwendung" mit empfindlichen Strafen bis zur Enteignung der überführten Beschuldigten und für ein hochtransparentes und für alle Steuerzahler einsehbares Vergabeverfahren für alle Aufträge der öffentlichen Hand gestartet und konsequent umgesetzt.

  • In der Tat könnten beide Politiker, McAllister und Weil. CDU und SPD, in einer gemeinsamen Landesregierung in Niedersachsen für Niedersachsen regieren.

    Sowohl menschlich als auch fachlich qualifiziert würden sie sich sehr gut ergänzen.

    Ein Grund mehr, die FDP nicht und auch nicht mit der Zweitstimme zu wählen. Die FDP passt weder im Landtag noch im Bundestag in das politische Rahmengefüge.

    Bleibt zu hoffen, dass sich CDU-Wähler auf nicht auf den Zweitstimmendeal zugunsten der FDP einlassen. Zu schwer wiegt die Bundespolitik und deren Blockadehaltung gegenüber der CDU. Die FDP hat sich auch in Niedersachsen verbraucht und keine weitere Regierungslegitimation und wird somit hoffentlich an der 5% Hürde scheitern.

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