TV-Kritik Maybrit Illner „Edathy zeigt ein typisches Täterverhalten“

Wer wusste wann was über den Fall Sebastian Edathy? Maybrit Illner wollte in ihrer Sendung gestern Abend das Gestrüpp an Aussagen etwas entwirren. An der Schuld Edathys hatte die Runde dabei kaum Zweifel.
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Zu Gast bei Maybrit Illner waren u.a. der SPD-Politiker Karl Lauterbach und die Geschäftsführerin der Hilfsorganisation Innocence, Julia von Weiler.

Zu Gast bei Maybrit Illner waren u.a. der SPD-Politiker Karl Lauterbach und die Geschäftsführerin der Hilfsorganisation Innocence, Julia von Weiler.

DüsseldorfAm Abend nach Sebastian Edathys großem Auftritt vor der Bundespressekonferenz und dem Untersuchungsausschuss ließ Maybrit Illner mit ihrer Runde das Gehörte und Gesehene Revue passieren. Wurde Edathy tatsächlich ein Opfer der Medien und der eigenen Partei, wie er es behauptet? Welche Rolle spielte die SPD-Spitze? Und wer redet eigentlich mal über die Opfer?

Am Nachmittag hatte Edathy erneut behauptet, dass er zwar moralisch falsch, aber völlig legal gehandelt habe. Er bedauerte zwar die Vorkommnisse, eine echte Entschuldigung, vor allem bei den Opfern, gab es von ihm jedoch nicht. Illner hatte Edathy selbst in die Sendung eingeladen, darauf verzichtete der jedoch. Stattdessen saß unter anderem SPD-Politiker Karl Lauterbach in der Runde. Der ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass Edathys Verhalten nicht zu rechtfertigen sei. Der ehemalige Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses „hat jeglichen Bezug zur Realität verloren“. Lauterbach kritisierte vor allem, dass es keine Entschuldigung an die Opfer gab. „Er verleugnet die Realität und stellt sich selbst als Opfer dar“. Nun wende er sich mit Hartmann gegen einen, der ihm nur helfen wollte.

Im Zuge der Edathy-Affäre sind nun auch der SPD-Politiker Michael Hartmann und Ex-BKA-Chef Ziercke in der Schusslinie geraten, die angeblich vertrauliche Informationen über den Stand der Ermittlungen an Edathy weitergegeben haben sollen. In der Runde saß auch „Stern“-Journalist Oliver Schröm, der einige SMS-Verläufe von Edathy mit Hartmann und anderen auswerten durfte.

Ergebnis: Es gibt kein Ergebnis. Zwar geht er von einem Informationsfluss zwischen Hartmann und Ziercke aus, aber: „Am Ende wird wohl auch vor dem Untersuchungsausschuss Aussage gegen Aussage stehen. Da wird es nur Verlierer geben“. Konsequenzen für weitere SPD-Politiker wären so unwahrscheinlich, was vor allem den innenpolitischen Sprecher der CSU, Stephan Mayer, in der Sendung in Rage versetzte.

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21 Kommentare zu "TV-Kritik Maybrit Illner: „Edathy zeigt ein typisches Täterverhalten“"

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  • "...Will man mittels des Falls die Koalition platzen lassen, um die Merkel, die mit Russland ein Wirtschaftliches und Diplomatisches Fiasko angerichtet hat, endlich zu kippen ?..."

    Schön wärs, und richtig auch. Man sollte aber berücksichtigen, das auch aus der SPD und von den Grünen zum Krieg gegen Russland aufgerufen wurde. Von daher scheidet die von Ihnen genannte Option aus.

  • Strafrechtsrelevant in der gant0zen Angelegenheit dürfte allein das Verhalten von Verschwiegenheitspflichtigen werden können, sofern vor allem Strafvereitelung in Betracht kommen könnte.

    Denn erst damit wurde es Edathy möglich, belastendes Material verschwinden zu lassen - wie etwa den Laptop und andere Dinge.

    Bliebe er damit straflos, wären anders zu belangen.
    Da dies so zu sein scheint nach allem, was man hören kann, geht es nicht mehr um Edathy, sondern allein um die Strafvereiteler.

    Die - das ist selbstverständlich - arbeiten nun mit allen Mitteln, um nicht verurteilt zu werden.
    Das dürfen sie auch, ohne daß sie sich damit strafbar machten. Lügen etc. ist also willkommen.

  • Diese Untersuchungs-Ausschüsse sind doch Quasselrunden ohne jeden Wert.
    Das igerberuhigung nach dem Motto "wir tun doch was"

  • Es geht hier nicht nur um den Pedasten Edathy sondern um das Verhalten der gesamten Partei.

  • @ Fritz Yoski

    Der von Edathy geleitete Untersuchungsausschuss hat den NSU und sein Umfeld nicht in die rechte Ecke gestellt, sondern in der rechten Ecke aufgespürt, in die er sich selber gestellt hatte.

    Ob Edathy sich in moralisch verwerflicher Absicht Bildmaterial verschafft hat, das eventuell sogar illegal ist (quod errat demonstrandum) oder nicht, ändert nichts an der Ecke, in der der NSU steht bzw. stand. Wie auch andersrum, wenn rein hypothetisch der NSU sich in die entgegengesetzte Ecke stellen würde, das nichts am Tatbestand (eventuell auch Strafbestand) Edathy ändern würde.

    Auch sind die Deutschen nicht so blöd, dass sie immer wieder "Abschaum" wählen. Edathy haben sie gewählt, bevor seine Vorliebe bekannt wurden. Sie würden ihn heute sicher nicht mehr wählen. Darüber hinaus hat Edathy selber die Konsequenz gezogen und gesagt, dass es einen Politiker Edathy nicht mehr gäbe. Rechten Abschaum haben die Deutschen auch nur einmal an die Regierung gewählt und haben es bis heute nicht wieder getan. Bitte, so blöd sind sie doch gar nicht!

  • Ich kann mich Ihnen nur anschließen.
    Das Thema zeigt stark unterjubelten Charakter.
    Ich verstehe nicht, wie alle so leichtgläubig sein können.

    Allein schon der Gedanke: Warum sollte ein Politiker wie er, so etwas über die Server der Bundestagsverwaltung laufen zu lassen?
    Da will wohl jemand eher den Edathy loswerden.

  • Andere in die rechte Ecke stellen und sich selbst Kinderpornos anschauen, das sind die Richtigen. Und die Deutschen sind so bloed fuer diesen Abschaum immer wieder zu waehlen.

  • >> Edathy zeigt ein typisches Täterverhalten >>

    Das ist die Falsche Frage zur falschen Zeit !

    Warum flammt der Fall Edathy , der NICHTS gewinnen kann ( als Pädophil verdächtiger beim Volk ist er ein "Unmensch" ), erneut auf ?

    Da drängt sich doch der Verdacht auf, dass das ganze gesteuert ist.

    Von wem ?

    Will man mittels des Falls die Koalition platzen lassen, um die Merkel, die mit Russland ein Wirtschaftliches und Diplomatisches Fiasko angerichtet hat, endlich zu kippen ?

    Durch Wahlen kann man das ja nicht tun, zumal die Quoten-Frauen dieser Republik für Sie immer die Wahlprozente einfahren...?

    Soll kurzfristig mal Rot-Rot-Grün ran ? Dann ist es die SPD, die den Fall Edathy steuert.

    Oder sollen Neuwahlen ausgerufen werden, Merkel aber auf Kanzlerkandidatur verzichtet ( man hat ja schon gesundheitliche Verschleißerscheinungen signalisiert )...? Dann steckt die CDU hinter dem Fall und hat Edathy wohl geschmiert ( er brauch ja jetzt auch Existenzgrundlagen ) ?

    Spekulationen drängen sich auf.

    Es wird ein "WARMER WINTER" !

  • Pädathy glaube ich kein Wort!

    Dem Kokser Hartmann aber auch nicht!

    ...und wie ist das mit Oppermann, Sigi-Porn...ä...-Pop und Ziercke?

  • Danke! leider lassen sich allzuviele "gerechtigkeitliebende" Journalisten von den Ablenkmanövern alzuleicht blenden...NSU und der "braune Sumpf"...da schreib ich lieber über Schmuddelbilder.
    Goldman-Sachs in der Europa-Finanzwelt? da schreib ich lieber über die Maut.
    ...Schreiberlinge statt Journalist ist das neue Motto

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