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Umfrage Bürger lehnen Firmen-Boykott ab

Die Mehrheit der Bundesbürger hält den von Teilen der SPD geforderten Firmen-Boykott einer Umfrage zufolge für falsch. Selbst Anhänger der Sozialdemokraten seien bei der Bewertung des Aufrufs gespalten. Die Hamburger SPD bestärkte indes die Forderung, das Kaufverhalten auch nach der Jobpolitik eines Unternehmens auszurichten.

HB BERLIN. 56 Prozent wollen dem indirekten Boykott-Aufruf von SPD-Vize Ute Vogt nicht folgen, ergab die Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des ARD-Morgenmagazins.

Vogt hatte zuvor erklärt, die Verbraucher hätten es in der Hand, Waren von Unternehmen zu meiden, die im großen Stil ihre Beschäftigte entließen. Auch SPD-Anhänger sich uneins: 51 Prozent der SPD-Wähler sind für einen Boykott, 48 Prozent dagegen. Insgesamt wurden 810 Bürger befragt.

Derweil erklärte nun auch die Hamburger SPD, eine Diskussion über die "Auswüchse des Kapitalismus" sei dringend notwendig. „Es geht nicht um eine generelle Unternehmensschelte“, betonte SPD-Landeschef Mathias Petersen. Die Kritik richte sich vielmehr gegen diejenigen - und dabei vor allem gegen die Großunternehmen -, „die Menschen ohne Not auf die Straße setzen, bloß um ihre Rendite zu erhöhen“.

Zu dem indirekten Boykott-Aufruf gegen Firmen sagte Petersen: „Ich würde das ins Positive wenden. Die Menschen sollten durchaus bewusster konsumieren und einkaufen - und das bei Firmen, die in Deutschland produzieren und damit Arbeitsplätze erhalten oder schaffen.“

Der Boykott-Aufruf war von der Union und Unternehmern scharf kritisiert worden. Auch amerikanische Ökonomen hatten die Befürchtung geäußert, Deutschland verschrecke damit potentielle Investoren.

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