TV-Kritik Maybrit Illner „Das wird ein bürokratischer Moloch“

Zum ersten Mal präsentiert Arbeitsministerin Andrea Nahles ihre Rentenpläne in einer Talkshow. Das Thema: „Milliarden für Senioren – wie gerecht ist die neue Rente?“ Am Ende bleiben viele Kritikpunkte ungelöst.
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„Man darf sich von den Zahlen dabei nicht schocken lassen, denn das Geld ist da”, Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zur Rentenreform

„Man darf sich von den Zahlen dabei nicht schocken lassen, denn das Geld ist da”, Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zur Rentenreform

Den Alten geben, den Jungen nehmen. So ließt sich das Rentenpaket von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). 160.000.000.000 Euro soll es bis 2030 kosten und vor allem eines schaffen: Gerechtigkeit. Das Ziel scheint weit entfernt. Während gut besoldete Rentner profitieren, muss die junge Generation doppelt zahlen. Einmal mit höheren Rentenbeiträgen und dann mit ihren Steuergeldern, aus denen die Rentenanpassung finanziert werden soll. Bei „Maybrit Illner” unter der Schlagzeile: „Milliarden für Senioren – wie gerecht ist die neue Rente?“ versuchte die Ministerin am Donnerstagabend ihre Pläne zu verteidigen.

Dabei ist es Nahles’ erster TV-Auftritt in einer Talkshow zu ihrem neuen Rentenpaket. Damit sieht sie eine verbesserte Erwerbsminderungsrente, eine abschlagsfreie Rente mit 63 und eine Aufstockung der Mütterrente vor.

In der Diskussion zeigt sich Nahles’ alles andere als verbissen: Viele Kritikpunkte bleiben offen. Die Planungen sollen vor allem denjenigen helfen, die das Rentensystem über Jahre aufgebaut haben, sagt die Arbeitsministerin. Man dürfe sich von den Zahlen dabei nicht schocken lassen, denn: „Das Geld ist da”, sagte Nahles. Die einstige Debatte um mögliche Beitragssenkungen scheint damit längst vergessen.

IG Metall-Vorsitzender Detlef Wetzel begrüßt das Vorhaben der Ministerin, sieht aber das Problem der zukünftigen Finanzierung in den prekären Arbeitsverhältnissen von heute. Daran müsse man etwas ändern, sonst werde die junge Generation zum „Loser der Rentenversicherung”, so Wetzel. „Wir müssen erst mal diesen Arbeitsmarkt in Ordnung bringen”, sonst werde die Rentenversicherung kollabieren, sagt der IG Metall-Chef. Die Arbeitsministerin nickt zustimmend.

Schon zu Beginn der Sendung kündigte Nahles an: Zu viele Menschen würden im Niedriglohnsektor arbeiten. Für Nahles kein Problem, denn: „Das ist das nächste Gesetz, was ich anpacke.” Doch dabei soll es nicht bleiben. Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks moniert, die Rentennovelle begünstige diejenigen, die ohnehin schon gute Renten haben. Nahles’ Antwort: „Wir wollen auch eine Mindestrente.” Nach gerade einmal 38 Tagen im Amt ist das an diesem Abend bereits der dritte Gesetzesvorschlag. Von letzterem würden Frauen profitieren, die im Rentensystem ohnehin benachteiligt sind.

Die Rente ist sicher, ihre Höhe aber nicht
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  • @RBern

    Falsch, sie wären nicht arbeitslos sondern wären im Grundeinkommen. Und gerade die Damen und Herren der Arbeitsagenturen düürften damit kein Problem haben, da sie soooo gut Bescheid wissen, wie man eine neue Arbeit bekommt. Die können dan die Herrschaften von den Landesversicherungsanstalten gleich mit zu den Kursen für Weiterbildung mitnehmen.
    Es wird immer wieder publiziert, das ein Arbeitnehmer für 3 Rentner aufkommen muss, es wird aber ständig unterschlagen das dazu noch ein Heer von mehr oder weniger sinnlos tätiger Bürokraten hinzu kommt, daneben noch Sportler, öffentlich rechtlich Medien und auch private Fernsehsender, denn die Werbung, mit denen sie sich angeblich finanzieren zahlt in Wirklichkeit der Konsument.
    Wir würden uns auch hunderttausende von Gerichtsprozessen betr. HartzIV in Zukunft einsparen, wodurch die Gerichte mal wieder etwas entlastet würden. Es gibt noch eine Menge weiterer Aspekte- die ausnahmslos positiver Art sind.

  • @ annemarie1946,
    "Unser Problem liegtdoch nicht bei der Muetterrente sondern vielmehr, dassRentner nach 40 Jahren nur eine Minirente bekommen, während im Gegensatz dazu Politiker und Beamte könglichePensionen erhalten und sich nur mit geringfügigen Zahlendaran beteiligen."
    Dass Politiker sich sich künftig der quasi beitragsfreien Pensionsleistung verweigern und auf eine beitragsbasierte Pension umschwenken, daran ist wohl nie zu denken.
    Aber künftige Erhöhung (Pension, Rente, und sonstige Versorgungen) in Prozentpunkte von den statistischen Lebenshaltungskosten steigen zu lassen, würde die Verelendung mindern und die Bereicherung reduzieren.
    Also z.B. 500,00 Lebenshaltung + 3% Teuerung/Erhöhung ergäbe ein Einkommensstigerung um 15,00 EURO.

  • Das kann nur ein alter Mensch sagen, der geistig umnachtet ist! Wahrscheinlich weiß er gar nicht mehr, wieviel Geld ihm noch in den Rachen geworfen wird, erarbeitet von allen Arbeitnehmern, die gesetzlich versichert sind!

  • @sowat
    Für eine produktive Tätigkeit fehlt dieser Personen-Gruppe die Fähigkeit.

    Bei Auflösung dieser Institutionen wären wahrscheinlich 80 - 90 % arbeitslos, die restlichen könnte man umschulen für Verwaltungstätigkeiten in der Wirtschaft - aber da wären es auch nur die leistungsfähigen und -willigen jungen Leute.

    Deshalb wird es auch nicht gemacht.
    Natürlich ist es ein schlechter Witz, dass diejenigen, die für ihre Altersversorgung Beiträge erarbeiten und zahlen, von mehreren Zehntausenden "Verwaltern betreut" werden müssen.

    Ausserdem müssen sich die Beitragszahler noch von überversorgten ehemaligen Politikern, wie z.B. von Ex-Bundespräsident Roman Herzog, vorhalten lassen, dass eine Rentenerhöhung von 1,1% nicht gerechtfertigt sei, sondern nur eine von 0,56%.

  • Es wird endlich Zeit,dass wir weniger Steuergelder nach Brüssel überweisen und dafür den Menschen wieder eine anständige Rente zahlen und zwar eine Rente wie zu Kohls Zeiten.Schröder hatte wegen der Überbezahlung in die EU die Renten in unzulässiger Weise gekürzt.Zuerst müssen in diesem Land wieder anständige Renten gezahlt werden,dann können die Steuergelder in der ganzen Welt verteilt werden.Das sind wir unseren Mitmenschen schuldig.

  • Die Idee ist gut, aber diese Typen sind eben keine Fachkräfte der Produktivität. Also kann man sie gar nicht gebrauchen!

  • Renten und Pensionen in einen Topf. Alle Bundesbürger müssen einzahlen, ohne jegliche Ausnahme. Und das System würde schnell gesunden! Wer sagt denn eigentlich, dass das alles über den Generationenvertrag gelöst werden muss? Säßen die Beitragszahler der gesetzlichen Rente in der Regierung, wäre das längst umgesetzt! Die selbstbedienenden Politiker, die nichts einzahlen, sich über die Steuern bedienen, keine soziale Verantwortung übernehmen, ändern das verkommene System nicht. Warum???

  • Justizius
    Wir brauchen ganz dringend ein Verbot, dass Politikr, wie Nahles, die noch nie in ihrem Leben gearbeitet haben, Ämer übernehmen.

  • Hir noch einmal die vielen vrs.-fremden Leistungen:

    Ausgleich für NS-Unrecht als Kriegsfolgelasten

    Renten für polniche Offiziere die in den 70er Jahren nach Deutschland übersiedelten

    Renten für jüdische Emigranten in Israle und USA usw.
    Renten für die neuen Bundesländer die nicht beitragsgedeckt sind

    Ausgleich für SED-Unrecht

    Renten für Aussiedler die nicht beitragsgedekt sind
    Entschädigungsleitungen für Trümmerfrauen

    Kindererziehungszeiten bis 1992 – 1 Jahr pro Kind
    Kindererziehugnszeiten ab 1993 – 3 Jahre pro Kind
    Anrechnung von 3 Jahren Kindererziehungszeiten für Asylsuchende, wobei schon eine befristete Aufenthaltserlaubnis in der BRD genügt

    Ausgleichsleistunen für Studien- und Ausbildungszeiten durch die Rentenkassen

    Absicheurng des Arbeitsmarktrisikos durch Rentenzahlugnen

    Sonstige versicherungsfremde Leistungen
    z. B. Reha-Kuren und Kuren für Spielsüchtige

  • Die Sendung gestern war mal wieder hohl und es kam nicht mal die Hälfte auf denTisch
    Die versichrungsfremden Leistungen, die nur die Beitragszahlr der Rentenvers. zahlen, fehlten völlig. Die Millionen, die #Rente erhalten aber nie eingezahlt haben, wurden ebenfalls nicht erwähnt und viele andere Dinge mehr.
    Dann da eine Frau auszugraben, die wenig Rente erhält, war von Illner nun der Höhepunkt. Die Frau hat kaum eingezahlt, war z. T. selbständig. Die kann man wohl nicht als Beipiel für wenig Rente nehmen.
    Da war gestern so eine Laienspielschar am Wrk.
    Wenn man so eine Sndug macht, dann erkundigt man sich mal richtig

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