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Ukraine-Krise Umstrittenes Wagenknecht-Plakat setzt Grünen-Spitze zu

Mit einer eigentümlichen Fotomontage macht Europa-Grünen-Chef Bütikofer Front gegen die Ukraine-Politik von Linksfraktionsvize Wagenknecht. Doch das im Internet kursierende Motiv erzürnt vor allem seine Parteifreunde.
Update: 16.03.2014 - 07:24 Uhr 5 Kommentare
Umstrittene Grünen-Fotomontage zur Ukraine-Politik der Linken.

Umstrittene Grünen-Fotomontage zur Ukraine-Politik der Linken.

BerlinSahra Wagenknecht ist bekannt für ihre manchmal sehr eigenwilligen und eigentümlichen Positionen. Selbst in ihrer eigenen Partei löst die Vize-Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag manchmal Kopfschütteln aus. Mit ihren jüngsten Äußerungen zur Ukraine-Krise bereitet sie allerdings nicht ihren Parteifreunden Probleme, sondern den Grünen.

Wagenknecht hatte sich in den vergangenen Tagen mehrfach zum Vorgehen Russlands zu Wort gemeldet. Doch nicht etwa die Politik von Kreml-Chef Wladimir Putin stand im Fokus ihrer kritischen Bemerkungen, sondern der Ukraine-Kurs der Bundesregierung. „Eine Putschregierung, der Neofaschisten und Antisemiten angehören, kommt mit dem Segen von Merkel und Steinmeier ins Amt“, hatte Wagenknecht bei Handelsblatt Online gesagt - und zugleich den Grünen Blindheit für das Rechtsextremisten-Problem in der Ukraine vorgeworfen.

Der Grünen-Innenpolitiker Volker Beck attestierte der Linken daraufhin, „außenpolitisch auf Geisterfahrt“ zu sein und machte damit zugleich deutlich, dass es unter diesen Umständen derzeit wenig Sinn macht, über Rot-Rot-Grün als mögliche Koalition im Bund nachzudenken. Damit aber nicht genug.

Der Ärger über Wagenknecht ging so weit, dass sich Reinhard Bütikofer, Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen und Sprecher der Europagruppe Grüne im Europäischen Parlament, genötigt sah, ebenfalls einzugreifen. Mit einer Aktion, die jetzt nicht nur ihm, sondern auch der Grünen-Bundesspitze gehörig auf die Füße fällt. Bütikofer verbreitete über Twitter ein Plakatmotiv, das Wagenknecht vor mit Kalaschnikows bewaffneten Soldaten zeigt. Darunter steht der Spruch: „Jetzt neu: Linkspartei erstmals für Auslandseinsätze.“

Die Reaktionen fielen heftig aus und haben auch die Grünen-Spitze erreicht. Weil Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt und Parteichef Cem Özdemir das Motiv kritiklos auf ihren Facebook-Seiten weiterverbreiteten, setzte ein riesiger Shitstorm ein. Allein bei Göring-Eckardt kommentierten bis zum späten Samstagabend über 1.000 User die Fotomontage mit Wagenknecht.

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5 Kommentare zu "Ukraine-Krise: Umstrittenes Wagenknecht-Plakat setzt Grünen-Spitze zu"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Für meine vorstehende (spontane) Entgleisung entschuldige ich mich (ebenso spontan) und bitte darum, sie zu löschen oder zu ignorieren. Da bin ich selbst in den kritisierten Stil verfallen. :-(

  • Vielleicht klärt jemand die Dame und Herren Göring, Bütikofer und Özdemir mal darüber auf, der von ihnen gewählte Stil hierzulande schon etwas länger aus der Mode gekommen ist. (Der Meister desselben hat damals ein Medikament dagegen genommen. Nennt sich KCN, hat sofort geholfen.)

  • DIE GRÜNEN - DEUTSCHENHASS TRIFFT AUF US-HÖRIGKEIT

    Die Grünen sind so eine verabscheuungswürdige Partei, das einem die Worte fehlen.

    Diese Partei ist so kulturell-links -- sie sind gegen Deutsche, gegen Europäer, gegen die westlich-europäische Kultur, gegen die traditionelle Familie, gegen natürliche Geschlechterrollen -- aber
    wenn es um die US-Eliten und deren blutigen Kriege und Hegemonial-Politik geht, sind sie sogar noch radikaler als die CDU/CSU.

    Die Grünen zählen mittlerweile zu den US-hörigsten, und Nato-treusten Parteien im ganzen Bundestag - immer sind sie auf Seiten der US-Eliten und deren 'War of Terror'.

  • Na ja, die Olivgrünen müssen's ja wissen. Besser können sie sich nicht entlarven: die alte Methode "Haltet den Dieb!"
    Genial, Herr Bütikofer! /ironie aus/
    Die Grünen sind es doch, die sich seit Fischer komplett von ihrem ursprünglich antimilitaristischen Engagement verabschiedet und Auslandseinsätze befürwortet haben - den ersten, im Kosovo übrigens dreifach rechtswidrig - nach Völkerrecht nicht durch UN gedeckt, nach NATO-Statut nicht durch NATO gedeckt und national auch grundgesetzwidrig!! Wir erinnern uns, Herr Bütikofer!!
    Thema verfehlt! Bütikofer, setzen! 6!

  • Kreativ und hintergründig. Gratulation, das ist man nach den grauenhaften Wahlk(r)ampfplakaten und sonstigen übliche Veröffentlichungen der Grünen nicht gewohnt. Irgendwo in der Wüste blüht es manchmal.

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