Ukraine-Krieg: Zwölf Grafiken, wie der Krieg Deutschland verändert hat
Vor gut einem Jahr hat der Kanzler die Zeitenwende in Deutschland ausgerufen – seitdem ist einiges geschehen.
Foto: HandelsblattBerlin, Düsseldorf. Als Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntag vor einem Jahr vor den Deutschen Bundestag trat, um in einer Rede auf den gerade begonnenen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zu reagieren, prägte er den Begriff der Zeitwende. „Wir erleben“, sagte der Kanzler damals, „eine Zeitenwende. Und das bedeutet: Die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor“, sagte Scholz damals. Diese Feststellung gilt insbesondere für Deutschland selbst.
In Rekordgeschwindigkeit musste sich die Bundesrepublik aus der Abhängigkeit von russischem Gas befreien.
In Rekordgeschwindigkeit muss Deutschland sein Wirtschaftsmodell neu aufstellen, um die Abhängigkeiten von autokratischen Regimen – allen voran von China – zu reduzieren.
Und ebenso in Rekordgeschwindigkeit muss Deutschland die Bundeswehr modernisieren, um die Verteidigungsfähigkeit wiederherzustellen und Bündnisverpflichtungen einzuhalten.
Die Zeitenwende hat Deutschland bereits grundlegend verändert. Eine Zwischenbilanz über ein Jahr Zeitenwende in zwölf Grafiken.
Verteidigung: Der Großteil von Deutschlands Panzerlieferungen an die Ukraine steht noch aus
Die Zeitenwende war von Beginn an primär eine militärische. Nach Russlands Angriff war klar, dass die Ukraine sich nicht ohne Waffenlieferungen aus dem Westen verteidigen kann. Auch die Bundesregierung lieferte immer schwerere Waffen.