TV-Kritik „Oppermanns Verteidigungsstrategie ist ein Eiertanz“

Tagsüber rechtfertigte SPD-Fraktionschef Oppermann sein Verhalten in der Edathy-Affäre. Wie ihm das gelungen ist, bewerteten abends die Gäste von Anne Will. Am Ende des Talks stand eine überraschend deutliche Antwort.
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Oppermann entschuldigt sich bei Friedrich

Vor wenigen Monaten schien Hans-Peter Friedrich (CSU) politisch K.O zu sein. In der NSA-Affäre hatte der frühere Bundesinnenminister keine gute Figur gemacht. Von seinem Parteichef Horst Seehofer wurde er auch schon mal öffentlich gemaßregelt. Einige Monate später ist Friedrich nun über eine andere Affäre gestürzt – die Edathy-Affäre. Wäre beim Thema NSA der Aufschrei ausgeblieben, gilt Friedrich nun plötzlich als ein Bauernopfer, für manche ist er gar ein Märtyrer – zumindest bei Union und SPD.

Seit Tagen sind Politiker der Großen Koalition voll des Lobes für den Kurzzeit-Agrarminister – so auch am Donnerstagabend bei Anne Will. Unter der Überschrift „Ziemlich beste Koalitions-Feinde – Wie groß ist der Schaden durch den Fall Edathy?“ ließ die Talkmasterin über das innenpolitische Topthema der vergangenen Tage debattieren.

Wolfgang Bosbach (CDU), Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag, argumentierte, Friedrich habe eine Krise abwenden wollen. Wenn er als Minister geschwiegen hätte und der Fall später publik geworden wäre, hätte die SPD gefragt, seit wann Friedrich davon wusste und weshalb er die SPD nicht gewarnt habe. Immerhin hätte Edathy Staatssekretär in der neuen Regierung oder stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD werden können. „Das wäre eine große Krise geworden.“ Insofern hat Friedrich dem Land einen großen Dienst geleistet – so die Botschaft Bosbachs.

Auch Hubertus Heil, der die SPD in der Runde vertrat, bedankte sich artig bei Friedrich und folgte damit der Kommunikationsstrategie seines Parteichefs Sigmar Gabriel. Nikolaus Blome, Mitglied in der Chefredaktion des „Spiegel“, nannte es dagegen „absurd“, dass Friedrich jetzt zum Held gemacht werde. Es sei eine „politisch grobe Torheit“ gewesen, SPD-Chef Gabriel über Edathy zu informieren und vermutlich auch eine Rechtsübertretung.

So weit, so gut – die bekannten Argumente in punkto Friedrich waren ausgetauscht. Ausgerechnet ein CSU-Politiker sorgte dann für die womöglich größte Überraschung in der Sendung. Hans-Peter Uhl, Innenexperte der Christsozialen im Bundestag, warnte vor einem Untersuchungsausschuss.

„Mir tut es aufrichtig leid“
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26 Kommentare zu "TV-Kritik: „Oppermanns Verteidigungsstrategie ist ein Eiertanz“"

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  • SYMPATHIETRÄGER OPPERMANN
    .........................
    die spd hat eine neue vertrauensperson und
    wahlkampflokomotive gefunden..!!
    ..
    der hoffnungsträger und strahlende chef der
    spd-fraktion ist vorbild für das erscheinungs-
    bild der koalition..!!
    ..
    die nächsten wahlen werden der spd grandiosen
    beschehren..

  • @Freidenker: Ahh ja, Rousseau, der "edle Wilde". Nun, in seinen Denkschriften versammelte er etliche jener Gemeinplätze, die sich noch 250 Jahre später in jedem Aussteigertext für den zivilisationsmüden Mitteleuropäer mit akuter Sinnkrise finden. Wenn dieser Moralphilosoph ("Ich bin trunken vor Moral") so edel war, und soviel Wert auf Moral legte, warum hat er dann alle seine 5 Kinder, die ihm seine Frau Therese gebar, nach der Geburt sofort ins Findelhaus gegeben, wo sie eins nach dem anderen elendig zugrunde gingen??? Er habe sein Haus von intellektuellen Störungen frei halten wollen, gab er später als Begründung an. Moralisch war dieses Verhalten nicht, aber ausgesprochen kaltherzig.Ich könnte noch so arm sein, meine 3 Kinder würde ich nicht hergeben. Ja, in diesem Punkt bin ich trunken vor Moral.

  • >Aber der eigentlich Schuldige ist Gabriel und der wird von der Presse geschont.
    > Gabriel hat die nachricht von Friedrich sofort weiter geplappert

    Der schuldige heisst Friedrich, weil er sich als vereidigter Minister der weitergabe von amtsgeheimnissen schuldig gemacht hat, was nebenbei bemerkt mit bis zu fünf Jahren Gefaängnis bestraft wird. Scheint aber mittlerweile niemanden mehr sonderlich zu interessieren, stattdessen wird heftigst an einer Causa Oppermann gewerkelt, damit die CSU doch noch ihre rache bekommt.
    Gabriel ist ohne Zweifel ein übles Charakter****ein, heuchelt aktuell größten abscheu und empörung, obwohl er schon seit fünf Monaten bescheid wusste. Die fünf Monate konnte er seinen abscheu offenichtlich erfolgreich zügeln, aktuell scheint es ihm aber von Vorteil. Er will Edathy nicht nur als Politiker erledigt wissen, was ja offensichtlich vollständig vonstatten gegangen ist, er hat alles niedergelegt und wird nie wieder irgendein politisches amt bekleiden. Gabriel will ihn auch als Mensch vernichtet wissen, größtmögliches Draufhaun auf den längst am Boden wehrlos röchelnden, mindestens ein Parteiausschluss muß es sein, dabei hat er sich nach bisherigem Kenntnisstand noch nicht einmal strafbar gemacht. Was Gabriel hier exekutiert ist nicht weniger als die Aufforderung zum bzw. Hoffnung auf suizid, wie sie im alten Rom noch üblich war nach verlust der Ehre und der Ämter. Gabriel verspricht sich politischen Vorteil aus seiner Scham- und skrupellosigkeit, ein würdiger Vorsitzender der Verräterpartei mit dem passenden charakter. Ich geh mal eben kotzen.

  • ist hier gelöscht worden und keiner sagt was?


    >> auch die DDR von 1951 – war nicht die DDR von 1981! <<

    >>MARTIN NIEMÖLLER
    (Theologe, KZ Insasse und Widerstandskämpfer)
    Als die >> “Nazis” << die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen;
    ich war ja kein Kommunist.
    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
    ich war ja kein Sozialdemokrat.
    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen;
    ich war ja kein Gewerkschafter.

    “Als sie mich holten,
    war da niemand mehr der mir hätte helfen können!”<< (ausgeborgt)

    wie sich die Zeiten doch gleichen!


    ne Kopie:
    http://homment.com/eadthy_ting

  • Fische
    die Zeiten von "Schmidt-Schnauze" wir er immer genannt wurde, sind leider vorbei
    Nicht umsonst ist der Mann er beliebteste Deutsche.
    Denn er und seine ganze damalie Mannschaft damals hatten eines: Anstand
    Und der fehlt heute völlig
    Und derzeitigen Politkr haben weder Anstand noch einen hohen Bildungsgrad noch Kenntnisse

  • Was Oppermann macht, ist ei Eiertanz, völli klar
    Aber der eigentlich Schuldige ist Gabriel und der wird von der Presse geschont.
    Gabriel hat die nachricht von Friedrich sofort weiter geplappert
    Und diese Merkel, die immer mehr zeigt, dass sie eine Honecker-Erbin ist, hält die Affäre für weitgehend beendet, wie im Focus zu lesen ist.
    Sie hat Friedrichgeschasst, jetzt hat sie noch einen Konservativen weniger und das genügt ihr

  • Oppermanns Verteidigungsstrategie ein Eiertanz ? Das kann man aber kürzer und treffender ausdrücken : Was ist in der Politik KEIN Eiertanz bitte ? Und bei deren Helfern,in den Amtsstuben und Behörden, ist es nicht anders!

  • Gabriel die Plaudertasche, der des Übels eigentlicher Kern ist, verhält sich auffällig still und läßt Oppermann an die Front.

    Beide Herrschaften sind Roßtäuscher und versuchen diesen Skandal einfach auszusitzen; hilft aber nichts, beide müssen letztlich doch gehen, die leidige Koalition zerbricht und die dringend nötigen Neuwahlen bringen in dieser Bananenrepublik hoffenlich ein paar rechtschaffendere Volksvertreter in den Bundestag; kleiner Trost, die Europawahl wird schon bald manchen Erdrutsch bringen

  • Wenn ein Richter zum Telefon greift, einen BKA Chef anruft ... und dann später davon nichts mehr wissen und es der geneigten Öffentlichkeit eben nicht als Informationsbeschaffung verkaufen will - dann kann man die ganze Show nur noch mit dem Attribut SCHMIERENTHEATER überschreiben.

    Welch Trauerspiel diese Volkes Vertreter doch geworden sind. Die Väter des GG würden sich im Grabe umdrehen, hätten sie gewusst, was aus ihren hehren Ideen mal entstehen würde - und wohl schlussendlich doch Volksabstimmungen befürwortet.

  • Da wird im Staatsfernsehen nochmal dieselbe Besetzung wie in der Bundestagssitzung aufgefahren, mit denselben inhaltsähnlichen Versatzstücken, die allesamt die Aufgabe haben die zentrale figur aussen vor zu lassen, Mutti.
    Wer sonst hätte Friedrich die Rückendeckung entziehen und zum sofortigen rücktritt bewegen sollen? Wer sonst hätte ihm zuvor versichern sollen, daß es unbedingt staatstragend ist, wenn man dienstgeheimnisse an den politischen Gegner weitergibt, um Koalitionsverhandlungen mit dem wunschpartner zu erleichtern?

    @Handelsblatt:
    Soll das hier irgend etwas mit Journalismus zu tun haben? Brav nachzuerzählen was die Politdarsteller sich so an vorgefertigten Phrasen zuteil werden lassen?
    Opposition? wozu? Im Parlament hat die ja auch nix zu melden.
    Beeinflussung der Staatsanwaltschaft und Vereitelung der Verfolgung einer Straftat? Na und. Staatswohl ist wichtiger, wobei natürlich die Interessen einer A.Merkel gleichzusetzen sind mit staatswohl.
    Kennt man sonst so eigentlich nur aus Königshäusern oder diktaturen, scheint aber für die Handelsblattredaktion nicht weiter erwähnenswert:
    "Bitte weitergehen! Hier gibts nix zu sehen!"

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